wandern mallorca

Sa Mola de s'Esclop (928 m) – von der Finca Galatzó

Art
Bergtour
Region / Ort
im Südwesten / Es Capdellà
Schwierigkeit
schwer
Charakter der Tour
anspruchsvolle, aber landschaftlich großartige Bergtour mit einem anstrengenen Aufstieg. Die Route verläuft erst auf auf einer Schotterstraße, dann auf schmalen Pfaden und stellenweise auch durch wegloses, verwachsenes und felsiges Gelände; im Gipfelbereich ist eine kurze Kletterpassage im Schwierigkeitsgrad I zu meistern. Bei Nebel nur schwer zu finden! Wenig Schatten.
Ausgangsort
Es Capdellà (160 m) zwischen Andratx, Peguera und Calvià.
Ausgangspunkt
der Torrent de Galatzó nördlich von Es Capdellà.
Zufahrt
von Es Capdellà auf der Ma-1032 Richtung Galilea/Puigpunyent; vor der Brücke zwischen km 2 und km 3 links auf die Schotterstraße abzweigen (Tafel „Finca Pública Galatzó“) und ca. 500 m zum Parkplatz vor dem Tor der Finca.
Bus/Zug
Bushaltestelle in Es Capdellà. Von dort wandert man zu Fuß auf dem anfangs asphaltierten, dann geschotterten Carrer de Galatzó in 1 h zur Finca Galatzó.
Buslinie 110A, 110B und 111
Gehzeit
bis 6h
Höhenunterschied
850 m
Höchster Punkt
928 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bars/Restaurantts in Es Capdellà
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein


Sa Mola de s’Esclop, der große „Holzschuh“ zwischen Es Capdellà und Estellencs an der Nordwestküste, zeigt sich von allen Seiten als felsiger Buckel. Ein magischer Berg, auch wenn seine Gipfelhöhe unter 1000 m liegt! Und ein Berg der Wissenschaft: Nahe dem höchsten Punkt überraschen noch heute die Reste einer Steinhütte, die der französische Mathematiker François Aragó anno 1808 für Vermessungstätigkeiten benützte. Dabei wäre der berggängige Forscher als vermeintlicher Spion Napoleons beinahe ermordet worden.
Seit einiger Zeit empfiehlt sich neben dem Anstieg von der der Nordwestküste über die Coma d’en Vidal, in der eine Wanderherberge entsteht, auch der längere Zugangsweg von der Finca Galatzó. Der einst völlig verwachsene Steig wurde vom Gebüsch befreit. Gutes Orientierungsvermögen und ein wenig Klettergewandtheit bleiben aber weiterhin Voraussetzung im entlegenen Gelände zwischen dem Puig dem Galatzó und dem Esclop und beim finalen Anstieg durch den Felsgürtel des Gipfelplateaus.

Wegbeschreibung:

Zum Pou de ses Sínies: Wir starten entweder am Eingangstor (Infotafel über die Wanderwege des Gebiets und die Öffnungszeit) und auf der kaum ansteigenden Schotterstraße ins bewaldete Tal des Torrent de Galatzó hinein. Über zwei Furten und beim kleinen Haus Ca l'Amo en Biel (hinterer Parkplatz) Haus links abzweigen. Über eine Brücke zur nächsten Abzweigung, dort geradeaus weiter zur nahen Einmündung der Schotterstraße von Es Capdellà. Geradeaus weiter (Wegweiser "Cases de Galatzó"), an der nächsten Abzweigung vorbei zu den Gebäuden der Finca Galatzó (180 m).
30 min

Auf die Mola de s'Esclop: Geradeaus unter der Veranda des Gutshofs durch (Pfosten mit oranger Farbe) und auf einem Schotterfahrweg zwischen Mauern taleinwärts in den Comellar de ses Sínies. Bei den beiden folgenden Abzweigungen bleiben wir geradeaus; dazwischen geht’s über eine Furt. Nach einer kleinen Anhöhe (Wasserbecken) folgt ein sanfter Abstieg, dann wandern wir neben dem Bachbett durch den gewundenen Torrent de Galatzó weiter. Wir passieren einen Mauerdurchlass und gelangen zu einem restaurierten Köhlerplatz mit Meilern und grasgedeckten Hütten. Ein kurzes Stück weiter taleinwärts, zwischen den Felsabstürzen des Puig de Galatzó und der Mola de s‘Esclop, steht der alte Brunnen Pou de ses Sínies.
10 m vor dem Brunnen zweigen wir rechts ab, überqueren das Bachbett und wandern auf einem sanft ansteigenden Weg unter Kiefern bis zu einer Teilung des Tals. Geradeaus unter einer felsigen Kuppe in den linken Graben (Steinmännchen, rote Punkte) zu einer einzelnen Kiefer (roter Punkt). Danach scharf rechts und auf den Resten eines angelegten Weges im sanften Anstieg durch den mit viel Ginster bewachsenen Hang, vorbei an einer steinernen Viehtränke. Bei einer weiteren einzeln stehenden Kiefer (blauer Punkt) nach links und unterhalb der Felsen auf eine Anhöhe. In der Folge schlängelt sich der Pfad durch eine steile Mulde mit einzelnen Kiefern gegen die Serra des Pinotells empor. Wir halten nach links auf die Felsen zu und erreichen auf etwa 600 m Seehöhe – unter einem Wandabsturz – einen quer verlaufenden Pfad (Steinmännchen). Prägen Sie sich vor allem diese Abzweigung für den Rückweg ein!
Auf diesem Pfad nach links und in Serpentinen durch den Grashang (Steinmännchen, gelbe Farbzeichen) zu einem Sattel hinauf. Rechts steht eine Mauer mit Drahtzaun, hinter der die Coma d’en Vidal liegt. Wir steigen jedoch links davon zwischen Bäumen zur ebenen S'Esplanada (Pla de s’Esclop) an. Links erkennen wir die Ruine der Caseta de s’Esclop, rechts erhebt sich der markante Felskopf des Castellet (auch Penya Blanca genannt).
Weiter geht’s zum Coll de sa Font des Quer (737 m). Links der teilweise zerfallenen Mauer, die direkt zum Esclop führt, wandern wir auf verzweigten Steigspuren bergauf. Dann links durch den steilen Hang zum grasdurchsetzten Mittelteil seiner Felsflanke, der über mehrere kurze Gesteinsstufen erstiegen wird (Steinmännchen beachten). Oben nach links und über das steinige, sanft ansteigende Hochplateau zur Vermessungssäule auf dem höchsten Punkt des Esclop (928 m). Weiter nach Süden zur nahen Hüttenruine und zu einem Vorgipfel, von dem man den besten Ausblick nach Süden genießt.
2 h

Der Abstieg erfolgt auf derselben Route.
2 h 30 min