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Portocolom – Cala sa Nau

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren im Osten
Schwierigkeit
leicht
Charakter der Tour
Kurze, aber landschaftlich eindrucksvolle Küstenwanderung. Das Felsgelände zwischen der Cala Marçal und der Cala sa Nau erfordert stellenweise Trittsicherheit – Vorsicht mit Kindern an der Steilküste! Stellenweise Steinmännchen. Kaum Schatten.
Ausgangsort
Portocolom, Tourismus- und Hafenort 10 km südöstlich von Felanitx
Ausgangspunkt
Die Cala Marçal bei Portocolom
Zufahrt
Von Felanitx auf der Ma-4010 nach Portocolom. Rechts in den südlichen Ortsbereich und zur Cala Marçal, neben dem Sandstrand links in die Villensiedlung hinauf und rechts zu einer Straßenschleife hinter den letzten Häusern. Parkmöglichkeit, Bushaltestelle in Portocolom. Rückfahrt eventuell auch per Taxi über S’Horta.
Bus/Zug
Bus nach Portocolom
Gehzeit
bis 2h
Höhenunterschied
fast eben
Höchster Punkt
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
Bars und Restaurants am Ausgangspunkt und an der Cala sa Nau
für Kinder geeignet
ja
Rundtour
nein

Portocolom, der einstige Hafen von Felanitx, über den seit dem 13. Jahrhundert vor allem Wein exportiert wurde, ist bis heute ein ruhiger Ort geblieben. Das alte Fischerviertel mit der doppeltürmigen Kirche liegt am nördlichen Ufer einer großen, fast abgeschlossenen Meeresbucht; auf der Südseite findet man die Neustadt, den Sporthafen sowie Villen und Hotels, die sich bis zur benachbarten Cala Marçal ausbreiten. Dort beginnt diese Wanderung, die zu einer der kleinsten Buchten an Mallorcas Küste führt: Die Cala Estreta (= enge Bucht) ist nur knappe 2 m breit und könnte für die meisten Ostküsten-Buchten Modell gestanden haben: schmal, von Felsabbrüchen begrenzt und fjordartig ins Landesinnere eingeschnitten. Diese Struktur verdanken sie im Sommer trockenen Bachläufen, die einst mehr Wasser führten und die tiefen Täler herausmodellierten. Es wäre schwer, eine Hitparade der schönsten dieser Strandabschnitte zu erstellen. Plätze im Spitzenfeld wären den „sieben Buchten“ der Gemeinde Felanitx jedenfalls sicher. Die mittlere von ihnen, die Cala sa Nau, könnte man ja bequem im Auto von S’Horta aus erreichen. Viel schöner ist es aber, sie per pedes anzusteuern – dann ist auch die Erfrischung richtig verdient. An der Nordostseite dieser Bucht ist das Meerwasser recht kühl, da dort eine Quelle entspringt.
Wegbeschreibung:
Zur Cala sa Nau: Neben dem letzten Haus oberhalb der Cala Marçal (am oberen Ende der Straßenschleife) führt ein Karrenweg zur nahen Steilküste. Dort nach rechts und oberhalb der Felsabbrüche durch eine kleine Mulde vor der Mini-Insel Faralló d’en Fred. Auf Felsstufen und -bändern zur Cala Brafi hinüber und auf der anderen Seite wieder zur Oberkante hinauf. Über flache Felsplatten, bizarr zerfressenes Gestein und gestuftes Gelände zum schmalen Einschnitt der Cala Estreta, in den man ganz hinten hinabklettert. Nochmals zur Oberkante hinauf, über ein Plateau mit großen Steinpyramiden und oberhalb der ausgehöhlten Küste (alter Steinbruch) am Ende einer Mauer vorbei. Dahinter durch das teilweise stärker bewachsene Gelände am Morro des Ras zu einer kleinen Bucht, die mit ihren grauen Bändern wie ein antikes Theater wirkt. Die dahinter gelegene Anhöhe ist z.T. stark bewachsen (Steinmännchen und Steigspuren beachten), gibt aber bald den Blick zur dahinter gelegenen Cala sa Nau frei. Rechts oberhalb der Felsabstürze der Bucht weiter und dann links zum Sandstrand hinunter.
1 h

Zurück auf der gleichen Route.
1 h

Man kann die Wanderung noch bis zur 600 m entfernten Cala Mitjana mit ihren drei Buchten verlängern.
Hin und retour ca. 45 min