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Torrent de Pareis – die »Schnuppertour«

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren um Lluc / Port de sa Calobra
Schwierigkeit
schwer
Charakter der Tour
Spannende Schluchtwanderung, die absolute Trittsicherheit voraussetzt. Bademöglichbeit am Kiesstrand bei der Mündung der Schlucht und in Port de sa Calobra. Stellenwei­se Schatten
Ausgangsort
Port de sa Calobra
Ausgangspunkt
Schiffsanlegestelle am Ende der Sa-Calobra-Straße
Zufahrt
von der Ma-10 zwischen Sóller und Lluc auf der bei Km 29,2 abzweigenden Sa-Calobra-Straße. Diese 12 km lange und gut ausgebaute, aber sehr kurvenreich durch steiles Felsgelände führende Straße ist in der Hochsaison sehr stark befahren (oft Stau hinter Bussen). Parkplatz und Bushaltestelle am Ende der Straße.
Bus/Zug
Endstation der Buslinie 355 (Can Picafort – Pollença – Lluc – Sa Calobra (Achtung, die Busse verkehren nur von April bis Ende Oktober!)
Gehzeit
bis 3h
Höhenunterschied
geringfügig
Höchster Punkt
20 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bars und Res­taurants in Port de sa Calobra
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein


Der Torrent de Pareis gilt als eines der größten Naturwunder im gesamten Mittelmeerraum. Die 4 km lan­ge und bis zu 300 m tiefe Felskerbe nordwestlich von Lluc wurde zum monument natural erklärt. Gute Bergsteiger durchqueren sie von Escorca bis zur Mündung bei Port de sa Calobra. Dies ist ein abenteuerlicher 5-h-Abstieg, bei dem mehrere Kletterpassagen und unzählige glatt polierte Felsblöcke zu überwinden sind. Nach Regenfällen sind die tiefen Be­cken der Schlucht mit eiskaltem Wasser gefüllt – dann heißt es schwimmen. Ohne entsprechendes Kletterkönnen und alpine Erfahrung kann man im Torrent de Pareis jedenfalls rasch in Schwierigkeiten geraten: Jedes Jahr passieren schwere Unfälle. Allen Gefahren entgeht man, indem man von unten in die Schlucht vordringt, so weit der Mut eben reicht.

Wegbeschreibung:

Von der Schiffs­anlegestelle in Port de sa Calobra gelangt man auf einem ausgebauten Küstenweg in 10 min durch zwei Fußgängertunnels in den felsigen Mündungsbereich der Schlucht. Links geht’s zum Kiesstrand, rechts gelangen wir auf Schotterbänken neben einigen (manchmal auch ganz ausgetrockneten) Tümpeln in den vorderen Schlucht­bereich.
Das ers­te Wasserbecken und den riesigen Felsblock dahinter umgehen wir links (Gebüsch und Durchschlupf unter Steinblö­cken). Dann kraxeln wir mühsam über Geröll weiter, vorbei an Höhlen und einem auffälligen Felszacken. Nach der grün umwucherten Tropf­quelle Es Degotís muss man größere Blöcke überklettern und den besten Durchstieg suchen. Das erste wirkliche Hindernis bildet ein glatt gescheuerter Stein in einer Kluft auf der rechten Seite. Dahinter erreicht man den engsten Teil des Torrent de Pareis, wo die hohen Felswände bis auf wenige Meter zu­sammenrü­cken. Bei einem Was­serbecken vor einer hohen Felsbarriere heißt es dann umkehren.
1 h 30 min

Rückweg 1 h – 1 h 30 min