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Caló des Marmols – Cova des Drac

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren im Süden/am Pla / Cala Llombards
Schwierigkeit
mittel
Charakter der Tour
landschaftlich eindrucksvolle Wanderung auf schmalen Pfaden und alten, stellenweise verwachsenen Fahrwegen durch Macchia und Garrigue. An einigen Stellen ist die Oriuentierung nicht ganz einfach. Schatten nur an einigen Abschnitten, vor allem beim Rückweg.
Ausgangsort
Cala Llombards an der Südostküste
Ausgangspunkt
der Endpunkt des Carrer des Moro am südwestlichen Rand der Feriensiedlung
Zufahrt
Von Santanyí oder Es Llombards nach Cala Llombards. Noch vor dem Ortsrand zweigen wir rechts auf den Carrer de s'Almunia ab. An einer Abzweigung vorbei, dann links abbiegen und gleich darauf wieder rechts auf den Carrer des Caló des Moro, dem wir nochmals links/rechts abbiegend bis zu seinem Ende (1 km ab der Hauptstraße) folgen. Parkmöglichkeiten neben der Strraße.
Bus/Zug
keine Busverbindung nach Cala Llombards
Gehzeit
bis 3h
Höhenunterschied
wegen mehrerer Gegenanstiege insgesamt ca. 250 m
Höchster Punkt
54 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bars/Restaurants in Cala Llombards
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
ja


Die Felsküste zwischen dem Cap de ses Salines und Cala Llombards, der ersten einer ganzen Reihe von Feriensiedlungen im Osten der Insel, ist von besonderer Schön- und Wildheit. Etwa in der Mitte dieses 8 km langen Küstenstreifens verbirgt sich ein kleiner Sandstrand – der Caló des Marmols. Er ist weltabgeschieden geblieben, denn es gibt keine Zufahrtsmöglichkeit mit dem Auto, und selbst für den Anmarschweg vom Cap de ses Salines ist eine Gehzeit von 1 h 30 min zu veranschlagen. Noch länger ist der Zugang aus der anderen Richtung, von Cala Llombards und der zauberhaften Felsbucht von S'Almunia, deren Fischerhäuschen so manches Mallorca-Kalenderblatt zieren. Wer dort die Wanderschuhe schnürt, wird nicht nur mit fantastischen Aus- und Einblicken in die bis zu 60 m hohen Küstenklippen belohnt, sondern auch mit kulturgeschichtlichen Aha-Erlebnisse. Eines davon vermittelt die kaum bekannte Talaiot-Anlage, deren Ruinen aus der Bronzezeit über der Punter des Bauç stehen. Man entdeckt aber auch archaische Hirten-Unterstände, die wie steinerne Iglus wirken, heute noch bestellte Felder, die im Frühling eine pralle Blütenpracht entwickeln – und eine Karsthöhle, die ein unterirdischer Fluss geschaffen hat und aus der man einst Wasser für die Landwirtschaft pumpte. Viel ist in der (abgesperrten) Cova des Drac nicht zu sehen – die weitaus berühmtere Höhle dieses Namens liegt bei Porto Cristo. Aber man fühlt sich dort doch ein wenig wie ein Abenteurer, nicht zuletzt nach dem Rückweg von der Bucht, der auf uralten, verschlungenen Wegen durch undurchdringliches Dickicht dahinführt.

Wegbeschreibung:

Wo der Carrer des Caló des Moro nach rechts umbiegt, gehen wir geradeaus weiter (Infotafeln) und über eine steile Treppe zum Meer hinunter. Dort nach rechts und über Felsplatten zur nahen Bucht von S’Almunia. Wir gehen am winzigen Sandstrand vorbei in den Graben, der dahinter einmündet. Dort beginnt ein schmaler Pfad, der durch dichtes Gebüsch führt und bald nach links ansteigt. Auf Felsstufen gelangen wir durch den steilen Hang des Torrents in freieres Gelände, durch das wir links in einen breiten Graben nahe der benachbarten Geröllbucht absteigen.
Dort erreichen wir einen breiten Weg, auf dem wir rechts auf eine kleine Anhöhe hinaufwandern. Dort links – zum Meer hin – auf einen schmaleren Pfad abzweigen, über einen flachen Graben und dann zwischen dichtem Gebüsch („Dschungelpassage“) zur Oberkante der Felsküste empor. Nun führt der ebene Pfad stets zwischen den Klippen und flachem Buschland bzw. Wiesen nach Südwesten zur Einmündung eines breiten Weges. Geradeaus über dem Meer weiter. Bald erblicken wir links unten alte Steinbrüche, während rechts in einiger Entfernung das einsame Gehöft Torre de s’Almunia zu sehen ist. Kurz darauf gehen wir links an dem aus riesigen Steinen gefügten Mauerrest eines Talaiots vorbei – dahinter verbergen sich weitere Fundamente dieser prähistorischen Siedlung im Gebüsch. Kurz darauf erreichen wir ein kleines Haus über den Klippen der Punta des Bauç.
45 min

