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Die kurze Runde um Lluc

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren um Lluc / Lluc
Schwierigkeit
leicht
Charakter der Tour
einfache Wanderung mit mehreren Abstechern auf Forststraßen, breiten Wegen und Waldpfaden. Im Bereich des Weitwanderweges GR-221 Beschilderung, sonst gelegentlich Farbpunkte und Steinmännchen. Viel Schatten.
Ausgangsort
Lluc (470 m)
Ausgangspunkt
der große Gebührenparkplatz vor der Wallfahrtskirche (oder der kostenlose Parkplatz des Refugi Son Amer an der Ma-10 bei Km 19,5)
Zufahrt
von der Ma-10 zwischen Pollença und Sóller bei Km 19 (beschildert) – oder von Inca auf der Ma-2130 über Selva und Caimari zur Kreuzung hinter dem Coll de sa Batalla und dort kurz nach rechts zur Abzweigung; großer Gebührenparkplatz vor der Wallfahtrskirche
Bus/Zug
in Lluc Haltestelle der Buslinie 330 (Palma – Lluc) bzw. der Buslinie 332 (Inca – Lluc) sowie der Buslinie 355 Can Picafort – Sa Calobra und der Buslinie 354 Can Picafort – Port de Sóller (diese beiden Linien nur April – Oktober)
Gehzeit
bis 4h
Höhenunterschied
250 m (mit Moleta de Binifaldó 390 m)
Höchster Punkt
686 m (Moleta de Binifaldó 837 m)
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bars/Restaurants in LLuc; Refugi Son Amer
für Kinder geeignet
ja
Rundtour
ja

Lluc, Mallorcas bedeutendstes Heiligtum, liegt in einem weiten Hochtal der Serra de Tramuntana, umgeben von dichten Steineichenwäldern. Möglicherweise deutet dies sogar auf den Namen des Klosters: Im Lateinischen bedeutet „lucus“ sovie wie "heiliger Hain". Tatsächlich handelt es sich hier um einen ganz besonderen Wald, denn zwischen den Bäumen (und den verstreuten Anwesen, die in dieser Einöde wie Oasen der Landwirtschaft wirken) hat die Erosion wundersame Steinfiguren geschaffen. Die bekannteste davon ist das "Kamel" gleich oberhalb des Klosters, aber auch viele andere Felsformationen geben Anlass zu fantasievollen Vergleichen. Dazwischen erheben sich sogar einige Berge, die auch im Schatten der nahen "Tausender" einen Besuch lohnen.

Wegbeschreibung:
Den Auftakt sollte ein Besuch des Puig dels Misteris bilden: Der kleine, aber felsige „Berg der Geheimnisse“, den ein großes Kreuz krönt, erhebt sich gleich hinter der Kirche; er bietet ein wunderbares Panorama über die ganze Umgebung. Zwei kurze, breite Zugangswege führen hinauf – zum „Einstieg“ wendet man sich vor dem Haupteingang des Klosters nach links, biegt an der Ecke des Gebäudes rechts ab und geht am Restaurant vorbei.
30 min hin und zurück

