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Wandern auf Mallorca – GR-221, 4. Etappe

Estellencs – Planícia – Esporles

• Gehzeit: 4 h 30 min
• Höhenunterschied: Aufstieg 500 m, Abstieg 500 m
• Schwierigkeit: einfache und großteils schattige Tagestour, die man mit einem Abstecher nach Banyalbufar auch in zwei Halbtagswanderungen teilen kann.
• Markierung: der erste Wegabschnitt zwischen Estellencs und der Abzweigung zur Finca pública Planicia und der Camí des Correu sind beschildert und mit Richtungspfosten versehen. Der unmarkierte Abschnitt dazwischen erfordert Orientierungssinn (nur Steinmännchen).
• Bus-Zufahrt: von Palma nach Estellencs bzw. Banyalbufar mit der Buslinie 200.

Hinweis: Der ursprünglich geplante Wegabschnitt zwischen Estellencs und Banyalbufar wurde vor einigen Jahren im Bereich der Finca Es Rafal gesperrt. Mann kann jedoch nun auf einer neuen Route über die Finca Planícia ausweichen, wobei man nicht mehr durch Banyalbufar kommt. 

Estellencs – Planícia:
Von Estellencs gehen wir neben der Hauptstraße Ma-10 Richtung Banyalbufar/Sóller, vorbei am Waschhaus und über eine Brücke. In der Rechtskurve nach dem Sportplatz leitet uns der Wegweiser "Banyalbufar" links auf den betonierten Weg hinab. Bei der Brücke links den schmalen Pfad abwärts, auf einem alten, stellenweise etwas verwachsenen Pflasterweg ansteigen und einen Betonweg überqueren. Bei der Abzweigung nach einem Haus geradeaus zu einem asphaltierten Fahrweg. Dort rechts abzweigen und ansteigend zur Hauptstraße, der wir links etwa 600 m weit folgen. Nach einer Linkskurve (Wegweiser) steigen wir rechts auf einem Betonweg an. Bei einer Einmündung gerade weiter, dann rechts abzweigen und an der Finca Son Serralta vorbei. Auf dem Schotterweg zwischen Zaun und Mauer aufwärts und durch Olivengärten zu einem Tor: links daran vorbei und auf dem schmaleren Weg in den Wald. Nach einem Mauerdurchlass geht es über eine kleine Anhöhe unter dem Puig de na Foradada. Bei der folgenden Abzweigung geradeaus abwärts und über den Bach, dann im sanften Auf und Ab zu einer Asphaltstraße.
Auf dieser gehen wir - ab nun ohne GR-Beschilderung - rechts weiter. Sie führt nach einem Mauerdurchlass im sanften Anstieg zwischen Oliventerrassen aufwärts. Zwei beschilderte Wegabzweigungen nach links zur Font des Obi bleiben unbeachtet. Wir passieren eine kleine Hütte, gegen durch einen weiteren Mauerdurchlass und erreichen eine dritte beschilderte Wegabzweigung kurz vor dem Landgut Planícia, zu dem wir geradeaus weitergehen (410 m). Vor dem Haus bietet sich eine aussichtsreiche Terrasse für eine Rast oder ein Picknick an.
1 h 30 min

