gr-221 reitweg

GR-221, Etappe 6

Valldemossa – Caragolí – Deià

 

• Gehzeit: 4 h

• Höhenunterschied: Aufstieg 500 m, Abstieg 750 m

• Schwierigkeit: schwierige Bergwanderung auf breiten Wegen und schmalen, stellenweise auch abschüssigen Pfaden; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind daher notwendig. Immer wieder Schatten.

• Markierung: im Bereich des öffentlichen Gebiets von Son Moragues beschildert; die "Einstiege" bei Valldemossa und Deià sind noch nicht markiert (nur Steinmännchen und einige Farbzeichen). Vorsicht, bei Nebel schwierige Orientierung!

Achtung: Mit dem Projekt „Muntanya des Voltor" wird seit 2014 ein mehr als 300 ha großes Areal rund um den Pla des Pouet oberhalb von Valldemossa neu geregelt. Das Gebiet, in dem neuerdings wieder Mönchsgeier brüten sollen, wird von der Stiftung „Vida Silvestre de la Mediterrània" gemanagt. In einer zwei Jahre langen Testphase will man die (allzu) starke touristische Nutzung besser organisieren, den Wald gesundpflegen und alte Bauwerke wie Kalköfen oder Brunnen restaurieren. Acht Mitarbeiter wurden für das Projekt angestellt. Die Kosten dafür übernehmen die Eigentümer der betroffenen Landgüter, dazu kommen EU-Förderungen und private Spendengelder.

Im Herbst 2014 wurde zunächst Müll eingesammelt, dann erfolgte die Sanierung des Weges von Valldemossa herauf. An seinem Ausgangspunkt errichtete man eine Info-Hütte, bei der ein Mitarbeiter die Wanderer über die Neuerungen aufklärt und statistische Daten über die Besucher erhebt. Bis zu 400 Wanderer sind hier an schönen Tagen unterwegs – das ergab eine Befragung im Winterhalbjahr 2013/2014.

Daher werden auf den Wegen zum Mirador de Can Costa und den Pfaden in seiner Umgebung derzeit nur mehr 30 bis 50 Wanderer pro Tag zugelassen. Für die Begehung braucht man nun eine Genehmigung. Der Weg, der vom Pla des Pouet rechts Richtung Pas d'en Miquel hinaufführt, wurde neu beschildert. Nach 150 m zweigt links ein neuer Weg ab, der – schon im öffentlichen Gebiet der Finca Son Moragues – zur Einsiedlerhöhle emporzieht. Von dort kann man rechts auf dem Reitweg des Erzherzogs weiterwandern. Der Fernwanderweg GR 221 wurde immer noch nicht markiert, aber nun auf den breiten Fahrweg ins Cairats-Tal umgeleitet. Unterhalb des (ebenfalls gesperrten) Puig des Teix führt er nun über die Hochfläche zurück bis Es Caragolí, dann geht's rechts über die Cingles de Son Rul.lan nach Deià hinunter.

Wer im Gebiet um den Pla des Pouet wandern möchte, sollte sich vorher per Email unter valldemossa@procustodia.org oder Tel. 619/591985 anmelden.

 

 

Von Valldemossa auf den Caragolí: Nahe dem Tourismusbüro an der Hauptstraße (Avinguad de Palma) zweigt der C/. des Venerable Sor Aina ab. Folgen Sie dieser Straße – vorbei am Parkplatz – bis zur 2. Kreuzung, biegen Sie dort rechts auf den C/. del Pintor Joan Fuster und bei der nächsten Gabelung links auf dem C/. de les Oliveres ab. Am Ende der Straße befindet sich links das Tor des Anwesens Son Gual Petit (Nr. 16). Links daneben beginnt ein steiniger Weg, der dem Zaun entlangführt und nach ca. 300 m links in den Wald abbiegt (Info-Hütte). Nach einem Mauerdurchlass neben einer Mauer zu einem Tor mit Holzleiter, die überstiegen wird. Neben einer Wasserleitung weiter, von der Abzweigung vor einer verfallenen Quellfassung (Font de s’Abeurada) scharf nach rechts und auf dem renovierten Weg in Kehren durch den Wald zur Lichtung des Pla des Pouet (685 m) hinauf. 1:00 h