Die Rundwanderung selbst beginnt mit dem etwa 20-minütigen Zugang zum Refugi Son Amer. Wir starten an der Zufahrtsstraße zum Kloster, der wir gegenüber des Tramuntana-Infozentrums Ca s’Amitger nach links folgen (man kann auch vor dem Kloster rechts durch das Tor neben dem Souvenir- und Buchladen gehen; von dort gelangt man auf einem Asphaltweg am Jardí botànic vorbei und dann rechts zur Zufahrtsstraße). Gleich nach einer Brücke zweigt rechts der beschilderte Weg nach Son Amer ab (Leiterüberstieg). Er führt eben an einer alten Mühle vorbei und in Serpentinen auf den bewaldeten Hügel, auf dem die renovierte Wanderherberge steht (547 m).
Von dort folgen wir dem Wegweiser Richtung Pollença. Hinter dem Haus führt ein Stufenweg zur Schotterstraße und zum Parkplatz hinunter. An seinem vorderen Rand gehen wir rechts (Wegweiser „Pollença“) über eine kleine Holzbrücke und gut 200 m neben der Hauptstraße Ma-10, die dann überquert wird. Jenseits durch ein Zauntor, nach rechts und neben dem Zaun parallel zur Straße weiter, bis man über eine kleine Leiter zu einer Schotterstraße gelangt (Wegweiser). Auf dieser nach links (Pfosten) und neben einem kleinen Bach in das breite, flach ansteigende Tal am Fuße des Puig de ses Covasses hinein. Bald geht’s rechts über eine kleine Brücke. Danach links abzweigen und bei der nächsten Kreuzung wieder links weiter. Nach einem Mauerdurchgang steigt der Fahrweg in Kehren durch den Wald an. Zwei Abzweigungen nach rechts bleiben unbeachtet (dazwischen kann man links einen kurzen Abstecher zur renovierten Ermita de Son Amer einschieben). Ebenso lohnend ist es, von der folgenden Wegteilung links zu grasgedeckten Köhlerhütten und einem 5 min entfernten, mit Holzgeländern abgesicherten Mirador über einer Felswand zu gehen (herrlicher Blick über das Hochtal von Lluc und seine Bergwelt).
Der GR-211 folgt dagegen der rechten Schotterstraße, von der wir bald bei einem Holzpfosten rechts auf den Pfad über den Coll de sa Font (680 m, Leiterüberstieg) abzweigen. Gleich nach diesem Waldsattel mündet von rechts ein Fahrweg ein – hier gehen wir links (Wegweiser „Binifaldó, Pollença“) auf dem Gr-221 zum nahen Coll Pelat (686 m) weiter.
1 h 15 min

Dort zweigen wir links ab und wandern auf der Schotterstraße durch den Waldhang abwärts. Wir erreichen ein Tor (Leiterüberstieg) und dahinter den Viver Forestal, die Baumschule des Anwesens Menut. Am Gebäude und einem weiteren Tor (lässt sich links öffnen) vorbei zur Asphaltstraße, auf der wir links zur nahen Ma-10 gehen. Kurz davor lohnt sich links der kurze Abstecher zum Creu dem Menut, einem schönen gotischen Steinkreuz.
Wir folgen der Hauptstraße nun nach links, bis wir nach ca. 150 m rechts auf einen Schotterfahrweg abzweigen. Dies ist der alte, stellenweise noch gepflasterte Königsweg, der in Serpentinen in einen Waldgraben hinabführt. Vorbei an seltsamen Felsformationen (Es Puats), Zypressen und dem Zeltplatz von Lluc erreichen wir schließlich den Sportplatz des Klosters. Rechts übersetzt eine kleine Holzbrücke den Bachlauf – der anschließende Pfad schlängelt sich ein kurzes Stück zwischen Felsformationen und Bäumen zu einer Abzweigung empor: Wir folgen dem Schild „Es Camell“ nach rechts und stehen nach wenigen Schritten vor einem seltsamen, von Karren zerfurchten Steingebilde, das tatsächlich an ein Dromedar erinnert (gleich dahinter findet man eine frei stehende Felsbrücke und einen kleinen Aussichtsplatz über den ausgedehnten Wäldern um Lluc).
Zurück zur Brücke und jenseits rechts auf einem breiteren, ebenen Weg zum Fußballplatz von Lluc, den man auf der rechten Seite überquert. Schließlich gelangt man rechts – vorbei am Botanischen Garten – zu einem Tor, durch das man in den vorderen Innenhof des Heiligtums Lluc gelangt. Das Tor wird abends geschlossen, dann geht man links links zur Zufahrtsstraße.
1 h 15 min

Abstecher auf die Moleta de Binifaldó: Wer ein wenig „Pfadfinderei“ nicht scheut, kann vom Coll Pelat weglos über einen Waldrücken, durch ein Zaunloch und über einige felsige Abschnitte auf die Moleta de Binifaldó (837 m) steigen. Von diesem Gipfel, auf dem ein Sendemast steht, genießt man eine schönen Blick über das Gebiet um Lluc, zu den hohen Bergen der Umgebung und in die Ebene hinaus. Auf derselben Route geht’s wieder zum Coll Pelat hinab.
zusätzlich 45 min hin und zurück