wandern mallorca

Puig Tomir (1104 m) – von Lluc

Art
Bergtour
Region / Ort
Touren um Lluc / Lluc
Schwierigkeit
schwer
Charakter der Tour
lange und anspruchsvolle Bergtour mit einer langen Aufstiegsstrecke und einer Gegensteigung beim Rückweg. Zwei kurze Felspassagen sind mit Stahlseilen gesichert. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gutes Orientierungsvermögen sind notwendig. Wegweiser bzw. Markierungspfosten nur im Bereich des Weitwanderweges GR-221, Beschilderung auch nahge der Finca Alcanella; sonst Steinmännchen und einzelne Farbpünkte. Schatten nur im unteren Bereich.
Ausgangsort
Lluc (470 m)
Ausgangspunkt
der große Parkplatz vor dem Kloster (gebührenpflichtig) oder der Parkplatz des Refugi Son Amer an der Ma-10 bei Km 19,5)
Zufahrt
von der Ma-10 zwischen Pollença und Sóller bei Km 19 (beschildert) – oder von Inca auf der Ma-2130 über Selva und Caimari zur Kreuzung hinter dem Coll de sa Batalla und dort kurz nach rechts zur Abzweigung; großer Parkplatz vor dem Kloster
Bus/Zug
Bushaltestelle in Lluc
Gehzeit
bis 5h
Höhenunterschied
inklusive der Gegenanstiege ca. 900 m
Höchster Punkt
1104 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bars/Restaurants in Lluc; Refugi Son Amer
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
ja


Der nordöstlichste "Tausender" der Serra de Tramuntana wird gern und oft von Binifaldó aus erstiegen – auf einem kurzen, aber recht "alpinen" und an zwei Stellen mit Stahlseilen gesicherten Aufstiegsweg. Viel länger, aber auch ungleich erlebnisreicher ist diese Rundtour, die bereits in Lluc beginnt und durch das vielgestaltige, aber über weite Strecken ganz einsame Umland des großen, kahlfelsigen Berges führt.

Wegbeschreibung:

Unsere Tour beginnt im vorderen Innenhof des Klosters, und zwar beim Tor rechts neben dem Buchladen. Dahinter gehen wir auf einem Asphaltweg zur Abzweigung zum Jardí botànic de Lluc und geradeaus neben dem Gerinne weiter, bis man links zum Sportplatz gelangt. Über das Gelände und links zu einem breiten Schotterweg, der neben dem Bachbett dahinführt. Die kleine Brücke links ignorieren und hinter dem Zeltplatz vorbei in ein bewaldetes Tal, in dem wir Zypressen und seltsamen Felsformationen (Es Puats) entdecken. Der stellenweise gepflasterte Weg steigt steiler an und führt in Kehren zur Straße Ma-10 hinauf. Neben der Fahrbahn kurz nach links, bis wir beim beim Schild „Menut i Binifaldó“ auf die rechts abzweigende Asphaltstraße einschwenken. Nach wenigen Schritten lohnt sich rechts der kurze Abstecher zum Creu de Menut, einem gotischen Steinkreuz.
Vor der nahen Finca Menut gehen wir durch das rechte Tor, das sich rechts öffnen lässt. Vorbei am Viver forestal (Baumschule) zu einem weiteren Tor (Leiterüberstieg) und auf der Schotterstraße durch den Waldhang zum Coll Pelat (686 m) hinauf. Links auf der Schotterstraße zum nahen Coll des Bosc Gran und ca. 200 m talwärts. Dann bei einem Wegweiser links auf den schmalen Camí des Porxo abzweigen und durch den Südosthang der Moleta de Binifaldó zum Coll des Pedregaret hinüber. Dort erreicht man eine Mauer (Überstieg); dahinter liegen die geschlossene Wasserabfüllanlage Agua Binifaldó (Font des Pedregaret) und ein Parkplatz.
1 h

Der Gipfelweg auf den Puig Tomir beginnt neben dem Tor der Abfüllanlage, wo zwischen Zaun und Mauer (Wegweiser). Wir gehen neben dem Zaun in den Steineichenwald hinauf, oberhalb des Werksgeländes nach rechts und durch den felsigen Steilhang rechts der großen Schutthalde zu den letzten Bäumen hinauf. Am Fuße eines Felsturms nach links (roter Pfeil), kurz abwärts und durch stellenweise rutschiges Gelände ansteigen. Nach der Querung einer Geröllrinne rechts steil zum oberen Ende der großen Schutthalde hinauf, weiter durch eine grasige Rinne und über steile Felsstufen (Stahlseil). Durch einen Einschnitt zur nächsten Schutthalde, rechts daneben empor und über gestuftes Gestein in eine kleine Mulde. Darüber baut sich eine 20 m hohe Felsbarriere auf, die mit Hilfe von Stahlseilen und Eisenklammern überwunden wird. So erreicht man ein grasiges und felsdurchsetztes Kar, aus dem der Pfad zu einem flachen Sattel zieht.
Von dort links über flache Platten und zerklüftetes Gestein in eine weitere Senke (Steinmännchen beachten!) und über den felsigen Südwestrücken auf den Gipfel (Vermessungssäule).
1 h

