Trittsteine

Puig de l'Ofre (1090 m) – von Cúber

Art
Bergtour
Region / Ort
Touren um Sóller / Cúber
Schwierigkeit
mittel
Charakter der Tour
landschaftlich großartige, aber lange Berg­wanderung auf breiten Wegen und schma­len, stellenweise etwas unübersichtlichen Pfaden. Kurze felsige Passagen im Gipfelbereich – schwindelfrei sollte man aber auch beim Abstieg auf dem Pilgerpfad sein. Wenig Schatten.
Ausgangsort
Embassament de Cúber (765 m).
Ausgangspunkt
der Parkplatz am Stausee neben der Ma-10
Zufahrt
von Port de Sóller mit dem Bus oder per Taxi auf der Ma-10 über Sa Bassa und den Tunel de Monnàber zum Cúber-Stausee bei Km 33,9 (ca. 18 km ab Sóller).
Rückfahrt von Biniaraix nach Sóller mit dem Bus möglich; Rückfahrt von Sóller nach Port de Sóller mit der Straßenbahn oder per Taxi
Bus/Zug
Haltestelle der Buslinie 354 (Port de Sóller – Can Picafort) am Cúber-Stausee. Bushaltestelle in Port de Sóller am Carrer de l'Eglesia (Neben der Kirche). Achtung: Busverbindung nur von April bis Oktober!
Gehzeit
bis 5h
Höhenunterschied
350 m Aufstieg, 1040 m Abstieg
Höchster Punkt
1090 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bar in Biniaraix, Bars und Restaurants in Sóller
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein


Ein »Wander-Klassiker« auf Mal­lorca: Der uralte, liebevoll renovierte Pilgerpfad von Sóller zum Kloster Lluc führt oberhalb von Biniaraix mitten durch einen riesigen Felseinschnitt, über dem der weit hinauf bewaldete Puig de l’Ofre thront. Dieser pyramidenförmige Gipfel ist vom Cúber-Stausee aus relativ einfach zu erreichen – ein versteckter Pfad über den Coll des Cards ermöglicht sogar eine Überschreitung des Berges. Als krönendes Finale bietet sich der lange Abstieg durch den Barranc de Biniaraix an.

Wegbeschreibung:

Aufstieg: Vom Gatter beim Parkplatz neben dem Embassament de Cúber (Cúber-Stausee) folgen wir dem Wegweiser des GR-221 »Barranc de Biniaraix« rechts auf einem Pfad zu einem Fahrweg, auf dem wir nach rechts marschieren. Bei einem Pfosten links über die Wiese und auf einem Damm zum Stausee. Dem Nordwestufer entlang, nahe dem unbewirtschaften Refugi de Cúber über das Bachbett des Torrent de Binimorat und zu einem Zaun. Geradeaus durch das Tor und nach der Beschilderung »Barranc de Biniaraix« auf der Schotterstraße zwischen der Serra de Cúber und dem Puig de sa Rateta taleinwärts zur Finca Binimorat. Dort rechts (Beschilderung des GR-221) zum Bachbett und auf dem alten, da und dort noch gepflasterten Weg zu einem Köh­lerplatz und hinauf zum Coll de l’Ofre, der mit einem schönen Metallkreuz geschmückt ist (Creu de la Pau, 875 m).
1 h

Nun weglos genau Richtung Puig de l’Ofre zum Waldrand. Dort findet man einen Karrenweg, der in Serpentinen ansteigt. Bei der folgenden Abzweigung nach rechts hinauf und bald eben durch den Waldhang.
Achtung: Rechts liegt eine große Wiese, über die ein Pfad zu einer Stromleitung führt. Links über Felsstufen (Mauer) zum Coll des Cards ansteigen und rechts zu einem Leitungsmast. Links erreicht man eine Felsrampe, über die man rechts auf den Nordost­rücken gelangt. Über diesen (stellenweise etwas verwachsen) aufwärts, unter einem Felsaufschwung nach links und quer durch den Hang zu einer Abzweigung: Rechts auf die Gratschulter und links über plattiges Gestein auf den Gipfel des Puig de l’Ofre.
45 min

Abstieg zunächst auf der gleichen Route – von der erwähnten Wegteilung jedoch geradeaus und sehr steil durch den felsigen Südhang hi­nab (blaue Punk­te). Neben einer Mauer und durch flacheres Waldgelände zum Coll d’en Poma. Rechts auf der Schotterstraße abwärts und dann flach – vorbei an großen Felsblöcken – zur Wegteilung knapp vor dem Coll de l’Ofre.
30 min

Rückweg zum Cúber-Stausee auf der beschriebenen Route.
45 min

Abstieg durch den Barranc de Biniaraix:
Wir folgen der Schotterstraße kurz nach links und zweigen nach wenigen Schritten rechts auf den breiten, beschilderten Wanderweg ab. Dieser führt durch eine Maueröffnung und dann in Serpentinen durch den Wald in das Hochtal der Finca l’Ofre hinunter. Wir berühren die Kurve der Schotterstraße (Pfosten) und überqueren sie etwas weiter unten. Der Weg knickt nach rechts (Pfosten) und kurz darauf schwenken wir scharf nach links auf die Straße ein. In einer S-Kurve geht's obergalb der Finca bergab und an einem Aussichtspunkt vorbei. Danach biegen wir in einer Linkskurve rechts auf den Wanderweg ab (Tafel »Barranc de Biniaraix«). Nach links und neben der Finca – vorbei an einem kleinen Wegkreuz – über Stufen zum Finca-Eingang.
Dort beginnt der alte, stellenweise gepflasterte Pilgerweg durch den Barranc de Biniaraix, der bei einem Pfosten nach rechts führt. Wir durchqueren ein Tor und gehen neben dem zeitweise plätschernden Bach in die Schlucht abwärts. Bald erreichen wir eine verfallene Staumauer und die Abzweigung zum Mirador d'en Quesada auf dem Cornador Gran. Geradeaus auf dem breiten, ebenen Weg weiter (Tafel »Barranc de Biniaraix«) und an einem Felsabsatz vorbei (Tiefblick zu einem Wasserfall im Graben). Durch ein weiteres Tor und – etwas ausgesetzt – quer durch die gewaltige Felsflanke über dem oberen Kessel der Schlucht, bis sich der Pflasterweg in vielen Kehren den unteren Kessel hinunterwindet.
Kurz bevor wir die dortigen Olivenkulturen erreichen, lohnt sich ein kurzer Abstecher auf jenem Waldweg, der in einer Rechtskehre (Pfosten) links abzweigt – er führt zum Bachbett und links zum nahen Felskessel des Gorg de Can Catí (zeitweise aktiver Wasserfall).
Der gepflasterte Pilgerweg leitet uns dagegen zwischen Terrassenmauern und an zwei Häusern (Can Silles) vorbei talwärts. Nach einigen Furten bzw. Brücken durch­queren wir S’Estret, die engs­te Passage der Felsschlucht, wo eine kleine Wasserrinne den Weg begleitet. In der Folge sind die Kehren der unteren Streilstufe und weitere Furten zu überwinden. Schließlich geht's ein letztes Mal über den Bach und bald darauf endet der Pilgerpfad beim alten Waschhaus von Biniaraix. Links in den Ort (Bushaltestelle).
2 h 15 min

Zu Fuß klingt die Tour auf der flachen, 2 km langen As­phalt­straße nach Sóller aus – zwischen herrlichen Orangen­gärten unter den schroffen Wand­abstür­zen der Cornadors.
30 min