wandern mallorca

Caragolí (945 m) – von Valldemossa nach Deià

Art
Bergtour
Region / Ort
Touren um Valldemossa / Valldemossa
Schwierigkeit
schwer
Charakter der Tour
lange, mittlere bis schwierige Bergwanderung auf breiten Wegen und schmalen, an einer Stelle auch abschüssigen Pfaden; Orientierungsvermögen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt notwendig. Die Route ist (noch) nicht beschildert (Steinmännchen, Farbzeichen). Die Abzweigung vor dem Caragolí ist leicht zu übersehen! Immer wieder Schatten.
Ausgangsort
Valldemossa (437 m). Rückfahrt von Deià nach Valldemossa per Bus (Linie 210) oder Taxi
Ausgangspunkt
Tourismus-Info (gegenüber dem Kulturzentrum Costa Nord), von der Plaça Campdevànol im Ortszentrum kurz Richtung Palma
Zufahrt
aus Richtung Andratx oder Pollença auf der Ma-10 zur Abzweigung nach Valldemossa; aus Richtung Palma auf der Ma-1110. Gebührenparkplätze im Ortszentrum, kostenlose Parkmöglichkeit im westlichen Ortsbereich (im hinteren Bereich der Avinguda Arxiduc Lluís Salvador oder an ihren Seitenstraßen
Bus/Zug
Haltestellen der Buslinie 210 (Palma – Valldemossa – Port de Sóller) an der Plaça Campdevànol und in Deià
Gehzeit
bis 4h
Höhenunterschied
500 m Aufstieg und 700 m Abstieg
Höchster Punkt
925 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bars/Restaurants in Valldemossa und Deià
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein
Der Caragolí, ein mächtiger und felsiger Ausläufer des Bergmassivs des Puig des Teix, erhebt sich genau zwischen den beiden touristischen "Hot-Spots" an Mallorcas Nordwestküste. Der Weg von hüben nach drüben – eine Etappe des Weitwanderweges GR-221 – ist von besonderer landschaftlicher Schönheit. Er bietet mit dem luftig angelegten Reitweg des österreichischen Erzherzogs Ludwig Salvator ein Schmuckstück der Wegebaukunst im 19. Jahrhundert – und beim Abstieg mitten durch eine hohe Felsflanke auch eine Prise Abenteuer.

Achtung: Mit dem Projekt „Muntanya des Voltor" wird seit 2014 ein vielbesuchtes Wandergebiet auf Mallorca neu geregelt. Ein mehr als 300 ha großes Areal rund um den Pla des Pouet oberhalb von Valldemossa, in dem neuerdings wieder Mönchsgeier brüten sollen, wird nun von der Stiftung „Vida Silvestre de la Mediterrània" gemanagt. In einer zwei Jahre langen Testphase will man die (allzu) starke touristische Nutzung besser organisieren, den Wald gesundpflegen und alte Bauwerke wie Kalköfen oder Brunnen restaurieren. Acht Mitarbeiter wurden für das Projekt angestellt. Die Kosten dafür übernehmen die Eigentümer der betroffenen Landgüter, dazu kommen EU-Förderungen und private Spendengelder. Im Herbst 2014 wurde zunächst Müll eingesammelt, dann erfolgte die Sanierung des Weges von Valldemossa herauf. An seinem Ausgangspunkt errichtete man eine Info-Hütte, bei der ein Mitarbeiter die Wanderer über die Neuerungen aufklärt und statistische Daten über die Besucher erhebt. Bis zu 400 Wanderer sind hier an schönen Tagen unterwegs – das ergab eine Befragung im Winterhalbjahr 2013/2014.
Daher werden auf den Wegen zum Mirador de Can Costa und in seiner Umgebung derzeit nur mehr 30 bis 50 Wanderer pro Tag zugelassen. Für die Begehung benötigt man nun eine Genehmigung. Keine Genehmigung braucht man hingegen für den Weg, der vom Pla des Pouet Richtung Pas d'en Miquel hinaufführt. Er wurde neu beschildert. Nach 150 m zweigt links ein neu angelegter Weg ab, der – schon im öffentlichen Gebiet der Finca Son Moragues – zur Einsiedlerhöhle emporzieht. Von dort kann man rechts auf dem Reitweg des Erzherzogs weiterwandern.
Der Fernwanderweg GR 221 wurde immer noch nicht markiert, aber nun auf den breiten Fahrweg ins Cairats-Tal umgeleitet. Unterhalb des (ebenfalls gesperrten) Puig des Teix führt er nun über die Hochfläche zurück bis Es Caragolí, von dort führt er – wie bisher – rechts über die Cingles de Son Rul.lan nach Deià hinunter.

