Trittsteine

Sa Galera (908 m) – Puig des Teix (1064 m)

Art
Bergtour
Region / Ort
Touren um Sóller / Deià
Schwierigkeit
schwer
Charakter der Tour
lange und sehr abwechslungsreiche Bergüberschreitung mit einigen Passagen, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern. An einigen Stellen ist die Orientierung schwierig – Vorsicht, bei Nebel verirrt man sich auf der Hochfläche zwischen der Galera und dem Caragolí leicht! Schatten beim Auf- und beim Abstieg.
Ausgangsort
Deià (160 m)
Ausgangspunkt
Ortszentrum
Zufahrt
von Andratx oder Sóller auf der Ma-10. Parkplätze neben der Straße am nördlichen Ortsrand (Richtung Sóller).
Bus/Zug
Haltestelle der Linie Valldemossa – Port de Sóller an der Hauptstraße in Deià
Gehzeit
bis 6h
Höhenunterschied
insgesamt ca. 900 m
Höchster Punkt
1064 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bars/Restaurants in Deià
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
ja


Diese Tour empfiehlt sich für Pfadfinder, die im unübersichtlichen Wald- und Grasgelände einen „siebten Sinn“ für die richtige Abzweigung haben. Die ausführliche Wegbeschreibung unterstreicht dies – wer ihr aber folgt, erlebt eine großartige Bergtour mit fantastischen Aussichtspunkten, herrlichen Tiefblicken nach Deià und zum Meer sowie spannenden Wegpassagen. Man kann sich von unten kaum vorstellen, wie man ohne Kletterkünste durch die schroffen Nordwestabstürze der Galera und des Caragolí kommt – und staunt über die verborgenen Pfade, die dies ermöglichen. Die beiden Erhebungen begrenzen das kahle Massiv des Puig des Teix im Norden und im Westen; den Hauptgipfel (und seine beiden Trabanten) kann man in Zuge eines kurzen Abstechers „mitnehmen“. Man sollte sich dafür aber genug Zeit nehmen und eine entsprechende Reserve zum Rasten, zum Genießen des fantastischen Panoramas und womöglich auch für einen „Verhauer“ einplanen. Sicheres Wetter ist die unbedingte Voraussetzung fürs Losmarschieren, denn im Nebel verirrt man sich auf dem 6 km langen, grasig-felsigen Bergrücken nur allzu leicht – und der Puig des Vent macht seinem Namen mitunter alle Ehre! Der Abstieg ist – abgesehen von der Abzweigung nahe dem Caragolí – leichter zu finden als der Aufstieg; außerdem soll er als Etappe des Weitwanderweges GR-221 beschildert werden.
Wegbeschreibung:

