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Torrent de Pareis – Schluchtdurchquerung im Aufstieg

Art
Bergtour
Region / Ort
Touren um Lluc / Port de sa Calobra
Schwierigkeit
schwer
Charakter der Tour
Einer der "Tourenklassiker" auf Mallorca und ein ganz großes Naturerlebnis! Wer die 3 km lange Riesenschlucht des Torrent de Pareis im Aufstieg, also von der Mündung bei Port de sa Calobra aus erkundet, kann so weit in den engen Felsschlund, wie Lust, Kondition und Kletterkönnen eben reichen.
Ausgangsort
Port de sa Calobra
Ausgangspunkt
Parkplatz beim Hafen
Zufahrt
von der Ma-10 auf der beschilderten, berühmt-berüchtigten Zufahrtsstraße nach Sa Calobra, die über einen Sattel und zahllose Kehren zum Meer hinunterführt. Im Sommer meist sehr viel Betrieb!
Bus/Zug
Linien 354 und 355, nur April – Oktober, nicht sonntags
Schiff ab
Gehzeit
bis 7h
Höhenunterschied
200 m
Höchster Punkt
180 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine, Bars und Restaurant in Port de sa Calobra
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein
Grundsätzlich ist es besser, den Torrent de Pareis im Aufstieg zu erkunden. Man kann dann auf dem gleichen Weg wieder zurückkehren und kennt schon alle Hindernisse – was man bergauf bewerkstelligt hat, schafft man wohl auch im Retourgang. Außerdem gibt es mit dem Wasserstand in der Schlucht keine bösen Überraschungen. Gibt es im Mündungsbereich und an den ersten Wasserstellen im Schutt Schwierigkkeiten, die sich nicht umgehen lassen, dann sollte man die Tour auf jeden Fall abbrechen – dann muss in der Schlucht selbst im eiskalten Wasser geschwommen werden.
Von Escorca ist es zeitlich nicht möglich, mit dem Bus nach Port de sa Calobra zurückzukehren. Man kehrt also am besten ab S'Entreforc ´wieder zum Ausgangspunkt zurück oder organisiert sich oben an der Ma-10 eine Abholung mit dem Auto.

Wegbeschreibung:
Vom Parkplatz in Port de sa Calobra geht's zum nahen Hafen und auf dem Promenadenweg (zwei Tunnels) in den Mündungsbereich des Torrent de Pareis. Wir folgen dem Bachbett etwa 15 min., bis wir zum ersten großen Wasserbecken gelangen (links umgehen). Dahinter beginnt der der spektakulärste Abschnitt der Schlucht: Nach weiteren 15 min. kommt man an der Font des Degotís, einer Tropfquelle auf der rechten Seite, vorbei. Kurz darauf muss man ein weiteres Wasserloch überwinden, dann folgt die erste Kletterpassage, der Pas de S'Estaló. Dahinter heißt es "Grassos estrenyeu-vos" (Dicke, macht euch dünn) – das ist die nächste Engstelle. Wenige min. später durchquert man links eine Felskluft, dann wird der nächste Tümpel umgangen. Die Schlucht weitet sich etwas, wir kommen an der Cova des Romagueral vorbei. 5 min. danach verlässt man das Bachbett für ein kurzes Stück nach rechts.
Nun geht's etwa 1 h durchs Geröll des engen Talgrunds weiter, wobei man immer wieder Ausschau nach den besten Duchstiegsmöglichkeiten halten muss – an einigen etwas unübersichtlichen Stellen umgeht man das Bachbett rechts oder links, sonst muss man ein wenig klettern. Zuletzt erreichen wir zwei abschüssige Felsrampen und riesige Felsblöcke, in die Stufen geschlagen wurden. Nach der Umgehung der beiden letzten Wasserlöchern folgt die finale Kletterpassage. 10 min. danach stehen wir an der Gabelung der Schlucht, der Entreforc.
3 h

Vor der Rückkehr nach Port de Sa Calobra sollte man unbedingt die rechts einmündende Seitenschlucht Sa Fosca besuchen. Sie bildet den untersten Bereich des Torrent des Gorg Blau, der exponiertesten Schlucht Mallorcas. Man kann etwa 10 min. weit in diese dunkle Unterwelt vordringen, dann wird es zu steil und zu rutschig - besondere Vorsicht!
30 min.

Rückweg wieder durch die Schlucht.
2 h 30 min. – 3 h

Wer nach Escorca hinaufsteigen möchte, folgt dem linken Talgrund, dem breiteren Torrent de Lluc etwa 100 m weit. Dort führt rechts ein verwachsener Pfad oberhalb des Bachbetts weiter. Nochmals 50 m im Talgrund dahin, dann erfolgt der "Ausstieg" nach rechts. Ein stellenweise steiniger und verwewachsener Pfad schlängelt sich in Kehren durch den kahlen Grashang (schöne Tiefblicke) bis zum Wald nach oben. Dort nach rechts, ein Gatter durchqueren und neben einer Trockensteinmauer einem Feld entlang. Nach einem letzten Gatter erreichen wir Escorca und damit die Küstenstraße Ma-10.
1 h 15 min. ab S'Entreforc
keine Fotos vorhanden