wandern mallorca

Serra de Cornavaques (542 m)

Art
Bergtour
Region / Ort
Touren im Norden / Cala Sant Vicenç
Schwierigkeit
leicht
Charakter der Tour
anspruchsvolle Bergwanderung, erst auf einer Straße, dann auf schmalen, stellenweise felsigen Pfaden bzw. verwachsenen Pfadspuren, die Trittsicherheit erfordern. Im unübersichtlichen Gras- und Felsgelände ist die Orientierung schwierig. Kein Schatten
Ausgangsort
Cala Sant Vicenç
Ausgangspunkt
Plaça Aloy am Ende der Avinguda Cavall Bernat über der Cala Barques
Zufahrt
von der Ma-2200 zwischen Pollença und Port de Pollença zweigt man auf die Ma-2203 Richtung Cala Sant Vicenç ab. Parkplätze entlang der Stra­ße
Bus/Zug
Bushaltestelle im Ort
Gehzeit
bis 3h
Höhenunterschied
560 m
Höchster Punkt
542 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bars/Restaurants in Cala Sant Vicenç
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein


Der historische Weg von Pollença durch das Vall de Ternelles zum Castell del Rei ist seit Jahren gesperrt und Gegenstand von Gerichtsverfahren. Die auf einem 474 m hohen Felsen über der Nordwestküste errichtete Burg geht auf die Araber oder vielleicht sogar auf die Römer zu­rück; sie war jedenfalls immer wieder Schauplatz blutiger Kämpfe. Bis ins 17. Jahrhundert hatte sie große Bedeutung für die Abwehr von Piraten, dann verfiel sie jedoch immer mehr. Immerhin lassen sich ihre Mauerreste aus der Ferne betrachten. Am ein­drucks­vollsten ist ihr Anblick wohl von der gegenüber aufragenden Serra de Cornavaques, einem kahlen Gebirgszug westlich von Cala Sant Vicenç.

Wegbeschreibung:

Aufstieg: Der Weg in dieses einsame Bergland beginnt an der Avinguda Cavall Bernat, und zwar etwa 100 m vom Meer landeinwärts, wo man rechts (bergseitig) auf einen Treppenweg einschwenkt. Dann rechts auf der einmündenden Straße zur nächsten Abzweigung. Rechts auf einer Schotterstraße zu einem Gatter (Durchlass) und danach ein drittes Mal rechts abbiegen. Ein Denkmal erinnert an die republikanischen Kriegsgefangenen, die die­se Straße bauten. Sie führt sanft ansteigend über den freien Pla de Coves Blanques (schöner Blick zur Serra del Cavall Bernat) und quert den Torrent de les Rotes Vells. Nach einer scharfen Linkskurve erreichen wir ihr Ende (die Stollen dienten im Bürgerkrieg als Munitionsdepots). Rechts geht’s auf einem Pfad (Steinmännchen) auf die Anhöhe über dem Meer und dann links über den Rücken empor. Vorbei an tiefen Gruben und durch eine grasige Mulde auf die Pun­ta de l’Àguila (199 m), von der wir bereits einen guten Blick zur schmalen, 1 km langen Felshalbinsel der Punta Galera und zum Castell del Rei genießen.
Ein Pfad führt nun über das an­schließende Grasplateau und dann im schrägen Anstieg durch einen felsigen Hang auf die nächste Kuppe (Blick zur Bucht von Alcúdia). Neben der Abbruchkante hoch über dem Meer weiter und links darunter in einen Sattel hinab. Durch den ge­gen­über ansteigenden Hang in eine kleine Mulde, eine alte Mau­er über­steigen und – sich links haltend – über einen Grashang hinauf (verwachsene Pfadspuren, Steinmännchen). Links neben einer kleinen Felskuppe flach weiter, dann rechts auf den Rücken und auf diesem dem Gipfelaufbau der Mola entgegen. Rechts unten liegt der Pas dels Pescadors (ein schwieriger Übergang zu den Buchten unter dem Castell del Rei), links öffnet sich das Einzugsgebiet des Torrent de les Rotes Vells. Wir gehen über die felsige Anhöhe dazwischen weiter und steigen dann rechts auf den höheren Rücken hinauf (Tiefblick zur Cala Castell). Über den steilen und felsigen, aber gut gangbaren Rü­cken empor, bis man kurz unterhalb der Gipfelfelsen der Mola (474 m) rechts bleibt (Steinmännchen beachten!) und zum Rand ihrer kleinen Hochfläche ge­langt (der höchste Punkt lässt sich kurz, aber mühsam links ersteigen).
Rechts an der Hochfläche vorbei und bei einem Steinmännchen rechts unter einer niedrigen Felswand weiter. Ober­halb der Gras­mul­de des Tor­rent de les Parres gehen wir fast eben durch Geröll wei­ter – unter einem Sattel vorbei und dann am Fuße der anschließenden Wand­stufe. Unter ihr­em vorderen Ende kurz etwas abwärts und zu einer weiten, grasigen Senke. Rechts da­ran vorbei, dann führt der Pfad unter einer dritten Felswand weiter. Bald erreichen wir den nächsten Sattel. Von dort steigen wir rechts über den steinig-grasigen Gipfelhang zum Vermessungszeichen auf dem höchsten Punkt der Serra de Cornavaques an. Nach Nordwesten bricht der Berg mit senkrechten Wänden ab – dort tut sich ein herrlicher Blick zum direkt gegenüber aufragenden »Burg­berg« mit dem Castell del Rei auf. Der Berg bietet aber auch eine gute Sicht zu den hohen Gipfeln der Serra de Tramun­tana und über die Bucht von Pollença.
2 h 15 min

Abstieg auf derselben Route.
1 h 45 min