Dort zweigt man nun nach rechts ab und folgt der beschilderten Weg Richtung "Deià, Teix". Nach 150 m biegt man links auf einen neu ngelegten Weg ab, der zur Einsiedlerhöhle emporzieht. Oberhalb davon erreicht man den Reitweg des Erzherzogs. Auf diesem geht’s nach rechts weiter und wandert bald entlang der Abbruchkante der Felswände auf eine Kuppe (925 m). Dort wird der Weg flach und führt über den nun breiten Steinrücken Richtung Caragolí weiter. Nach 3 Min. markieren Steinmännchen und ein Richtungspfosten (Aufschrift „Deià“) die Abzweigung des GR-221. Von Valldemossa 2:00 h

Abstieg nach Deià: Links abbiegen und auf einem Pfad (viele Steinmännchen) über den sanft absinkenden Grasrücken zu den obersten Steineichen (850 m) hinab. Dort wird das Gelände felsig. Vorsicht: An der Kante eines niedrigen Felsabsatzes nicht rechts über den Grasrücken weiter, sondern scharf nach links (Steinmännchen beachten!), unterhalb der kleinen Felsen einige Schritte sanft aufwärts (!) und unter eine Steineiche nach rechts zur einer kleinen Felsplattform, von der man unvermittelt die Halbinsel Foradada in der Tiefe erblickt. Ein aufgemauerter Pfad führt zur vordersten Abbruchkante über der 200 m hohen Felswand der Cingles de Son Rul.lan. Von dort geht’s rechts über schmale, schräg abfallende und etwas rutschige, aber stellenweise bewaldete Felsbänder abwärts. Über weite Kehren wird der fast senkrechte Wandabsturz in ca. 15 Min. überwunden.

Am Fuß der Felsen schlängelt sich der Pfad durch dichten Steineichenwald hinab. Vorbei an zwei Köhlerplätzen und einer Hüttenruine erreicht man einen dritten Köhlerplatz mit Backofen. Dort nach rechts, an einem Wasserbecken im Fels vorbei und auf einem breiteren Weg abwärts. Bei einem alten Kalkofen links und bei der nächsten Wegeinmündung geradeaus in einen Graben mit alten Olivenkulturen. Flach durch den Hang und zwischen Terrassen zur Mauer des Landguts Son Rul.lan. Vor seinem Tor (414 m) scharf nach rechts und auf dem alten, stellenweise verwachsenen Pflasterweg zwischen Terrassen hinab. Ca. 10 Min. später links über Stufen abwärts, am gemauerten Quellportal der Font de ses Rotes vorbei und im Grasgelände neben dem Torrent Major zu einem Mauerdurchlass. Links unter der kleinen Ruine des Castell des Moro vorbei, zu einem weiteren Mauerdurchlass (die Metallabsperrung übersteigen) und gegenüber einem Haus zu einem Fahrweg. Dieser führt rechts zu einer Abzweigung. Geradeaus und bald auf Asphaltbelag zum Hotel Es Molí gegenüber von Deià hinunter. Vor dem Hauptgebäude beginnt der beschilderte Camí de Can Quet, der über eine Treppe zur Küstenstraße Ma-10 führt. Auf der Hauptstraße links zur Bushaltestelle unter dem Restaurant Can Quet. Gegenüber führt eine Straße an einer Trafostation vorbei in den Graben unter dem Kirchenberg von Deià (194 m) Links geht’s hinab zur Wanderherberge Can Boi, während man rechts – neben dem Bach – ins Ortszentrum von Deià hinaufgelangt (Bushaltestelle). 2:00 h

 

Foto:

Auf dem Reitweg des Erzherzogs vor dem Caragolí