Wer im Gebiet um den Pla des Pouet wandern möchte, sollte sich vorher per Email unter valldemossa@procustodia.org oder Tel. 619/591985 anmelden.


Wegbeschreibung:
Aufstieg zum Caragolí: Unterhalb des Tourismusbüros nach rechts (aus Richtung Palma gesehen!) auf den Carrer des Venerable Sor Aina abbiegen. An der 2. Kreuzung rechts auf dem Carrer del Pintor Joan Fuster weiter und an der folgenden Gabelung links auf dem Carrer d'Olivas. Auf dieser Straße bergan gehen, bis sie mit einem kleinen Wendehammer endet. Achtung: Dort links neben einem Tor auf einem Weg – dem Zaun entlang – bergauf. Nach etwa 200 – 300 m links halten und weiter ansteigen.
Zu einem Mauerdurchlass und einem Eisentor (Leiter-Überstieg). Danach links den steinigen Camí des Pouet durch den Wald hinauf. Bei der folgenden Wegteilung rechts, die nächste Abzweiung ignorieren und zu einem Mauerdurchlass.
Dahinter liegt die Hochebene Pla des Pouet (685 m), auf der mehrere Wege abzweigen: Wir gehen etwa 80 m geradeaus und dann über einen Köhlerplatz zur Lichtung mit dem Brunnen Font des Pouet. Hier nach rechts abbiegen und in Kehren durch den Steineichenwald zum Coll de s’Estret de Son Gallard (766 m, Steinbank) hinauf. Rechts auf dem aufgemauerten Reitweg aufwärts, vorbei an der Abzweigung zur Cova de s’Ermita de Son Moragues (kurzer Abstecher). In Serpentinen aufwärts (eine unterbrochene Stelle wird kurz links umgangen), bis man den schmalen Felsgrat neben der fast senkrechten Abbruchkante der Nordwestwände des Caragolí-Massivs erreicht. Der Reitweg führt rechts daneben auf eine 920 m hohe Anhöhe. Etwa 200 m nach dem Ende des schmalen Grats – kurz vor der Kuppe des Puig de Caragolí (945 m) – markieren links zwei auffallende Steinpyramiden die Abzweigung nach Deià. Wer dem Reitweg noch ein kurzes Stück folgt, kann links mit wenigen Schritten den Gipfel des Caragolí erreichen (945 m, Gedenktafel für Erzherzog Ludwig Salvator).
1 h 45 min

Abstieg nach Deià: Die Abzweigung des folgenden Wegabschnittes ist bei Nebel nur schwer zu finden. Wir wandern auf dem anfangs undeutlichen, aber mit Steinmännchen gekennzeichneten Pfad durch Schutt und felsiges Gelände zum Grat. Wo die ersten Steineichen stehen, beginnt der Abstieg durch die Felsabbrüche, durch die sich der stellenweise ausgesetzte, aber wieder gut kenntliche Weg in Serpentinen hinabschlängelt (Steinmännchen und Farbpunkte beachten). Nach 45 Min. ab der Abzweigung wird das Waldgelände flacher. Man passiert drei Köhlerplätze. Beim dritten (mit Backofen) nach rechts, über den runden Platz hinweg und oberhalb der Mauerreste eines Hauses vorbei. Bei der folgenden Abzweigung links zu einer alten Wasserstelle und einem weiteren Köhlerplatz mit Kalkofen, vor dem man nochmals links abbiegt. Gleich darauf mündet ein Karrenweg ein, auf dem wir links absteigen. Wo ein weiterer Karrenweg von rechts einmündet, gehen wir geradeaus und gelangen durch Kiefernwald in einen Graben, der sich bald erweitert (alte Oliventerrassen). Bei einem alten Eisentor scharf rechts abbiegen, in Kehren über einige Steinmauern hinab und auf die andere Talseite (undeutlicher Wegverlauf, Steinmännchen beachten). An der gemauerten Quelle Ses Rotes und einer Hausruine vorbei, auf schmalem Weg zu einem Tor und von dort links durch das Tal zu einem Gatter unter dem Castell des Moro. An einem Gebäude vorbei, auf dem Fahrweg geradeaus und dann links auf der Asphaltstraße am Hotel es Moli vorbei. Bald erreicht man die Küstenstraße, auf der man rechts in 10 Min. nach Deià gelangt (Bushaltestelle). Links gelangt man in den Graben unterhalb des Ortes und zum Refugi de Can Boi.
1 h 15 min

keine Fotos vorhanden