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Rund um die Ermita de la Trinitat

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren um Valldemossa / Valldemossa
Schwierigkeit
leicht
Charakter der Tour
Einfache Waldwanderung auf breiten Wegen und schmalen Pfaden ohne allzu große Höhenunterschieide. Stellenweise rote Farbpunkte und Steinmännchen, an einigen Stellen ist die Orientierung nicht ganz leicht. Viel Schatten
Ausgangsort
Valldemossa oder Deià
Ausgangspunkt
Die Ermita de la Trinitat am Fuße der Talaia Vella, ca. 3 km nordwestlich von Valldemossa
Zufahrt
Von Valldemossa auf der Ma-1130 ca. zur Küstenstraße Ma-10 und auf dieser rechts bis zum Restaurant Can Costa nahe Km 70 (2,5 km), von Deià auf der Ma-10 (8 km). Gegenüber der Restaurant-Zufahrt zweigt die schmale Asphaltstraße zur Ermita de la Trinitat ab. Parkplatz hinter der Kirche.
Bus/Zug
Bushaltestelle der Linie 210 (Palma – Valldemossa – Port de Sóller) beim restaurant Can Costa und auch nahe dem Hotel El Encinar an der Ma-10 (gleich daneben führt ein Fahrweg bergwärts zu einer Abzweigung, von der man links zum Mirador des Tudons gelangt, 10 min)
Wer nicht bis zur Ermita fahren möchte: Der Parkplatz beim Restaurant Can Costa ist nur für Gäste; gute Parkmöglichkeit etwa 1 km vorher (aus Richtung Valldemossa kommend) links neben der Straße
Gehzeit
bis 2h
Höhenunterschied
250 m
Höchster Punkt
550 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
Unterwegs keine; Restaurant Can Costa. Im Kiosk des Klosters erhält man Devotionalien, aber keine Erfrischungen
für Kinder geeignet
ja
Rundtour
ja

Der „Arxiduc“ ist auf Mallorca noch heute jedem Kind geläufig: Der 1847 geborene Erzherzog Ludwig Salvator von Habsburg-Lothringen, ein Cousin des österreichischen Kaisers Franz Joseph, lernte die Insel im Zuge ausgedehnter Forschungsreisen kennen und erwarb im Lauf der Zeit mehrere Landgüter um Valldemossa und Deià. Der hochgebildete Abenteurer – er beherrschte 15 Sprachen, darunter natürlich catalá - ließ zwischen der Küste und den Gipfeln des Teix-Massivs zahlreiche Reitwege und kunstvolle Miradors anlegen, außerdem setzte er sich mit Nachdruck für den Schutz der alten Olivenhaine ein. Daneben hielt er alle Details über Land und Leute fest und verfasste mehrere Werke darüber: Sein siebenbändiges Werk „Die Balearen in Wort und Bild geschildert“ ist die umfassendste Mallorca-Monografie aller Zeiten. Erst der Krieg trieb den habsburgischen „Aussteiger“ in seine Heimat zurück: Ludwig Salvator starb im Jahre 1915 auf Schloss Brandeis bei Prag. Zu seinen Ländereien gehörte sogar ein kleines Kloster, das im 17. Jahrhundert in den dichten Wäldern unter der Talaia Vella bei Valldemossa gegründet wurde. Es sieht heute nicht viel anders aus als zu des Erzherzogs Zeiten, und es wird noch immer von Mönchen bewohnt. Manchmal hört man ihre Gebete hinter der Kirchentür, während der Blick von der kleinen Terrasse über dem Garten weit übers Meer schweift ... Ein Ort der Stille – aber nur unter der Woche. An Sonn- und Feiertagen, wenn ganze Familien zum fröhlichen Picknicken anrücken, wird der Parkplatz knapp und die schmale Zufahrtsstraße zwingt mitunter zum Retourgang-Einlegen.

Wegbeschreibung:
Rundwanderung um die Ermita: Der Parkplatz hinter den Gebäuden ist von einem Zaun umgeben – das Tor im hintersten Bereich ist versperrt, aber man kann links davon durch eine Zaunlücke schlüpfen. Direkt vor dem geschlossenen Tor führen zwei Wege in den Wald: Wir wählen den linken, der durch den Waldhang bergab führt. Er verbreitert sich bald zu einem Fahrweg, in den nacheinander fünf Seitenwege einmünden - wir folgen stets den kleinen roten Pfeilen in der Gegenrichtung (geradeaus, rechts, links, rechts und nochmals rechts). Bei der sechsten Wegteilung – bereits knapp oberhalb der hörbaren Küstenstraße - schwenken wir nach rechts und steigen bald wieder etwas an. Neben Mauerresten und einem Kalkofen erreichen wir einen Köhlerplatz, von dem wir links die Freitreppe auf den runden Mirador des Tudons erreichen. Von diesem originellen Aussichtsplatz genoss der Erzherzog mit Vorliebe den Blick auf sein Anwesen Miramar und zur Halbinsel Sa Foradada. Zurück zum Hauptweg, der sich zum Camí des Bosc verschmälert, links über eine Lichtung und dann wieder aufwärts führt. Bei der Abzweigung vor einem Drahtzaun rechts hinauf (rote Punkte). Vorbei an Mauerresten, einem Kalkofen und einem ummauerten Platz mitten im Wald schlängelt sich der Pfad zur alten Einsiedelei (Ses Ermites Velles, ca. 550 m) empor. Wir durchschreiten das Viereck ihrer verfallenen Mauern, gehen dahinter an einem Wasserbecken vorbei und steigen dann links über kleine Stufen in einen Sattel mit großen Felsblöcken an. Dahinter verbirgt sich links eine Höhle (Cova Busquera). Wir steigen zu einem Köhlerplatz ab, überqueren diesen (nicht rechts hinunter!) und erreichen einen weiteren Köhlerplatz. Dann geht es im Auf und Ab durch einen steinigen Waldhang, kurz bergab und – bei einer Abzweigung auf dem rechten Pfad bleibend – zu einem kleinen Felseinschnitt (Blick zur Halbinsel Sa Foradada und zur Talaia de Son Galceran). Schließlich wandern wir zu einer verschlossenen Höhle, vor der ein Tisch und Bänke aus Stein stehen, und zum Zaun der Ermita de la Trinitat ab. Auf der Straße zum Ausgangspunkt zurück.
1 h 30 min – 2 h

keine Fotos vorhanden