gr-221 reitweg

Wandern auf Mallorca – GR-221, Etappe 6

Valldemossa – Caragolí – Deià

• Gehzeit: 3 h
• Höhenunterschied: Aufstieg 500 m, Abstieg 750 m
• Schwierigkeit: schwierige Bergwanderung auf breiten Wegen und schmalen, stellenweise auch abschüssigen Pfaden; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind daher notwendig. Immer wieder Schatten.
• Markierung: noch nicht beschildert (Steinmännchen, Farbzeichen). Vorsicht, die Abzweigung vor dem Caragolí nach Deià ist leicht zu übersehen!


Von Valldemossa auf den Caragolí:
Kurz neben der Hauptstraße (Avinguda Palma) bis zum großen Gebührenparkplatz und davor links auf den Carrer de la venerable Sor Aina abbiegen. Bei der zweiten Abzweigung (gegenüber dem Sportplatz) nach rechts  und von der folgenden Straßenteilung links auf dem Carrer de les Oliveres bis zum oberen Ortsrand. Knapp vor dem Ende der Straße – gegenüber dem Haus Can Massana – biegen wir links auf den breiten Schotterweg neben einem Einfahrtstor ab. Dem Zaun entlang, dann links auf einem steinigen Weg in den Wald. Nach einem Mauerdurchlass gehen wir einer Mauer entlang. Ein Gatter wird mittels Leiter überstiegen, dann führt der Weg neben einer Wasserleitung weiter. Vor der Font de s’Abeurada scharf nach rechts und auf ausgewaschener Trasse in Kehren durch den Waldhang empor (einen rechts abzweigenden Weg ignorieren). Nach ezwa 50 min Gehzeit ereichen wir hinter einem Mauerdurchlass die ebene Lichtung des Pla des Pouet (685 m).
Dort ignorieren wir einen rechts und einen links abzweigenden Pfad, spazieren geradeaus sanft abwärts und erreichen über einen Köhlerplatz die nahe Font des Pouet, einen runden, gemauerten Brunnen, bei dem sich der Weg neuerlich teilt. Wir biegen rechts ab und wandern auf dem vorerst flachen Pfad im Steineichenwald an einigen Köhlerplätzen vorbei. Bald geht's durch einen Waldgraben und schließlich in Serpentinen zum Sattel des Coll de Son Gallard (766 m) mit seiner Steinbank empor. 
Wiur biegen nun rechts auf den quer verlaufenden Pfad ab – das ist der Camí vell de s’Arxiduc, der stellenweise aufgemauerte Reitweg des Erzherzogs, der durch den bewaldeten Hang ansteigt. Bald zweigt rechts ein kurzer Seitenpfad zu einer zeitweise noch bewohnten Einsiedlerhöhle (Ermita de la Hesychia) ab; er führt von dort wieder links hinauf zum Reitweg.
Etwa 15 min nach dem Sattel erreichen wir den Felsgrat neben der Oberkante der Nordwestwände. Nun folgt der spektakulärste Abschnitt des Weges: Links fasziniert der Tiefblick zur fast 900 m tiefer gelegenen Küste mit der felsigen Halbinsel Sa Foradada, links geht die Sicht über die flacheren, bewaldeten Abhänge bis zur Bucht von Palma hinaus.
Nach etwa 400 m stehen wir auf einer Anhöhe, von der wir über den flachen, aber steinigen Rücken bis zur Kuppe Es Caragolí (944 m) hinüberwandern. Dazwischen – etwa 200 m nach dem Ende des Grats – markieren links zwei auffallende Steinpyramiden die Abzweigung nach Deià, die man sich merken muss. Auf den Caragolí führt links ein kurzer Stichpfad hinauf (Gedenktafel für Erzherzog Ludwig Salvator, schöner Blick auf Deià, zur Nordwestküste und über das Hochplateau hinüber zum breiten Gipfel des Puig des Teix).
1 h 45 min

Abstieg nach Deià: Wieder zurück zur beschriebenen Abzweigung. Dort biegen wir nun rechts ab. Der folgende Wegabschnitt ist bei Nebel nur schwer zu finden: Wir wandern auf einem anfangs undeutlichen, aber mit Steinmännchen gekennzeichneten Pfad durch Schutt und über einen breiten, sanft nach Norden absinkenden Grasrücken auf die ersten, einzeln stehenden Steineichen zu. Dort nach links und über kleine Felsstufen hinab – dann steht man unvermittelt an der Abbruchkante der Felsabbrücje (Cingles de Son Rul•lan, toller Tiefblick auf Deià). Bei einer Jagd-Tafel scharf geht's links in den Wald, kurz eben weiter und rechts zu einer Felsplattform. Von dort zieht der Pfad über ein System von schmalen und steil abfallenden, aber stellenweise sogar bewaldeten Felsbändern mitten durch die schroffen Wandabstürze hinab. So gelangen wir erstaunlich einfach in vier weiten Kehren zum Fuß der Wände hinab.
Nun geht's in vielen weiteren Serpentinen in den Steineichenwald und zu einem Köhlerplatz (Hüttenruine) hinunter. Über den nächsten Köhlerplatz (nicht rechts hinab) und in Kehren zu einem dritten Köhlerplatz mit Backofen. Dort nach rechts, an einem Wasserbecken im Fels vorbei und auf einem breiteren Weg abwärts. Bei einem alten Kalkofen links und bei der nächsten Wegeinmündung geradeaus in einen Graben mit alten Olivenkulturen. Eben durch den Hang und zwischen Terrassen zur Mauer des Landguts Son Rul•lan.
Direkt vor dem Zufahrtstor biegen wir scharf nach rechts ab und wandern auf dem alten, stellenweise verwachsenen Pflasterweg zwischen Terrassen hinab. Ca. 10 min nach dem Tor links über Stufen abwärts, am gemauerten Portal der Font de ses Rotes vorbei und im Grasgelände neben dem Torrent Major zu einem Mauerdurchlass. Danach links unter der Ruine des Castell des Moro vorbei, zu einem weiteren Mauerdurchlass (die Metallabsperrung übersteigen) und gegenüber einem Haus zu einem Fahrweg. Auf diesem rechts zu einer Abzweigung, dort geradeaus und bald auf Asphalt zum Hotel Es Molí gegenüber von Deià hinunter. Vor dem Hauptgebäude beginnt der beschilderte Camí de Can Quet, der über eine Treppe zur Ma-10 führt.
Auf der Hauptstraße links zur nahen Bushaltestelle unter dem Restaurant Can Quet. Gegenüber führt eine Straße an einer Trafostation vorbei in den Graben unter dem Kirchenberg von Deià; dort gelangt man links zum nahen Refugi de Can Boi. Geht man dagegen neben dem Bach aufwärts und von der zweiten Abzweigung links über die Brücke, so gelangt man ins Ortszentrum von Deià hinauf (Bushaltestelle an der Ma-10).
1 h 15 min