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Wandern auf Mallorca – GR-221, 3. Etappe

Pla de s'Evangèlica – Sa Coma d'en Vidal – Estellencs

• Gehzeit: 4 h 40 min
• Höhenunterschied: Aufstieg 800 m, Abstieg 920 m
• Schwierigkeit: schwere Bergwanderung auf Straßen, breiten Wegen und schmalen Pfaden, die Trittsicherheit und gutes Orientierungsvermögen erfordern. Nur in den unteren Bereichen Schatten.
• Markierung: Steinmännchen und Farbzeichen; stellenweise schwierige Orientierung

Hinweis: Da auf der sehr langen Wegetappe zwischen Sant Elm und Estellencs noch keine Unterkunftsmöglichkeit besteht, empfiehlt sich die Teilung dieser Strecke in zwei Tagesetappen. Man muss sich dabei am ersten Tag vom Coll de sa Gramola mit dem Taxi abholen und anderntags wieder dorthin bringen lassen. Taxi in Andratx: Tel. 971/235544 bzw. 971/136398. Zwischen Andratx und Sant Elm besteht die Buslinie 100, zwischen Estellencs und Palma die Buslinie 200.

Zur Mola de s'Esclop:
Bei Km 104,4 der Küstenstraße Ma-10 (etwa 1,5 km nordöstlich des Coll de sa Gramola) zweigen wir beim Schild "Sa Coma de ses Selles" rechts auf eine schmale, bergwärts führende Asphaltstraße ab. Sie zieht an einem Haus vorbei in den Wald hinauf und geht hinter einer kleinen Anhöhe in eine Schotterstraße über. Im sanften Auf und Ab geht's an einem weiteren Gebäude vorbei und und im Bogen um ein Hochtal herum. Nach einem Gatter wieder in den Wald. Vor dem dritten Anwesen (Gatter) rechts empor abbiegen (Steinmännchen) und gleich darauf links auf dem breiteren Fahrweg bleiben. Sanft aufwärts oberhalb der Finca vorbei und in ein bewaldetes Tal (Coma des Selles oder Cellers) hinein. Kurz in den Talgrund abwärts, dort geradeaus und über eine Rechtskurve hinauf. Bald biegt der Fahrweg im Tal scharf nach links ab, um gleich darauf vor dem Tor einer Wiese zu enden; ein kurzes Stück weiter oben steht eine grüne Stange.
Davor weisen Steinmännchen links auf einen schmalen, anfangs etwas verzweigten Pfad hin. Auf diesem steigen wir – uns etwas nach links haltend – durch den steilen, mit Gebüsch bewachsenen Hang an. Der Weg ist bald besser ausgetreten und führt im Zickzack oberhalb eines markanten Felsturms zu einem Zauntor empor. Ein paar Meter weiter oben gibt der Pas Gran rechts den Übergang auf einen schütter bewaldeten, felsig-zerklüfteten und schräg ansteigenden Rücken frei.  
Über diesen Rücken steigen wir nun weglos, aber von gut gesetzten Steinmännchen und einzelnen roten Punkten begleitet, höher – genau auf den bereits sichtbaren Esclop zu. Zwischen Felsen, Dissgras und niedrigem Gebüsch erreichen wir eine Anhöhe. Kurz flach weiter, etwas nach rechts und an einem Avenc (Karstschacht) vorbei zu einem Zaun (Leiter-Überstieg). Nun sehen wir bereits das unter Bäumen verborgene Haus Ses Alquerioles (ca. 650 m), dem wir nun über die flachen Planes d'en Cabrit entgegengehen. Rechts haltend zu einem bewaldeten Sattel, dahinter kurz abwärts und im sanften Auf und Ab über das licht bewaldeten Plateau, bis man in einigem Abstand links am Haus vorbeiwandert. 
Bald ermöglicht eine weitere Leiter das Übersteigen des Zauns. Dahinter einige Schritte nach nach rechts, wobei wir einige Kiefern am Zaun umgehen müssen, bis zu einem geschlossenen Zauntor. Davor nach links zu einem nahen, aus Steinen errichteten Brunnen. Rechts daran vorbei zu einer Hüttenruine, die wir links passieren. Dann nach rechts und durch hohes Gras in den Wald hinauf. Der Pfad schlängelt sich erst steil zwischen alten Terrassenmauern höher und erreicht eine Gabelung unter Felsen. Nach links und flach unterhalb der Wand weiter (umgestürzte Bäume), bis wir zum schmalen Felsdurchlass des Pas d'en Ponsa ansteigen. 
Dahinter tut sich ein Blick zum Meer und bis zur Planícia auf. Nach rechts und weglos über den felsig-grasigen, unten noch von kleinen Kiefern bewachsenen Rücken empor (Steinmännchen beachten). Nach zwei steileren Passagen, die sich leicht über kleine Felsstufen erklettern lassen, gelangen wir – uns etwas nach rechts haltend – auf eine schmale Hochebene unter dem schroffen Gipfelaufbau der Mola de s'Esclop (844 m). Alte Terrassenmauern, eine Hüttenruine und ein runder Dreschplatz künden davon, dass selbst dieses entlegene Gebiet einst landwirtschaftlich genutzt wurde. 
2 h