Wir bleiben weiterhin geradeaus auf dem Pfad, der neben der Steilküste dahinzieht, ignorieren zwei von rechts einmündende Wege und gehen am Ende einer Mauer vorbei. Danach durchqueren wir eine flache, bewachsene Mulde und umgehen auf verzweigten Pfadspuren einen Graben (umgestürzte Bäume) – achten Sie auf die Steinmännchen, die wieder zur Küste führen. Schließlich gehen wir durch eine Mauerbresche und rechts an einem kleinen, weißen Rundturm vor der Cala Figuereta vorbei. Wir gehen abseits dieser Felsbucht sanft ansteigend landeinwärts, bis wir nach einem kleinen Graben links auf einem quer verlaufenden Weg weiterwandern. Wo er sich verzweigt, bleiben wir besser rechts und gehen dem Graben hinter der Bucht bis zu einer alten Mauer (Bresche). Dahinter geht’s kurz über einige Felsstufen zum Bachbett hinab und jenseits neben dem Torrent Richtung Meer zurück.
Bald erreichen wir einen weiteren Querweg, dem wir nach links zum Caló des Moro folgen. Bei einer Gabelung knapp vor der tief eingeschnittenen Bucht zweigen wir rechts ab. Nach 5 m mündet von rechts ein alter Fahrweg ein – dort folgen wir links weiter dem Pfad, der bald etwas ansteigt, an einer Hüttenruine vorbeiführt und im sanften Auf und Ab zu einem Fahrweg führt. Auf diesem links steil durch den Graben bis zu seinem Ende hinab und rechts über eine Felsplattform zum nahen Sandstrand.
45 min

Rückweg: Zurück zum Fahrweg und auf diesem steil ins flache Gelände hinauf (Kette). Dort wendet er sich nach rechts und schwenkt nach wenigen Metern links ein. Dann geht’s zu einer nahen Abzweigung bei einer verfallenen Mauer. Wir wandern auf dem linken Fahrweg etwa 500 m zwischen Gebüsch und Feldern landeinwärts, biegen dann rechts ab und marschieren durch das flache, anfangs noch freie und dann von wilden Olivenbäumen bewachsene Gelände 300 m bis zur nächsten Gabelung. Dort rechts und hinter einem Mauerdurchlass weiter nach rechts, bis wir im Linksbogen eine Hütte erreichen. Gleich daneben befindet sich ein gut erhaltener Kalkofen. Ersteigt man seine runde Mauer, überblickt man das Buschland bis zur etwa 250 m entfernten Küste um die Cala Figuereta (samt dem kleinen weißen Turm); zwischen Hütte und Kalkofen zweigt auch ein Pfad dorthin ab.
Wir bleiben jedoch weiter auf dem Fahrweg, der sich wieder links – also landeinwärts – wendet und stellenweise ziemlich verwachsen ist. Bald geht’s wieder nach rechts und somit parallel zur Küste durch die verwachsene Macchia dahin. Wir durchschreiten einen Mauerdurchlass. Etwa 1 km nach dem Kalkofen lichtet sich der Wald. Die fernen Berge der Serres de Llevant werden sichtbar, während sich rechts neben dem hier ziemlich verwachsenen Weg ein verfallenes Pumpenhaus verbirgt. Kurz davor klafft etwa 10 Schritte links die mit einem Drahtgeflecht abgesicherte Deckenöffnung der Cova des Drac (ihr durch ein Metallgitter versperrter Stufen-Eingang liegt ein paar Meter weiter vorne, gegenüber dem Pumpenhaus). Mit der noch vorhandenen Pumpenmaschine schöpfte man Wasser aus der Höhle, das über eine Leitung in ein nahes Bewässerungsbecken floss.
Wir gehen am Gebäude vorbei und biegen vor einer nahen Mauer rechts ab. Gleich danach kommen wir an einem runden Stein-Unterstand der Hirten vorbei, überqueren die längst trockengelegte Wasserleitung und wenden uns auf der Höhe des Wasserbeckens nach rechts. Wir kommen an einem weiteren „Stein-Iglu“ vorbei und erreichen bald das Haus an der Punta des Bauç.
Wir wandern nun entweder auf dem Fahrweg links um das anschließende Talaiot-Gelände herum oder gleich auf dem bereits bekannten Pfad neben der Küste, der uns wieder zum Ausgangspunkt führt. Wer will, kann etwa 300 m nach dem Talaiot nochmals eine Wegvariante einlegen, und zwar auf dem links in die Felder abzweigenden Weg. Man folgt seiner breiten Trasse gut 200 m landeinwärts, bis man neben einem großen Busch scharf rechts auf einen alten, stellenweise verwachsenen Fahrweg abzweigt. Er schlängelt sich an einem kleinen Mauerrest vorbei ins Gebüsch, an einem Feld vorbei und wieder dem Meer entgegen. In einem Graben mündet unser Küstenpfad rechts ein, und nach einem kurzen Abstieg geht‘s auf dem links abzweigenden Weg wieder zur Bucht S’Almunia hinüber.
1 h 30 min

keine Fotos vorhanden