Planicia – Son Sanutges: In der letzten Rechtskurve vor dem Landgut zweigt links eine Schotterstraße ab (Wegweiser "Casa de les Collidores"). Sie führt uns zu einem nur wenige Minuten entfernten Nebengebäude des Landguts Planicia und dann flach zwischen Terrassenmauern und Olivenhainen nach Nordwesten. Achtung: Nach etwa 3 min zweigen wir bei einem Steinmännchen rechts auf unscheinbare Pfadspuren ab, die sich oberhalb der Terrassenmauer zu einem sanft ansteigenden Weg verbreitern. Auf diesem gelangen wir in 2 min zur Einmündung eines breiten Weges, auf den wir scharf nach rechts abzweigen. In einer ansteigenden Linkskurve geht's in den Wald hinein, vorbei an einem etwas verborgenen Kalkofen (rechts) und einer kleinen Viehtränke (links des Weges). Wir wandern bald eben auf die Felswand des Penyal de Vela zu. 
Nun heißt es nochmals aufpassen: Von einem Köhlerplatz mit Hüttenfundament gehen wir etwa 20 m sanft bergab, dann weisen ein Steinmännchen und eine runde Steinreihe am Boden nach links zu einer Begrenzungsmauer, von der wir auf einer kurzen Holzleiter absteigen. Unten angekommen schwenken wir rechts auf einen Pfad ein, der im sanften Auf und Ab durch den Waldhang zieht. Unterhalb von Felsen und vorbei an einer kleinen Höhle geht's zu einer Anhöhe empor (ca. 500 m).
Rechts davon ist eine Mauer zu sehen, die wir auf einer weiteren Holzleiter übersteigen. Dahinter nach links und neben der Mauer abwärts, vorbei an Köhlerplätzen und alle rechts abzweigenden Pfade ignorierend. Etwa 20 m nach einem großen, aufgemauerten Köhlerplatz mit Hütenfundament führt der Weg links hinab - dort zweigen wir bei zwei Steinmännchen rechts auf einen etwas schmaleren Waldweg ab. Kurz danach stoßen wir auf einen quer verlaufenden Weg, dem wir nach rechts bergauf folgen. Er führt an weiteren Köhlerplätzen vorbei und dann ziemlich eben durch den Wald. Zwei links wegführende Pfade ignorieren und über eine flache Waldanhöhe. Der moosige Weg führt im sanften Auf und Ab weiter und kurz steiler bergab, verbreitert sich und führt zu einem Fahrweg, auf dem wir links absteigen. Bei den nächsten beiden Abzweigungen wandern wir stets auf der breiteren Schottertrasse bergab, bis wir nach einem Mauerdurchlass eine Stromleitung passieren. 
Gleich danach erreichen wir eine flache Schotterstraße, auf die wir rechts einschwenken. Sie führt an der Zufahrt zur Finca Maracanda und am Landgut S'Arbossar vorbei, dann geht's absteigend zu einem Tor und flach durch ein Tal. Schließlich steigt die Straße in einer Rechtskurve zum verfallenen Gipsabbau Son Sanutges (359 m) an. Kurz darauf stehen wir an einer Kreuzung am Ende der Asphaltstraße, die links von Banyalbufar heraufführt. 
1 h 
Wer will, gelangt von hier aus in 30 min in den wunderschön gelegenen Ort mit seinen berühmten Terrassen (Bushaltestelle neben der Kirche; Wiederaufstieg ca. 45 min). 
  
Son Sanutges – Esporles: Im Sattel von Son Sanutges beginnt wieder die Beschilderung des GR-221, die rechts Richtung "Esporles" weist. Dorthin wandern wur nun auf dem Camí des Correu, dem historischen Postweg zwischen Banyalbufar und Esporles, der zunächst als steiniger Weg in den Wald hinaufführt. Bald geht's auf alten Pflastersteinen dahin und durch eine Mauerbresche (Wegweiser). Bald danach beginnt der schönste Wegabschnitt, auf dem die Pflasterung noch vollständig erhalten ist. So erreichen wir den bewaldeten Sattel des Coll des Pi (454 m) zwischen dem Planíca-Massiv und dem bewaldeten Puig de s'Argenter. Dahinter marschieren wir flach durch die Nordhänge des Puig de sa Barca weiter, vorbei an einem Aussichtspunkt (Blick zum Küstengebiet um Valldemossa und Port des Canonge), einer kurzen abgerutschten Stelle und einem Kalkofen. Geradeaus über einen runden Dreschplatz, sanft abwärts und durch kleine Felseinschnitte. Nach dem Coll de sa Talaieta (Mauerdurchlass) wandern wir in Serpentinen bergab. Im alten Pflaster sollen Hufspuren zu sehen sein, daher nennt man diesen Abschnitt Potada des Cavall. Bei den folgenden Gabelungen folgen wir den Richtungspfosten. Wir passieren einem weiteren Kalkofen und verlassen den Steineichenwald bei einem Zauntor in einer Mauer. Ein erster Blick auf Esporles tut sich auf. Schließlich erreicht der teils erdige, teils neu gepflasterte Weg am Pla des Murtar die Stufen zur verkehrsreichen Hauptstraße, die überquert wird. Jenseits geht's nach rechts weiter. Wir queren dabei eine Hauszufahrt (wer das Landgut La Granja besichtigen möchte, muss rechts zur Hauptstraße und neben dieser zur nahen Abzweigung gehen). Der GR-221 führt oberhalb der Fahrbahn und nach einer weiteren Seitenstraße neben einer Wasserrinne weiter, bis ein neu angelegter Weg zur alten Brücke über den Torrent de Sant Pere und zur zweiten Straßen-Überquereung führt (hier besondere Vorsicht!). Danach zieht der Camí des Correu als breiter Weg oberhalb eines Wassertanks, neben Feldern und durch einen Graben zu den ersten Häusern von Esporles hinüber. Auf der Costa de Sant Pere erreichen wir die Placa d'Espanya neben der Pfarrkirche und damit die Hauptstraße im Ortszentrum (300 m). Die Bushaltestelle liegt an der rechten oberen Parallelstraße Carrer de Quarter/Ecke Carrer de Jaume I. 
2 h