Trittsteine

Puig de s'Alzinar (932 m)

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren um Sóller / Fornalutx
Schwierigkeit
mittel
Charakter der Tour
landschaftlich sehr eindrucksvolle Bergwanderung auf einer Schotterstraße und einem stellenweise schlecht ausgeprägten, aber gut mit Steinmännchen gekennzeichneten Pfad; zuletzt muss auch einfaches Felsgelände überwunden werden. Nur bei guter Sicht ratsam, wenig Schatten.
Ausgangsort
Fornalutx bei Sóller
Ausgangspunkt
an der Ma-10 zwischen Sóller und Lluc bei Km 38,1. Parkmöglichkeit für einige Autos neben der Straße (820 m). Ansonsten besteht knapp 1 km weiter oben, vor dem Tunnel durch die Serr de Son Torrella (Túnel de Monnàber), ein größerer Parkplatz (von dort 10 min zu Fuß).
Zufahrt
von der Ma-11, der Straße zwischen Sóller und Port de Sóller, bei Km 32 – nahe dem Bahnübergang – Richtung Lluc/Pollença auf die Ma-10 abzweigen. Man fährt dann noch gut 13 km über Sa Bassa (Picknickplatz) in die Waldhänge des Bosc de Monnàber am Fuße des Penyal des Migdia hinauf.
Bus/Zug
keine öffentliche Verkehrsanbindung
Gehzeit
bis 3h
Höhenunterschied
ca. 250 m
Höchster Punkt
932 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bars und Restaurants in Fornalutx und Sóller
für Kinder geeignet
ja
Rundtour
nein

Der Puig de s'Alzinar ist ein recht unbekannter und vom Tal aus auch kaum sichtbarer Berg im Nordwesten des Puig-Major-Massivs. Die meisten Wanderer, die dem Camí des Cingles hoch über den "Bini-Fincas" zur Sa-Calobra-Straße folgen, lassen ihn buchstäblich links liegen. Dabei bietet sein Gipfel, der nordwestseitig schroff abbricht, eine großartige Aussicht für relativ wenig Aufstiegsmühe.

Wegbeschreibung:
Aufstieg: Unsere Wanderung beginnt auf der Schotterstraße, die am Fuße der Felsabbrüche des Penyal des Migdia durch den Waldhang aufwärts führt. Nach einem grünen Metallgatter kommen wir unter einem großen Steinschlagnetz vorbei, das die Trasse vor herabfallenden Felsbrocken schützt. Im sanften Auf und Ab erreichen wir das Tor zum Gebiet der Finca Bini Gran – falls es geschlossen ist, kann man es links unten über ein kleines Tor in einem Mauerüberstieg umgehen. Bei der folgenden Wegteilung bleiben wir auf der linken Trasse, wandern in ein Tal mit einem kleinen Gebäude und gehen bei der nächsten Abzweigung rechts weiter. Wir passieren Sa Fonteta, eine alte, gemauerte und von Moos bewachsene Quelle. In Serpentinen kommen wir, zwei Abzweigungen ignorierend, in den Sattel des Coll des Cards-Colers hinauf (903 m).
Vor uns liegt – bereits in der Gemeinde Escorca – das einsame Hochtal der Fincas Bini Gran und Bini Petit, über dem der Camí des Cingles durch die riesige Nordwestflanke des Puig Major bis zur Sa-Calobra-Straße hinüberzieht. Wir wenden uns jedoch nach links zum eigenwillig aus Beton und Metall gefertigten Kreuz. Eine Gedenktafel erinnert daran, dass in diesem so entlegenen Gebiet schon im 13. Jahrhundert eine Kapelle stand; eine zweite Tafel widmete man Pater Rafel Juan i Mestre, der sich intensiv mit ihrer Geschichte befasste.
Rechts neben der nahen Ruine einer Steinhütte erkennt man Pfadspuren mit Steinmännchen und einzelnen roten Punkten. Diese ziehen über eine kleine steinige Hochfläche zu einer Senke zwischen den beiden flachen Erhebungen, die links – also nordwestlich – des Kreuzes aufragen. Die linke dieser beiden Kuppen bietet ein herrliche Sicht bis hinunter nach Sóller, aber auch zu den Bergen über dem „Goldenen Tal“ und natürlich zum nahen Penyal des Migdia.
Von der Senke führt der Pfad rechts zu einer kleine Weidefläche hinunter. Dort nach links, dem Zaun entlang und zu einer Abzweigung, von der wir rechts (Steinmännchen beachten) zu einem kleinen Kiefernwald weitergehen. Bevor der Baumbestand dichter wird, zweigen wir links ab und gehen über eine felsige Hochfläche den beiden Gipfelkuppen des Puig de s’Alzinar entgegen. Bald weisen uns die Steinmännchen in Kehren über felsiges Gelände zu einem zweiten, höher gelegenen Plateau hinauf. Nach rechts und neben dem Vorgipfel auf den höchsten Punkt des Puig de s’Alzinar (932 m). Bei klarem Wetter überblickt man von hier aus fast das gesamte Küstengebiet von der Insel Dragonera bis zur Serra de Cavall Bernat bei Cala Sant Vicenc, Ausblicke Richtung Port de Sóller und Port de sa Calobra inklusive. Direkt vor uns wölbt sich das zerrissene Bergland von Moncaira auf, und im Südosten zieht natürlich das urgewaltige Massiv des mit einer Radarkuppel gekrönten Puig Major mit der Penya des Migdia (links) und dem Morro d’en Pelut (rechts) alle Blicke auf sich.
1 h 30 min

Rückweg auf derselben Route.
1 h