Übergang zur Coma d'en Vidal: Hier nach links und auf einem schmalen Pfad zwischen den verfallenen Terrassen am Fuße des mächtigen Berges genau nach Norden abwärts (herrlicher Tiefblick zum Meer). Unter bizarren Felsformationen erreichen wir eine flache Anhöhe mit einer Kiefer, von der wir – rechts haltend – durch einen Grashang absteigen. Unterhalb einer Schutthalde mündet links ein Pfad von der tiefer gelegenen Quelle Font des Quer ein – geradeaus weiter und in flacher Hangquerung hinüber zu einer Mauer, die vom Esclop hinabzieht. Neben den Resten dieser Mauer ca. 100 m nach links zum flachen Sattel Coll de sa Font des Quer unter dem vorgelagerten Felsberg Es Castellet, bei dem der Gipfelpfad durch die Oststeite des Esclop einmündet (737 m). Auch hier entdecken wir Zeichen menschlicher Arbeit, etwa die Fundamente der Caseta de s'Esclop.
Wir wandern auf dem sanft absinkenden Pfad rechts (südlich) um den Castellot herum in einen weiteren Sattel (724 m) und steiler neben einem kleinen Kiefernwald abwärts, bis wir am Fuße der Serra des Pinotells links eine Mauer mit Zaun sehen. Dort biegen wir links ab und übersteigen die etwa 1 m hohe Mauer an einer Zaunlücke. Dahinter beginnt ein Karrenweg, der sich nach links wendet. Wir folgen ihm ins Tal von Vidal hinab, biegen bei der ersten Abzweigung links ab und erreichen 15 min nach der Mauer die Häuser von Sa Coma d’en Vidal (550 m). Das Balearischen Tourismusministerium (Conselleria de Turisme del Govern de les Illes Balears) hat sie erworben und plant hier eine Unterkunft bzw. ein Naturschutzzentrum.
1 h 10 min

Weiter nach Estellencs: Wir folgen dem Fahrweg weiterhin, erst flach und dann in Serpentinen (schöne Sicht zur Küste) zu einem Wassertank hinab. Kurz danach erreichen wir eine Abzweigung: nach links und auf der Schotterstraße hinunter (rechts würden wir zum nahen Picknickplatz Sa Boal de ses Serveres gelangen). Am Ende des Betonbelags der letzten Linkskurve – noch vor der Kette und der Infotafel nahe der Einmündung in die Küstenstraße Ma-10 – zweigen wir bei einem Steinmännchen scharf nach rechts auf einen alten Waldweg ab. Er führt in einer S-Kurve zu einer Kette und mündet gleich danach in die Küstenstraße Ma-10 ein. 
Nun geht am Straßenrand ca. 1 km bis zum Coll des Pi (ehemalige Tankstelle). Knapp die Hälfte dieses Abschnitts lässt sich umgehen, indem man meerseitig zu einer Schotterstraße absteigt, die rechts sanft ansteigt und nach einem Graben nach rechts wieder zur Fahrbahn führt.
Nach Km 95,6 gleich hinter dem Coll des Pi zweigen wir dann scharf nach links auf eine schmale Asphaltstraße ab (Wegweiser "Estellencs 45 min"). Nach einigen Serpentinen erreichen wir die Carretere vella d'Estellencs, auf der wir rechts – vorbei am Friedhof und einer Abzeigung zur Cala d'Estellencs – in den Ort wandern.l  
1 h 30 min