wandern mallorca

Ermita de Betlem – Bec de Ferrutx (522 m)

Art
Bergtour
Region / Ort
Touren im Osten / Colònia de Sant Pere
Schwierigkeit
mittel
Charakter der Tour
beliebte Wanderung auf einem alten Pilgerweg in schöner Bergumgebung, dann kange Bergwanderung durch ein sehr einsames Gebiet. Im Gipfelbereich ist Trittsicherheit und schwindelfreiheit nötig. Kaum Schatten
Ausgangsort
Betlem bei Sa Colònia de Sant Pere an der Badia d'Alcúdia
Ausgangspunkt
kurz vor Betlem
Zufahrt
auf der Ma-12 zwischen Can Picafort und Artà, Abzweigung auf die Ma-3331 nach Colònia de Sant Pere und weiter Richtung Betlem. Parkmöglichkeit nach 7 km – vor der Abzweigung der breiten Schotterstraße, die links Richtung Meer führt (ca. 350 m vor dem Kreisverkehr im Ortsbereich)
Bus/Zug
Buslinie 481 von Artà nach Colònia de Sant Pere; von dort Zugang zu Fuß neben der Küste nach Betlem (ca. 1 h)
Gehzeit
bis 6h
Höhenunterschied
770 m
Höchster Punkt
522 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein

Im wilden Bergland der Península de Llevant, knapp unter dem kahlen Bergrücken zwischen dem Bec de Ferrutx und der Talaia Freda de Morell, versteckt sich ein kleines Heiligtum: die Ermita de Betlem. Der kürzeste Weg zu Fuß führt vom Meer herauf: von der Urbanisation Betlem bei Colònia de Sant Pere. Der nahe Panoramapunkt Sa Coassa ist eine kurze Zugabe, der Weg zum Bec de Ferrutx dagegen noch eine längere Bergwanderung durch ein einsames Gebirgsgebiet. Der Rundblick von seinem exponierten Felsgipfel (Bec = Schnabel) gehört zu den großen Highlights Mallorcas!
Wegbeschreibung:
Zur Ermita de Betlem: Wir gehen auf der bergwärts abzweigenden Betonpiste (Wegweiser "Ermita de Betlem, S’Alqueria Vella") und der anschließenden Schotterstraße an einer alten Kaserne vorbei. Durch ein Tor (rechts Zaundurchlass) zu den Cases de Betlem. Rechts am Hauptgebäu­de vorbei, durch einen Mauerdurchlass, unter der Stromleitung durch und ins Tal hinein (auf die Mauer der Wildbachverbauung zu). Links auf einen schmalen, erdigen Pfad abzweigen und über flache Steinplatten, unter Johannisbrotbäumen und zwischen Terrassen aufwärts. Oberhalb der Wildbachmauer erreichen wir den alten, aufgemauerten Pilger­weg, auf dem wir rechts durch das von ausgehöhlten Felsen überragte Tal hinaufwandern. Oberhalb einer Steilstufe nach rechts, zweimal durch eine Mauerlücke und auf den anderen Talhang. In Kehren (Aufforstungsgebiet) zu einer Kuppe ansteigen, darunter links auf den schmaleren Pfad abzweigen und zum Sattel des Coll de sa Font Crútia hinauf. Nach links und auf einem breiten Weg entlang der Felder zu einem Tor, hinter dem sich ei­ne Mariengrotte neben der Font Crútia (Brunnen mit Löwenkopf) befindet. Auf dem Fahrweg zur nahen Ermita de Betlem (280 m).
1 h 15 min

Lohnender Abstecher: Etwas oberhalb des Heiligtums erwartet Sie ein herrlicher Aussichtspunkt. Der Pfad dorthin beginnt bei einem Tor in der Umgrenzungsmauer der Einsiedelei – Sie erreichen es links (westseitig) um die Kirche herum im hinteren Bereich. Vom Tor geht’s links aug einem sanft ansteigenden Pfad durch hohes Gras zur Kuppe Sa Coassa (322 m) hinauf. Dort steht neben einer Hausruine ein kleiner Ausguck aus dem Bürgerkrieg. Von dort schweift der Blick weit über die Badia d’Alcúdia.
Zusätzlich ca. 20 min hin und zurück

Zum Bec de Ferrutx: Vor dem Tor zur Ermita zweigt links ein mit Steinmännchen markierter Pfad ab, der neben der Mauer zu einem Sattel und zu den verfallenen Cases de Betlem führt. Danach geht's durch Grasgelände und an einigen frei stehenden Kiefern vorbei in den Torrent de sa Junquera unter der Grotte der Cova dels Sarraïns (Höhle der Sarazenen) hinab. Dort scharf rechts über das Bachbett und schräg durch den Abhang zu einer Anhöhe hinauf. dahinter auf breiterem Weg in kehren bergab. Nach etwa 30 min übersteigen wir einem alten Zaun. Dahinter wandern wir auf einem Karrenweg im Auf und ab zu einem Rücken und einer Gabelung (Steinmännchen, rotes Farbzeichen). Geradeaus auf dem Hauptweg weiter aufwärts und schließlich wieder auf einem Pfad zu einer auffallenden Felsbarriere am Puig d'en Xoroi hinauf. Geradeaus (Steinmännchen) weiter, bis sich der Weg steil zum Coll d'en Pelat hinunterwindet.
Aufstieg durch flaches Karstgelände und in steileren Kehren über den Grasrücken zur Gipfelsäule auf dem Ferrutxet (522 m). Nach rechts und über den etwa 300 m langen Felsgrat (bzw. rechts in der abschüssigen Flanke) und eine Einsenkung zum Gipfel des Bec de Ferrutx (522 m) hinüber.
2 h

Rückweg zur Ermita auf derselben Route – nicht versuchen, durch die Seitentäler abzusteigen! Von der Ermita auf dem beschilderten Weg zum Ausgangspunkt hinunter.
2 h 45 min