Trittsteine

Puig de l'Ofre (1091 m) – Na Franquesa (1067 m) – Puig de sa Rateta (1084 m)

Art
Bergtour
Region / Ort
Touren um Sóller / Cúber
Schwierigkeit
schwer
Charakter der Tour
Landschaftlich eindrucksvolle Bergtour. Zum Puig de l’Ofre führen gute Wege und Pfade, der oberste Felsgrat und der Abstieg zum Coll des Cards verlangen allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Bei der anspruchsvolleren Überschreitung des Puig de sa Rateta erwarten Sie kurze steile Felspassagen (Schwierigkeitsgrad 1), wegloses Gelände und einige Stellen, an denen die Orientierung bei Nebel sehr schwierig wird. Bis zum Coll de l’Ofre Wegweiser und Pfosten, dann nur mehr Steinmännchen und gelegentliche Farbpunkte. Nur unten und im Bereich des Puig de l’Ofre Schatten.
Ausgangsort
Sóller bzw. Port de Sóller oder Lluc
Ausgangspunkt
Embassament de Cúber (Cúber-Stausee, 750 m) im Bergland nordöstlich von Sóller
Zufahrt
Auf der Ma-10 von Sóller (19 km) oder aus Richtung Lluc/Pollença; Parkplatz und Bushaltestelle beim Stausee
Bus/Zug
Haltestelle der Buslinie 354 Port de Sóller - Piollença – Alcúdia – Can Picafort
Gehzeit
bis 5h
Höhenunterschied
500 m
Höchster Punkt
1091 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
Unterwegs keine – fürs Picknick deckt man sich am besten in der Markthalle von Sóller oder in der Finca Gourmet (Carrer de sa Lluna) ein.
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
ja

Der 1091 m hohe Puig de l’Ofre zählt zu den schönsten Aussichtspunkten der Serra de Tramuntana, obwohl er – anders als seine Nachbarn – fast bis zum höchsten Punkt bewaldet ist. Wer die Einsamkeit sucht, sollte auch seine beiden nordöstlichen Nachbarberge besuchen: Die Überschreitung des Felskopfs der Na Franquesa erfordert ein bisschen Klettergewandtheit, verspricht aber einen Gang zwischen Himmel und Erde. Links schweift der Blick zur Bergwelt um den Puig Major, rechts zu den kantigen „Zwillingsfelsen“ Puig d’Alaró und Puig de s’Alcadena. Am Puig de sa Rateta (= "kleine Ratte") sammelte man im Winter Schnee, den man dort einfach in drei Felsschlünde warf. Dorthin legte man einen Trockenmauerweg an – auf seiner noch weitgehend bestehenden Trasse wandern wir in den Torrent d’Almedrà hinunter.

Wegbeschreibung:
Auf den Puig de l’Ofre: Auf den Coll de Sóller: Hinter dem Gatter beim Parkplatz neben dem Embassament de Cúber leitet uns der Wegweiser "GR-221 Barranc de Biniaraix" rechts auf einem Pfad zu einem Fahrweg, dem wir nach rechts folgen. Bei einem Pfosten links über die Wiese, eine Wasserleitung übersetzen und auf einem Damm zum Stausee. Dem Nordwestufer entlang, nahe dem unbewirtschaften Refugi de Cúber über das Bachbett des Torrent de Binimorat und zu einem Zaun. Gerade durch das Tor und nach der Beschilderung "Barranc de Biniaraix" auf der Schotterstraße zwischen der Serra de Cúber und dem Puig de sa Rateta taleinwärts. An einem Steingebäude vorbei zur Finca Binimorat. Dort rechts nach der Beschilderung des GR-221 zum Bachbett und auf dem alten, stellenweise gepflasterten Weg durch Kiefernwald aufwärts. Nach einem Köhlerplatz verzweigt sich der Pfad, beide Routen treffen aber knapp unter dem Coll de l’Ofre wieder zusammen. Auf der Schotterstraße rechts in wenigen Schritten zum kleinen Creu de la Pau auf dem Sattel (875 m).
Nun auf der links abzweigenden Schotterstraße ziemlich eben durch den Wald und an großen Felsblöcken vorbei zur Wiese am Coll d'en Poma (887 m). Hier zweigt der Gipfelpfad links ab. Er führt in Kehren durch den Südhang empor und wendet sich weiter oben rechts zum Nordostgrat. Auf diesem nach links, über steile Felsstufen zu einer Gratschulter und links über plattiges Gestein auf den höchsten Punkt (1091 m).
1 h 50 min

Übergang zum Puig de sa Rateta: Zurück über den Nordostgrat, dem man von der Abzweigung weiterhin folgt. Auf der stellenweise mit Gebüsch bewachsenen Schneide geht's abwärts (das Schild „Prohibido el paso“ bezieht sich auf das unterhalb gelegene Jagdgebiet). Weiter unten muss man einen Abbruch rechts auf einer Felsrampe umgehen und erreicht den Coll des Cards (963 m), über den eine Stromleitung zieht.
Von dort geradeaus (nordöstlich) weiter und rechts der Gratkante weglos über kleine Felsstufen bergan. Nach einem steilen Aufschwung erreicht man eine großen Mauer, die man an einer Unterbrechungsstelle übersteigen kann. Über einen Felsabsatz auf den Gipfel des Puig de na Franquesa (1067 m).
Abstieg nach rechts über Felsplatten zu den obersten Steineichen und in die felsige Mulde im Südostabhang. Durch diese geht man so weit hinunter, bis man links durch den Grashang unter den Wandabbrüchen (Pfadspuren) dahingehen kann. Unter einem großen Felsblock vorbei quert man zum Coll des Gats hinüber. Über diesen weiten Sattel zieht eine Mauer. Wir steigen rechts daneben bis zu ihrem oberen Ende an. Dann geht’s nahe dem Grat und durch den steinigen Hang auf das Plateau mit den drei Gipfelkuppen des Puig de sa Rateta. Links haltend über Felsplatten auf den höchsten Punkt (1084 m).
1 h 20 min

Abstieg rechts durch die weite Mulde zwischen dem Süd- und dem Ostgipfel. An ihrem vorderen Rand findet man die Mauerreste eines Schneehauses (Casa de Neu), bei der ein alter, aufgeschichteter Schneesammlerweg beginnt. Er führt in Serpentinen durch einen Felshang in eine weite Mulde hinunter. An ihrem linken Rand durch hohes Gras in steiniges Gelände, in dem der angelegte Pfad wieder sichtbar wird. Oberhalb einer Felsflanke scharf nach rechts und wieder in Kehren durch die Roca mala abwärts (kurze zerstörte Passagen). Am Beginn des Waldes zwingen umgestürzte Bäume zum Ausweichen nach links; der Wegverlauf ist unübersichtlich (grüne Punkte und Pfeile). Vom Coll des Bosc (Schild „Vedat de Caca“) links in ein kleines Tal. Achtung: Nach einer moosbeachsenen Quelle – vor einem Felsaufbau – nach links und etwas aufwärts (nicht im Graben weitergehen). Nach einen schwach ausgeprägten Sattel zu einem Köhlerplatz und auf dem stellenweise wieder gepflasterten Weg unter überhängenden Felswänden zur Wasserleitung im Torrent d’Almedrà hinunter. Auf dem breiten Begleitweg nach links und zum Bachbett hinab. Jenseits steil zu einem Tunnel hinauf und links daran vorbei auf eine Anhöhe. Weiter zur nahen Staumauer und rechts auf der Asphaltstraße neben dem Cúber-Stausee zum Ausgangspunkt zurück.
1 h 10 min
keine Fotos vorhanden