Wir starten an der Hauptstraße von Deià, und zwar neben dem Eingang zum Hotel La Residencia. Auf der bergwärts abzweigenden Straße rechts an den Hotelgebäuden vorbei und in Serpentinen hinauf, bis sie wieder flach wird. Bei der dortigen Abzweigung geradeaus und kurz vor dem Straßenende bei einem Haus links über die Rampe eines alten, aufgemauerten Weges ansteigen. Ein Pfad führt neben der Mauer und einer alten Rinne zu einem Wasserbecken, neben dem man eine kleine Mauer erklimmt und links zu einer Asphaltstraße gelangt. Auf dieser nach rechts und in einigen Kehren zwischen Ferienhäusern empor. Bald geht’s auf einem teils betonierten, teils geschotterten Fahrweg weiter, bis gegenüber einem Haus links der alte, stellenweise gepflasterte Weg wieder beginnt. Er führt in den Wald und hinter einem Mauerdurchlass an einem weiteren Gebäude vorbei. Dahinter nach rechts (Steinmännchen beachten) und dann zwischen Oliventerrassen empor. An ihrem oberen Rand links in den Wald und im Zickzack zu einem gedeckten Brunnen empor. Oberhalb davon erreichen wir einen quer verlaufenden Pfad, dem wir nach links folgen (rote Farbzeichen). Bei der folgenden Wegeinmündung wieder links hinauf. Nach einem Zaundurchlass wird es kurz steil, bis man hinter einer Mauer (Durchlass) eine alte Olivenkultur erreicht. Zwischen den Terrassen ansteigen, an einer Steinhütte vorbei und – sich links haltend – zum Waldrand. Unter den Steineichen wird der Pfad flacher und führt um eine Anhöhe herum. Geradeaus an einer Abzweigung vorbei, kurz etwas abwärts und zu einem Mauerdurchlass. Gleich dahinter rechts abbiegen und durch einen Graben empor (viele Steinmännchen). Bei einem Backofen mündet von links ein breiter Weg ein, auf dem wir rechts weitergehen. Bald geht’s nur mehr auf Pfadspuren durch den immer steileren, von niedrigen Felsen begrenzten Graben hinauf. Wo ein weiterer Querweg von links einmündet, wandern wir geradeaus weiter. Links an Hüttenruinen vorbei, einen dritten Querweg überqueren und auf steiniger Trasse auf die bewaldete Anhöhe Sa Bassa (590 m) hinauf. Dort, am Fuße der Felsabbrüche der Galera, gehen wir auf einem breiten, moosigen Weg nach links und erreichen im sanften Abstieg zwischen Köhlerplätzen ein Wasserbecken mit Zisterne.
Davor nach rechts und zu einer nahen Kreuzung an einem Köhlerplatz hinab. Rechts abbiegen, in einer Linkskurve neben einer Hüttenruine links abzweigen und weiter abwärts, bis nach einem großen Köhlerplatz rechts eine Mauer mit Zaun beginnt. Diese überwindet man über eine Leiter (rote Farbzeichen). Dahinter führt ein flacher Weg zu einer Abzweigung, an der wir geradeaus bleiben. Zu einer Steinhütte, kurz darauf nach rechts und an der nächsten Abzweigung geradeaus vorbei. Vorsicht, nun wird das Waldgelände unübersichtlich: Es geht sanft ansteigend zwischen einer verfallenen Hütte und einem großen Felsblock durch, gleich dahinter geradeaus über eine Wegkreuzung und bald weglos auf den Berg zu. Bei einem Köhlerplatz überqueren wir einen Weg und folgen schwachen, schräg nach links verlaufenden Pfadspuren zum Fuß der Felsabstürze. Dort beginnt ein alter, aufgemauerter Weg, der scharf nach rechts durch die schroffe Flanke ansteigt und sich dann durch Geröll empor schlängelt (Steinmännchen, rote Farbzeichen). Schließlich führt der Weg schräg zu einem Mauerüberstieg und im Zickzack zwischen Wandabstürzen auf die bewaldete Anhöhe zwischen der Galera und dem nördlich vorgelagerten Puig des Moro hinauf. Hinter einem Durchlass in der dortigen Mauer wandern wir kurz eben in den felsigen Nordosthang der Galera hinein, überwinden schräge Gesteinsplatten und gelangen ins freie Gelände. Dort führen Pfadspuren links der Gratschneide über einen felsigen Grashang zur Gipfelsäule der Galera (908 m) hinauf.
2 h 30 min

Übergang zum Puig des Teix: Nun sieht man deutlich den Weiterweg, der zunächst über ein kleines Plateau nach Südosten auf einen etwas höheren Rücken führt. Auf diesem wandern wir rechts – in südwestlicher Richtung – etwa 1 km auf die flache Kuppe des Puig des Vent (1005 m). Rote Farbzeichen und Steinmännchen weisen die beste Route zwischen Dissgras und Felsen.
Die Richtung beibehaltend geht’s nun in einen Sattel mit alten Mauern hinab und links neben einer flachen Kuppe zur Hochebene mit dem Font de sa Serp (960 m), über der sich der Nordgipfel Puig des Teix aufbaut. Dort erreichen wir den Fahrweg von den Casetes del Rei Sanxo, dem wir nach rechts folgen. Nach etwa 200 m, auf dem Pla de Mala Garba, zweigt links der steil ansteigende und etwas felsige Pfad auf den Puig des Teix ab; er schwenkt bei einem Sattel rechts zum Hauptgipfel (1064 m) ein.
45 min