Wir gehen zunächst weglos über das Geröll und Felsplatten des Gipfelplateaus zu den schon sichtbaren Ruinen der Casa de Neu an seinem unteren Rand. Weiter hinab zum rechten der drei deutlich erkennbaren Rücken unterhalb des „Schneehauses“ (Steinmännchen). Dort beginnt der alte, stellenweise noch aufgemauerte Pfad der Schneesammler, der sich in flachen Kehren zu einem Absatz mit einer Metallstange hinabschlängelt. Nach links und weiter in Serpentinen abwärts, bis sich die Trasse verliert. Achtung: Zuvor kann man zwischen zwei Steinmännchen nach links und über einige Felsstufen in eine Grasmulde absteigen. Dort nach rechts und auf Pfadspuren zu einem alten Zaun. Darunter durch und zu einem flachen Rücken, der zum Sattel Coll des Puig des Ca (direkt vor der Felswand des gleichnamigen Berges) zieht.
Dort erreicht man einen breiten Weg, auf dem man rechts (nach Süden) zu einer Mauer und einem Grasboden absteigt. Im Rechtsbogen zu einem Aufforstungsgebiet und auf betonierter Trasse zur Hochebene der Finca Miner Petit hinab. Nach einem Zauntor bleiben Sie rechts auf der Straße, die sich nach wenigen Schritten neuerlich teilt. Rechts (nach Westen) abzweigen und auf dem Fahrweg über den Coll de l’Arena, durch eine Mauerlücke und über die flache Hochfläche bis zum Ende des Fahrweges.
Der anschließende Pfad ist stellenweise wenig ausgetreten, da und dort aber sogar gepflastert. Er führt in gleicher Richtung weiter zu einem Zaunüberstieg. Dann geht’s sanft bergab und rechts über einem tief eingeschnittenen Tal vorbei.
Wir wandern geradeaus in den Taleinschnitt zwischen dem Tomir-Massiv und dem kleinen Puig d’en Boix. Vorbei an einigen Köhlerplätzen und durch hohes Dissgras gelangen wir in die linke Seite des Hochtals, wo einige Felsblöcke zu überklettern sind. Der Weg führt bergab, an zwei hundertjährigen Steineichen vorbei und durch eine kleine Felsschlucht.
Dann stoßen wir auf den Zaun der Finca Alcanella, den wir rechts auf einem Leiterüberstieg überwinden. 2 min später folgt ein weiterer Überstieg, hinter dem wir auf einen Fahrweg treffen. Auf diesem umgehen wir das Anwesen weiträumig durch flaches, felsiges Waldgelände, wo er dreimal von einem schmalen Pfad gequert wird. Danach geht’s über eine Bachfurt und in sanft ansteigenden Serpentinen durch freiere Hänge. Knapp 1 km nach der Finca endet der Fahrweg. Wir folgen dem anschließenden Pfad an einer Mauer vorbei und durch einen bewaldeten Graben hinauf. Nach drei Köhlerplätzen wird der Weg wieder breiter, aber auch grobsteinig. In Kehren erreichen wir flacheres Waldgelände, in dem unsere Route bei einem Markierungspfosten in den Weitwanderweg Gr-221 einmündet.
2 h

Auf diesem links über den nahen Coll de sa Font (Mauer mit Zaun, Leiterüberstieg), bei der folgenden Abzweigung nach links und bei der nächsten Wegteilung (Pfosten) geradeaus zu einem Fahrweg hinab. Auf diesem lohnt sich ein kurzer Abstecher nach rechts zu renovierten Köhlerhütten und einem Aussichtspunkt, der einen schönen Blick über das Hochtal von Lluc bietet. Der Abstieg Richtung Son Amer/Lluc führt dagegen nach links hinunter, wobei wir bei den folgenden Abzweigen stets geradeaus bleiben. Nach einem Mauerdurchlass erreichen wir flaches Kulturland. Bei der folgenden Kreuzung nach rechts einschwenken (Pfosten) und zu einem Querweg, der rechts über eine kleine Brücke führt. Neben dem Bachlauf zu einem Zauntor vor der Ma-10, davor rechts abzweigen (kleine Leiter) und neben dem Zaun paralell zur Straße weiter, bis man sie nach einem kleinen Tor überquert. Jenseits nach rechts und über eine Holzbrücke zum Parkplatz unter dem Refugi Son Amer. Nach der Beschilderung zur Zufahrtsstraße, auf dieser nach links (Wasserleitung) und bald rechts den Stufenweg zur nahen Herberge hinauf.
Hinter dem Refugi führt der beschilderte Weg nach Lluc durch Steineichenwald abwärts (Tor) und neben der alten Mühle zur Zufahrtsstraße zum Kloster. Auf dieser links zum Parkplatz von Lluc.
1 h