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Der alte Pilgerweg von Caimari nach Lluc

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren im Raiguer / Caimari
Schwierigkeit
leicht
Charakter der Tour
einfache Streckenwanderung auf einem historischen, streckenweise gepflasterten und von der Mauerbauerschule restaurierten Pilgerweg. Dazu müssen kurze Straßenabschnitte begangen werden; immer wieder Schatten.
Ausgangsort
Caimari (189 m)
Ausgangspunkt
Ortszentrum
Zufahrt
auf der Ma-2130 von Inca.
Bus/Zug
Buslinie 330 Palma – Bahn nach Inca – Selva – Moscari – Lluc

Gehzeit
bis 3h
Höhenunterschied
mit Gegenanstiegen knapp 600 m
Höchster Punkt
615 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
Bar/Restaurant Coll de sa Bataia am Coll de sa Batalla, die Restaurants Can Gallet und Es Guix (letzteres etwas absteits der Route) in der Urbanisation Es Guis, Refugi de Son Amer (Essen und Nächtigung nur nach Vorbestellung), Bars/Restaurants in Caimari und Lluc
für Kinder geeignet
ja
Rundtour
nein


Seit vielen Jahrhunderten wandern Pilger von der Inselebene zum Heiligtum Lluc in die Serra de Tramuntana hinauf. Der Camí Vell de Lluc, der in der Ortschaft Caimari am Rand der Berge beginnt, wurde kunstvoll angelegt, schön gepflastert und an einer Stelle durch eine wilde Felskluft hoch über einem Tal geführt. Leider sind einige seiner Abschnitte unter der Asphaltstraße, auf der die heutigen Wallfahrer unterwegs sind, verschwunden. In den letzten Jahren beschilderte man die Route als Teilstück des künftigen Weitwanderweges GR-222 (Lluc – Artà) und nahm eine kurze "Umleitung" durch ein stilles Seitental vor, um dem Autoverkehr zu entgehen. Somit zählt der Camí Vell de Lluc zu den schönsten unter den einfachen Wanderstrecken der Insel.
Die Rückfahrt von Lluc erfolgt am besten per Bus – es lohnt sich aber auch der Abstieg auf der gleichen Route (2 h 30 min), vielleicht nach einer Übernachtung im Kloster?

Wegbeschreibung:

Wir gehen auf der Hauptstraße (Carrer de Nostra Senyora de Lluc, Ma-2130) nach Norden – Richtung Lluc – in den Torrent de sa Mosquera hinein und an der Abzweigung des Camí de Horts vorbei. Etwa 500 m nach dem Ortsrand gelangen wir zur ersten scharfen Rechtskurve der Asphaltstraße. Dort beginnt der stellenweise noch gepflasterte und mit Stufen versehene Camí Vell de Lluc (Wegweiser), auf dem wir schräg durch den mit Kiefern und Steineichen bewachsenen Talhang ansteigen. Gegenüber sind die Rotes de Caimari, die Terrassenmauern über dem Graben, zu sehen. Bald geht’s ein Stück neben einer Mauer unterhalb der Straße dahin. Wir überqueren die Fahrbahn nahe Km 9 und wandern auf dem kunstvoll renovierten Pilgerweg (hier Costa Llarga genannt) zu den Gebäuden von Son Canta empor.
Kurz vor der Straße zweigen wir – der Beschilderung Richtung Son Amer/Lluc folgend – links ab und gehen auf einem neu angelegten Weg unterhalb der Fahrbahn zu einem Picknickplatz hinab. Dem Wegweiser folgend queren wir ein Bachbett unterhalb der Straßenbrücke und gleich darauf die Fahrbahn. Auf der drüberen Seite wird ein Gatter überstiegen, dann wandern wir auf der bergwärts abzweigenden Schotterstraße ins Waldtal des Comellar de sa Coveta Negra hinein – direkt auf den Puig d’en Alí zu. Bei der Abzweigung nach knapp 1 km biegen wir rechts ab, marschieren in Kehren zu einem Sattel hinauf und jenseits kurz abwärts, bis wir den alten Pilgerweg wieder erreichen.

Auf diesem nach links und – stetig ansteigend – zur Bretxa Vella, einem eindrucksvollen Felsdurchlass über dem Salt de Bella Donna, einem sagenumwobenen Wandabsturz hoch über dem Tal. Direkt davor befindet sich rechts ein schöner Aussichtsplatz – toller Tiefblick zur Straße und auf die Inselebene!

Dahinter führt der Pilgerweg unter den Felsen des Puig de Caragoler, von dem einige Brocken herabgestürzt sind, flach zur Bauruine des Landhauses Es Guix. Weiter auf einem Fahrweg und geradeaus an der Abzweigung zum Puig de Massanella vorbei. Kurz nach dem Brunnen Font des Guix errechen wir wieder die Straße Ma-2130, der wir links über eine Brücke zum nahen Coll de sa Batalla (Bar/Restaurant, Tankstelle) und zur dahinter gelegenen Kreuzung mit der Ma-10 folgen. Dort geradeaus über die Fahrbahn und zur alten Straße nach Lluc, die gleich dahinter parallel zur Hauptstraße verläuft. Auf dieser nach rechts, vorbei am Restaurant Can Gallet, an der Abzweigung zum Restaurant Es Guix (auf der linken Seite) zur Zufahrt von der Ma-10 (rechts). Dort führt uns der Wegweiser „Refugi de Son Amer, Lluc“ auf einen Pfad, der zwischen den beiden Straßen, um eine hohe Mauer herum und dann rechts (neben einem Zaun) in den Wald führt. Wir queren einen Weg, wandern zu einem Feld hinab und gelangen an seinem Rand zu einer kleinen Brücke. Nach einem Mauerdurchlass übersetzen wir auch eine Wasserleitung und stehen bald auf der Schotterstraße, die links zum nahen Refugi de Son Amer hinaufzieht (rechts kommt man zu einem Treppenweg, der ebenfalls emporführt).

Hinter der Herberge beginnt der beschilderte Weg nach Lluc, auf dem wir in Kehren durch Steineichenwald hinabgehen (Tor). Unten geht’s in einiger Entfernung an einer Mühle vorbei zur Zufahrtsstraße (Gatter, Leiterüberstieg). Auf dieser links zum nahen Parkplatz und zum Heiligtum von Lluc.