Weiter zum Caragolí: Wieder hinab zum Fahrweg, dort jedoch links abzweigen und über die Hochfläche nördlich des Puig des Teix zu einer mächtigen Mauer, die vorne auf einer Leiter und hinten auf Trittsteinen überwunden wird. Dahinter geht’s über eine Felsstufe zur Wegteilung am Racó Perdut hinunter (große Steinpyramide). Von dort wandern wir rechts auf dem Camí de s’Arxiduc, dem Reitweg Erzherzog Ludwig Salvators, auf eine Anhöhe und auf den Puig Gros (938 m). Der folgende Abstieg führt in Kehren in die weite Mulde des Pla des Aritges (908 m), wo wir eine kleine Baumgruppe erreichen (Steinpyramide bei der Einmündung des Weges vom Pla des Pouet). Geradeaus weiter, in zwei Kehren auf einen Hügel und zur Abzweigung unter dem Caragolí. Rechts gelangt man auf einem kurzen Stichpfad auf den Gipfel (945 m, Gedenktafel).
45 min

Abstieg nach Deià: Nach dem Abstieg zum Reitweg folgen wir diesem nach rechts Richtung Valldemossa, bis nach etwa 5 Min. – vor der nächsten Kuppe – auffällige Steinmännchen eine Abzweigung anzeigen. Achtung: hier müssen wir rechts abzweigen und auf einem schmalen Pfad über den breiten, sanft abfallenden Grasrücken auf eine weithin sichtbare Metallstange zugehen. Weiter unten kommen wir an einer weiteren Stange vorbei und etwas steiler zu den ersten Steineichen hinab. Dort nach links und über kleine Felsstufen absteigen – dann stehen wir unvermittelt an der Abbruchkante der Cingles de Son Rul•lan (Tiefblick auf Deià). Bei einer Jagd-Tafel scharf links in den Wald, kurz eben weiter und rechts zu einer Felsplattform. Von dort zieht der Pfad über ein System von schmalen und steilen, aber stellenweise sogar bewaldeten Felsbändern mitten durch die senkrechten Wandabstürze hinab. So überwinden wir die Felsflanke in vier weiten Kehren. Dann geht‘s in vielen Kehren in den Steineichenwald zu einem Köhlerplatz (Hüttenruine) hinunter. Über einen weiteren Köhlerplatz (nicht rechts hinab) und in Serpentinen zu einem dritten Köhlerplatz mit Backofen. Dort nach rechts, an einem Wasserbecken im Fels vorbei und auf einem breiteren Weg abwärts. Bei einem alten Kalkofen links und bei der nächsten Wegeinmündung geradeaus in einen Graben mit alten Olivenkulturen. Eben durch den Hang und zwischen Terrassen zur Mauer des Landguts Son Rul•lan. Direkt vor dem Zufahrtstor scharf nach rechts und auf dem alten, stellenweise verwachsenen Pflasterweg zwischen Terrassen hinab. Ca. 10 Min. nach dem Tor links über Stufen abwärts, am gemauerten Portal der Font de ses Rotes vorbei und im Grasgelände neben dem Torrent Major zu einem Mauerdurchlass. Danach links unter der Ruine des Castell des Moro vorbei, zu einem weiteren Mauerdurchlass (die Metallabsperrung übersteigen) und gegenüber einem Haus zu einem Fahrweg. Auf diesem rechts zu einer Abzweigung, dort geradeaus und bald auf Asphalt zum Hotel Es Molí gegenüber von Deià hinunter. Vor dem Hauptgebäude beginnt der beschilderte Camí de Can Quet, der über eine Treppe zur Ma-10 führt. Auf der Hauptstraße links zur nahen Bushaltestelle unter dem Restaurant Can Quet. Gegenüber führt eine Straße an einer Trafostation vorbei in den Graben unter dem Kirchenberg von Deià. Durch diesen neben dem Bach aufwärts und von der zweiten Abzweigung links über die Brücke ins Ortszentrum von Deià hinauf.
2 h