Trittsteine

Cornador Gran (956 m), Mirador Quesada

Art
Bergtour
Region / Ort
Touren um Sóller / Biniaraix
Schwierigkeit
mittel
Charakter der Tour
lange, aber landschaftlich überaus eindrucksvolle Bergwanderung auf gepflasterten Wegen und schmalen Bergpfaden, die an einigen Stellen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern. Selbst der gepflasterte Pilgerweg kann bei Nässe recht rutschig werden. Im Bereich des Barranc de Biniaraix immer wieder Schatten.
Ausgangsort
Biniaraix (86 m) 2 km östlich von Sóller
Ausgangspunkt
Plaça de la Concepció im Dorfzentrum
Zufahrt
von der Ma-11, der Straße zwischen Sóller und Port de Sóller, bei Km 32 – nahe dem Bahnübergang – Richtung Lluc/Pollença abzweigen. Nach ca. 700 m dem Wegweiser „Fornalutx“ nach rechts folgen und zum Fußballplatz. Dort nach links und weiterhin nach der Beschilderung „Fornalutx“, bis ein Schild rechts die schmale Straße nach Biniaraix anzeigt. Beschränkte Parkmöglichkeit am Ortsrand.
Bus/Zug
Haltestelle der Buslinie 212 von Sóller an an der Plaça de la Concepció in Biniaraix (die Bushaltestelle in Soller befindet sich am Carrer de Cetre, an der Ecke Vial 12, beim Parkplatz)

Gehzeit
bis 5h
Höhenunterschied
gut 900 m
Höchster Punkt
956 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bar/Bodega in Biniaraix
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein


Die beiden Felshöcker der Cornadors bilden so etwas wie die alpinen Wahrzeichen über dem Tal von Sóller. Sie bilden den nordöstlichen Eckpfeiler der schroffen Mauer der Serra d’Alfàbia, in direkter Nachbarschaft zum deutlich grüneren Puig de l’Ofre, von dem sie die gewaltige Schlucht des Barranc de Biniaraix trennt. Kaum zu glauben, dass sich dahinter, direkt am Fuße des Cornador Gran, eine Finca mit gepflegten Terrasssenfeldern und Olivenhainen verbirgt: die Cases de l'Ofre. das Anwesen verdankt sein Dasein nicht zuletzt dem reichlich sprudelnden Wasser, das oft durch den Barranc fließt. Gleich unterhalb der Finca hat es eine wilde Klamm mit temporär „aktiven“ Wasserfällen gebildet – ein Topspot für Freunde des Canyoningsports. Viel einfacher zu bezwingen ist dagegen der Cornador Gran selbst, auf dem weniger der flache Gipfel als vielmehr der etwas unterhalb davon gelegene Mirador Joaquim Quesada zur Panorama-Rast lockt. Allerdings: 900 Höhenmeter sind bis dorthin zu überwinden – doch der „Flugzeugblick“ über das „Goldene Tal“ ist jeden Schweißtropfen wert!

Wegbeschreibung:

Aufstieg: Wir starten an der Plaça de la Concepció vor der Kirche in Biniaraix und gehen, dem Wegweiser „Lluch a pie“ folgend, auf dem Carrer de Sant Josep zum Waschhaus am Ortsrand. Dahinter biegen wir nach dem Wegweiser „GR Barranc de Biniaraix, Cúber“ rechts ab und wandern auf dem anfangs noch ebenen, stellenweise gepflasterten Camí des Barranc zwischen Gärten taleinwärts. Rechts über uns sind schon die Felsaufbauten des Cornador Petit und des Cornador Gran sichtbar. Wir gehen rechts an einem Tor vorbei und übersetzen eine Brücke bzw. Furt des Torrent de Biniaraix. Dann geht’s in Kehren durch das Tal hinauf. Bei einer Abzweigung links weiter, kurz sanft abwärts und wieder bergauf. Auch an der nächsten Abzweigung geradeaus vorbei (hier mündet der Camí vell, der alte Weg durch den Barranc ein). Nach einer weiteren Überquerung des Baches wandern wir weiterhin in Kehren zwischen Terrassenmauern (Ses Voltetes) empor und durch den engsten Abschnitt der Felsschlucht (S’Estret).
Danach weitet sich das Tal: Zwischen den Olivenkulturen am Fuße hoher Felsberge liegt das kleine Anwesen Can Silles (350 m). Bei der dortigen Abzweigung geradeaus weiter (Wegweiser „L’Ofre, Cúber“), neben dem Bach aufwärts und unter einem kleinen Haus vorbei. Etwas weiter oben biegt der gepflasterte Pilgerpfad bei einem Pfosten scharf nach links ab. Wenn Wasser im Bach rinnt, lohnt sich hier ein kurzer Abstecher auf dem rechts abzweigenden Waldweg: Er erreicht nach 50 m das Bachbett, neben dem wir links kurz zwischen Felsblöcken zu einem romantischen Wasserfall, dem Salt des Can Catí, ansteigen können.
Der Pilgerpfad schlängelt sich nun wieder in vielen Kehren zwischen dem Torrent des Verger und dem Torrent de l’Ofre empor, bis er auf einer schmalen Terrasse die Wandabstürze über der Schlucht quert (fantasischer Tiefblick). Hoch über dem Wasserfall Salt des Cans und durch ein Gatter gelangen wir zu einer beschilderten Abzweigung.
2 h

Der Wegweiser „Mirador Joaquim Quesada, Es Cornadors“ zeigt rechts zu unserem Ziel. Neben der Betonmauer eines ehemaligen Staubeckens geht's kurz hinab und über einige Trittsteine über das Bachbett. Jenseits führt ein schmaler Pfad, der sich verzweigt, durch den steilen Grashang aufwärts. Die beiden Routen führen bald wieder zusammen. Dann wandern wir auf einem schön angelegten, stellenweise aufgemauerten Weg in Kehren bergauf (Blick ins Hochtal der Finca l’Ofre unter dem gleichnamigen Gipfel). Vorbei an einem Felsturm erreichen wir einen mit einigen Kiefern bewachsenen Sattel. Hier nach links und unter zwei weiteren spitzen Felstürmen vorbei (rechts des Pfades klafft ein schmaler, aber tiefer avenc). In Serpentinen erklimmen wir den breiten Grassattel zwischen dem Cornador Gran und dem felsigen Sementer Gran. Rechts zur nahen Steinhütte und weiter auf den Gipfel des Cornador Gran (956 m, große Steinpyramide). Von dort zieht ein Pfad ca. 50 m durch felsiges Gelände zum Mirador Joaquim Quesada hinab – von diesem kleinen gemauerten Aussichtsbalkon überblickt man den gesamten Barranc de Biniaraix und das Tal von Sóller über den Cornador Petit hinweg.
1 h

Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route.
2 h