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Wandern auf Mallorca – gesperrte Wege, öffentliche Gebiete

Auf Mallorca sind Sie meist auf privatem Grund unterwegs. Trifft man unterwegs auf Grundbesitzer oder Landarbeiter, sollte man nach einem freundlichen „bon dia“ fragen, ob man das Grundstück passieren darf: „Puedo pasar, por favor?“ Immer öfter findet man Schilder mit der Aufschrift "Prohibit pasar" bzw. "Prohibido el paso" (Durchgang verboten), die jedoch oft nur Fahrzeuge ausschließen.

Einige Grundbesitzer tolerieren zwar einzelne Wanderer auf ihrem Gebiet, verwehren aber größeren bzw. professionell geführten Gruppen den Durchgang. Das Gebiet der Finca Mossa bei Lluc darf nur sonntags durchquert werden, daher ist die Tour rund um den Puig Roig nur an diesem Tag möglich.

Einzelne Gebiete wurden bereits für Wanderer gesperrt. Dies betrifft u.a. die Gipfelanstiege zum Puig des Teix, von Sóller über die Finca s’Arrom auf den Cornador Gran, das Gebiet der Finca Coma-sema bei Orient, die Finca Son Cortei bei Galilea oder die Nordwestseite der Serra de na Burguesa. Auch für die Neuanlage von Hotels oder Golfplätzen werden immer wieder öffentliche Wege gesperrt – etwa bei Son Macip in der Nähe von Manacor.

Schräg schwarz-weiß geteilte Schilder bzw. Tafeln mit der Aufschrift "Vedat privat de caça" (oder auf Kastillisch "Coto privado de caza") zeigen ein privates Jagdgebiet an.

Andererseits erwirbt die Inselregierung immer wieder Grundstücke als finques públiques (öffentliche Gebiete), die frei begehbar sind. Die größten dieser Areale liegen rund um Sóller, am Puig de Galatzó und am Puig Tomir. Auch das südwestliche Teix-Massiv (Finca Son Moragues), der Gemeindewald von Bunyola, die Finca Planícia bei Banyalbufar, Mortitx, der Puig de Maria bei Pollença, die Halbinsel Victòria bei Alcúdia, Son Real bei Can Picafort oder der Parc Natural de la Península de Llevant bei Artà sind frei zugänglich.