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Cala Pi – Cap Blanc

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren im Süden/am Pla / Cala Pi
Schwierigkeit
mittel
Charakter der Tour
schöne Küstenwanderung auf breiten Wegen und Pfaden, kurz auch im weglosen und steilen Felsgelände. Besondere Vorsicht neben den Abstürzen der Steilküste! Kaum Schatten.
Ausgangsort
Cala Pi
Ausgangspunkt
Ortszentrum
Zufahrt
beschilderte Zufahrt von Llucmajor; Parkmöglichkeit nahe der großen Clubanlage
Bus/Zug
Haltestelle der Buslinie 520 (Palma – Cala Pi)
Gehzeit
bis 4h
Höhenunterschied
150 m
Höchster Punkt
70 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
unterwegs keine; Bars/Restaurants in Cala Pi
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein


Eine Wanderung von Wachturm zu Wachturm: Wir starten am tief eingeschnittenen „Felsfjord“ der Cala Pi, über der im Jahre 1451 zur Abwehr vor Piraten ein runder, gut 10 m hoher Wachturm erbaut wurde. Gegenüber davon wandern wir über der felsigen Steilküste, die hier eine Höhe von etwa 30 m erreicht und nach Westen hin immer mehr ansteigt. Das ca. 4 km entfernte Cap Blanc zeigt bereits 70 m hohe Felsklippen. Dort entstand zwischen 1579 und 1584 der nächste Wachturm, die Torre de Cap Blanc. Der daneben aufragende Leuchtturm stammt aus viel späterer Zeit; er wird von der mallorquinischen Hafenbehörde verwaltet und steht auf gesperrtem Gebiet.

Wegbeschreibung:

Zwischen dem Restaurant Cal Reiet und dem Supermarkt bzw. dem Restaurant El Cenador de Cala Pi (Club Cala Pi) folgen wir dem Schild „Playa“ und gehen wir über die Treppe zum Strand der tief eingeschnittenen Cala Pi hinunter. Über den Sandstreifen, nach links und nahe am Wasser vor den Toren des Bootshauses vorbei. Dahinter führen rechts steile Stufen empor, am flachen Dach vorbei und durch die bewaldete Felsflanke – Vorsicht, ein Baum wächst knapp über dem Boden quer über den Weg! Nach links und kurz eben durch die Felsflanke, dann steigen wir rechts wieder auf hohen Stufen zur Oberkante über der Bucht an.
Dort nach links und auf einem breiten Weg auf das offene Meer zu. Auf der anderen Seite der Bucht wird der Wachturm sichtbar. Links auf einen schmalen Pfad abzweigen, über einen kleinen Graben und durch eine Mauerbresche. Dann geht’s eben neben den Felsabbrüchen weiter und nach rechts zu einer Gabelung. Wir bleiben auf dem rechten (oberen) Pfad, der bald an verfallenen Mauerresten vorbeiführt. Bei zwei Abzweigungen gehen wir jeweils links weiter. So gelangen wir zu einem quer verlaufenden Weg oberhalb der weit landeinwärts reichenden Felsbucht der Cala de Beltràn, die wir nach rechts umgehen. Nach einer verfallenen Mauer biegen wir links auf einen ebenen Fahrweg ab, auf dem wir rechts in den benachbarten Graben wandern. Dort zweigt bei einem Steinmännchen links ein Pfad ab, auf dem wir einige Schritte in die Talsohle absteigen. Nach einem ebenso kurzen Anstieg erreichen wir einen quer verlaufenden Pfad, auf dem wir links – wieder Richtung Meer – weitergehen. Die Trasse verzweigt sich und schlängelt sich durch sanft ansteigendes, unübersichtliches Buschgelände mit umgestürzten Bäumen (Steinmännchen beachten). Schließlich gelangen wir zur Felsküste an der Punta de Capocorb hinab.
Dort wenden wir uns nach rechts und folgen den Steinmännchen durch das flache, aber weglose, sehr steinige und stellenweise bizarr zerklüftete Gelände am Rand der Küstenvegetation nach Nordwesten. Rechts – direkt über dem Meer – liegt eine breite Felsterrasse, auf der man ebenfalls dahinwandern kann. Nach etwa 45 min Gehzeit wird in der Ferne der Wachturm über dem Cap Blanc sichtbar. Bald darauf verschmälert sich die Terrasse, während rechts daneben gestufte Felsabbrüche emporragen. Unsere mit Steinmännchen gesäumte Route steigt oberhalb dieser Abbrüche an. Wo die Vegetation sehr dicht wird, weicht man rechts zu einer breiten, fein gekiesten Straße aus. Wir folgen der Fahrbahn ca. 100 m nach links, bis ein Steinpfeil und Steinmännchen links die Fortsetzung des Küstenpfades anzeigen. Im sanften Anstieg zwischen dem Gebüsch und den Küstenklippen erreichen wir einen runden Hirtenunterstand, der wie ein steinernes Iglu wirkt. Weiter geht’s zu einer Hüttenruine und durch die Bresche einer verfallenen Mauer. Das Gelände wird flach und steppenartig frei; bald sehen wir ins riesige Felsrund der Bucht Es Carril.
Wir wandern weiterhin mehr oder weniger nahe den Felsabbrüchen dahin. Unter Kirefern ansteigend erreichen wir eine Mauer mit einem Drahtzaun (verblasstes Schild „Zona Militar“). Ein Durchlass führt in das augenscheinlich schon lange verlassene Gelände dahinter, in dem die 300 m entfernte Torre de Cap Blanc steht. Der hoch gelegene Eingang des Wachturms ist auf einer Eisenleiter erreichbar.
2 h

Rückweg auf derselben Route.
2 h