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Rund um den Puig Roig

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren um Lluc / Lluc
Schwierigkeit
mittel
Charakter der Tour
Lange, aber relativ einfache Bergwanderung auf Straßen und einem schmalen, aber schön angelegten Weg zwischen einsamen Bergen und hoch über der Nordwestküste; an kurzen Passagen ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig. Nur mit einzelnen Steinmännchen markiert, aber fast überall gut zu finden. Kaum Schatten.
Ausgangsort
Lluc (480 m)
Ausgangspunkt
Der vordere Innenhof vor dem Haupteingang der Wallfahrtskirche (Bar/Restaurant, Klosterladen).
Zufahrt
von der Ma-10 zwischen Pollença und Sóller bei Km 19 (beschildert) – oder von Inca auf der Ma-2130 über Selva und Caimari zur Kreuzung hinter dem Coll de sa Batalla und dort kurz nach rechts zur Abzweigung; großer Gebührenparkplatz vor dem Kloster.
Man könnte aber auch an der Ma-10 bei Km starten, dort befinden sich neben der Straße Parkmöglichkeiten für 3 - 4 Autos.
Bus/Zug
Haltestelle der Buslinien 254 und 355 (Can Picafort – Port de Sóller bzw. Sa Calobra) am Parkplatz
Gehzeit
bis 6h
Höhenunterschied
500 m
Höchster Punkt
680 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine, Bar/Restaurant in Lluc
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
ja

Die Wander-Umrundung des 1003 m hohen Puig Roig im Norden von Lluc ist leider seit vielen Jahre nunr am Sonntag möglich – unter der Woche sperren die Besitzer der umliegenden Fincas ihr Gelände. Doch das ist nur ein Grund dafür, dass man auf dieser Route selten allein unterwegs sein wird. Der andere ist die landschaftliche Schönheit und Vielfalt dieser Region: Auf dieser Tour erlebt man gepfegte Kulturlandschaft und wilde Urnatur, entdeckt wilde Felsgipfel und schroffe Küstenabschnitte, ein "Höhlenhaus" vor einer Felswand und eine Kaserne, die einst zur Eindämmung des Schmuggler-Unwesens erbaut wurde. Den Schmugglern verdankt man übrigens den gesamten Weg rund um das Massiv – die sauber aufgemauerte Trasse, die heute ein geradezu gemütliches Dahinwandern erlaubt, erleichterte auch den Transport illegal gehandelter Waren ...

Wegbeschreibung:
Zugang zur Finca Mossa: Die Tour beginnt im vorderen Innenhof des Heiligtums, und zwar beim Tor rechts neben dem Buchladen. Dahinter geht man auf einem Asphaltweg zur Abzweigung zum Jardí botànic de Lluc und geradeaus (Wegweiser "Es Camell, Puig Tomir, Pollença") neben dem Gerinne weiter, bis man links zum Sportplatz gelangt. Über das Gelände und links zu einem breiten Schotterweg, der neben dem Bachbett dahinführt. Links abzweigen und über eine kleine Brücke, dann geht's auf einem anfangs nicht gut kenntlichen Weg zwischen Felsen in den Steineichenwald hinauf. Bald wird die Trasse besser und man ereicht die beschilderte Abzweigung zum "Camell" – angesichts der Tourenlänge sollte man sich die Besichtigung dieses Felsmonuments für später aufheben.
Also geradeaus weiter und bald flach zur nächsten Gabelung. Links abbiegen (Wegweiser "Es Pixarells"), kurz eben durch den Wald zu einem Aussichtsplatz und in Kehren in ein kleines Tal hinab. Auch dort säumen seltsame Felsgestalten den Weg. Bald wandern Sie in sanft ansteigenden Kehren zur Àrea recreativa es Pixarells (Picknickplatz mit Hütte).
Nun entweder zur nahen Straße Ma-10 und auf dieser nach links zu den nahen Picknickplätzen Menut I und II – dorthin führt jedoch auch ein direkter, verwinkelter und mit gelben Farbpunkten gekennzeichneter Waldpfad. Von den beiden Picknickplätzen, die beiderseits der Fahrbahn liegen, muss man knapp 2 km auf der Straße Richtung Pollença marschieren bis zur Zufahrtsstraße der Finca Mossa marschieren (Km 15,3). Dort biegt man links ab, überwindet den Leiter-Überstieg neben dem Tor (Infotafel, ab hier nur sonntags erlaubt) und geht auf der betonierten Fahrbahn sanft abwärts. Auf einer einmündenden, sandigen Schotterstraße nach rechts und eben zwischen Olivenhainen im Bogen auf die Finca Mossa zu; bei einer Abzweigung hält man sich rechts nach der Beschilderung "Puig Roig".
1 h 15 min

Zum Pas d'en Segrarra: Kurz vor dem Gebäude zweigt man rechts ab (ebenfalls Wegweiser, Tor), steigt neben dem Zaun über Stufen durch den Waldhang an und wendet sich bei einem weiteren Tor wieder nach links. Oberhalb der Finca erreicht man einen schön aufgemauerten Weg, der durch eine Mauerlücke und im sanften Anstieg quer durch die Gras- und Felsflanken des Puig Caragoler führt. Nach einer Mulde geht's hoch über dem Talboden dahin – der Weg ist aber überall breit genug für ein entspanntes Dahinwandern. Schließlich erreicht die Route flaches Grasgelände und die breite Senke des Coll des Ases ("Eselspass", 627 m).
Der Weg ist bald wieder gut ausgeprägt und zieht nun – im sanften Auf und Ab – durch die Abhänge des Puig Roig nach Nordwesten, dem Meer entgegen. Rechts unten liegt das einsame Tal des Torrent de s'Esmorcador, links oben sieht man den felsigen Gipfelaufbau. Vornei an einer steinernen Viehrtänke erreichen Sie den Pas d'en Segrarra (680 m), eine Art Kanzel hoch über der wilden Nordwestküste ("Blickfang" im Westen ist das dreieickige "Kuhmaul" des Morro de sa Vaca nahe der Mündung des Torrent de Pareis).
1 h

Dort wendet sich der Weg nach links und führt sogleich flach durch eine hohe Felsflanke im Norden des Puig Roig. Nun folgt eine wahre Panoramastrecke: Der Puig Major beherrscht die Landschaft, tief unten das Meer und dazwischen ein alter Wachturm auf einem Felskopf (Torre de Lluc). Es geht durch die Grashänge unterhalb des Puig Roig sanft abwärts. An einer etwa 1,5 m hohen Felsstufe ist der Weg für wenige Meter zerstört (kurz abklettern oder runterrutschen), dann wandert man wieder problemlos unter der Roca Roja, einem Vorgipfel, weiter. Nach etwa 1 h (Zaundurchlass) wird das Quarter dels Carabiners (die einstige, inzwischen renovierte Polizeikaserne) sichtbar. Nun führt der Weg nach links durch die Grashänge über einem Graben (Steinmännchen beachten!) und schließlich (weiterer Zaundurchlass) mit einem kurzen, steilen Schutt-Abstieg zur Sandstraße, die zur Kaserne führt.
Man folgt ihr nach links kurz aufwärts zum "Höhlenhaus" Es Cosconar. Gleich danach schlängelt sich die Straße in vielen Kehren talwärts (Tor, einige Mauerdurchlässe). Rechts – unter dem Puig Major – erkennt man den schmalen Felseinschnitt des Torrent de Gorg Blau, links oben zeigt sich das Puig-Roig-Massiv tatsächlich mit roten Felsen. Man erreicht den Talboden im Oberlauf des Torrent de Lluc und schließlich nach einer Brücke die Finca Son Llobera. Dahinter wandert man auf der nunmehr asphaltierten Straße das ebene Hochtal Clot d'Albarca. Man hält an seinem südlichen Ende rechts auf das gleichnamige Landgut zu und zweigt davor links ab. Dann geht's endgültig in die Waldhänge um Lluc hinauf – in weiten Kehren, die sich an einigen Stellen auf alten Pfaden abkürzen lassen. Nach einer Brücke über eine kleine Schlucht rechts zum Heiligtum und links zum dortigen Restaurant.
3 h 45 min