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Castell de Santueri – Ermita de Sant Salvador

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren im Süden/am Pla / Felanitx
Schwierigkeit
mittel
Charakter der Tour
landschaftlich sehr abwechslungsreiche Tal- und Bergwanderung auf asphaltierten Nebenstraßen, Schotterstraßen und Waldwegen. Immer wieder Schatten.
Ausgangsort
Felanitx (151 m)
Ausgangspunkt
Die Abzweigung der beschilderten Zufahrtsstraße zum Castell de Santueri von der Ma-14, knapp 2 km südlich von Felanitx.
Zufahrt
von Felanitx auf der Ma-14 Richtung Santanyí. Parkmöglichkeit kurz nach Km 14 – bei der Abzweigung zum Castell de Santueri – beiderseits der Ma-14.
Bus/Zug
Bus nur bis Felanitx
Gehzeit
bis 4h
Höhenunterschied
insgesamt 550 m
Höchster Punkt
510 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
Bar/Restaurant in der Ermita de Sant Salvador.
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
ja

Die beiden größten Sehenswürdigkeiten der südlichen Serres de Llevant, das Castell de Santueri und die Ermita de Sant Salvador, lassen sich auch im Rahmen einer langen, aber landschaftlich sehr abwechslungsreichen Rundwanderung besuchen. Da beide Bauwerke weithin sichtbar in der Höhe thronen, erleichtern sie unterwegs die Orientierung im einsamen Waldgebiet. Anfangs wandert man dem „Burgberg“ mit den Mauerresten des Castell de Santueri entgegen, der an klaren Tagen eine weite Aussicht gewährt. Man sieht natürlich auch die Ermita de Sant Salvador, die man von hier aus durch die Südseite des dazwischen aufragenden Puig de sa Comuna Grossa erreicht. Auf dieser Bergab-Bergauf-Route gibt zuletzt die 7 m hohe Christusstatue vor der festungsartigen Ermita de Sant Salvador die Richtung vor. Die Wege und Pfade sind zwar fast überall gut zu verfolgen, bei den Abzweigungen ist jedoch Achtsamkeit ratsam. Vor allem beim Rückweg unterhalb der Ermita, wo man von einer Schotterstraße zu einer parallel verlaufenden hinüberwechseln muss. Wer diese Stelle übersieht, landet knapp vor Felanitx und muss 2 km neben der viel befahrenen Landstraße zum Ausgangspunkt zurückmarschieren!

Wegbeschreibung:
Wir wandern zunächst auf der schmalen, kaum ansteigenden und meist nur von wenigen Autos befahrenen Straße Richtung Castell de Santueri (Camí de Binifarda/Camí des Castell). Vorbei an den Anwesen Es Pouet, Sa Coma und Sa Coma Nova, dann bei einer Abzweigung links auf der asphaltierten Straße bleiben und in ein Tal am Fuße des bewaldeten Berges mit der bereits sichtbaren Burgruine. Nach etwa 2 km kommt man an der Zufahrt zur Finca Binifarda und danach am Tor des Anwesens Torre Binifarda vorbei. Kurz danach zweigen wir links auf eine Schotterstraße ab (blaues Farbzeichen an einem Baum). Sie steigt durch den Wald an, führt an einem kleinen Haus vorbei und endet weiter oben vor einem weiteren Gebäude. Dort nach rechts und links an dem Haus vorbei – dann beginnt ein flacher Weg, auf dem man unter Kiefern zu einer nahen Wiese gelangt. Davor links auf einem alten, stellenweise noch gepflasterten Pfad neben Terrassenmauern vorbei, ansteigend durch verwachsenes Gelände und neben einem weiteren Feld vorbei. Kurz vor der dritten freien Fläche (mit kleiner Hütte) nach links und in Kehren durch den Waldhang aufwärts. Unter dem Puig de sa Comuna Grossa etwas abwärts und dann links auf breiterem Weg zum Coll de sa Rota Penjada (293 m) hinauf. Jenseits kurz hinab und eine Mauer übersteigen – dann steht man auf einem breiten Weg, dem man rechts – auf den Burgberg zu – ansteigend zu einem Mauerdurchlass folgt. Kurz danach erreicht man eine Schotterstraße, auf der man rechts zur Kehre der asphaltierten Burg-Zufahrtsstraße kommt. Auf dieser links weiter und südlich um den Burgberg herum zum Parkplatz unter dem Castell de Santueri. Ein Treppenweg führt links zur Burgruine hinauf. Bei unserem letzten Besuch waren die Flügel des Burgtors mit einer Kette verschlossen – man konnte sich aber gerade durchzwängen, um das Panorama vom Gipfelplateau hinter den Mauern (423 m) zu genießen.
1 h 30 min

Übergang zur Ermita de Sant Salvador: Wir wandern wieder bis zur Abzweigung unter dem Coll de sa Rota Penjada zurück, bleiben dann aber geradeaus auf dem breiten Weg. Nach einem kurzen Anstieg schlängelt sich der Fahrweg durch das Buschgebiet am Südhang des Puig de sa Comuna Grossa bergab. Achtung: In einer Rechtskurve noch ein gutes Stück oberhalb einer Finca zweigen links zwei Pfade ab: Wir folgen dem ersten (linken) davon, der – vorbei an einer Tafel „private property“ und mit Steinmännchen markiert – zwischen einzelnen Kiefern steil zu einer Mauer emporzieht. Durch eine Mauerbresche, weiterhin steil auf eine Anhöhe und durch einen Zaundurchlass zu einer Wegteilung. Nach rechts (rote Punkte) und im sanften Auf und Ab durch den Waldhang zum Beginn eines breiteren, aufgemauerten Weges, der sanft abwärts führt (schöne Sicht bis zur Ostküste). Wo die große Christusstatue auf dem Puig de Sant Salvador ins Blickfeld kommt, quert ein Pfad, auf den wir nach links abzweigen (rote Punkte). Er führt durch Wald hinauf und – vorbei an der Einmündung eines weiteren Pfades – auf eine Anhöhe. Neben einem Zaun flach zum Sattel direkt unter dem Puig de Sant Salvador (dort quert ein Fahrweg: rechts ein Tor). Geradeaus auf dem ansteigenden Pfad auf die Felsen zu. Hinter dem offenen Tor in einer alten Mauer beginnt der gepflasterte Pilgerweg, der durch den Südhang ansteigt. Weiter oben, bei einem Paraglider-Startplatz, verzweigt sich die Route etwas, bevor sie unterhalb der Christusstatue zu einem Picknickplatz führt. Dort erreichen wir den Parkplatz und die Straße, die links zum nahen Heiligtum Sant Salvador (494 m) führt.
1 h 15 min

Abstieg zum Ausgangspunkt: Neben dem Sendemast – bei der Tafel „Àrea recreativa Puig de Sant Salvador“ – beginnt der alte Kreuzweg, der neben Picknickplätzen und einem Trafoturm in die Nordseite des Berges hinabführt. Wo man die asphaltierte Zufahrtsstraße erreicht, lohnt sich der kurze Abstecher zum großen Kreuz auf dem vorgeschobenen Nordgipfel (Creu des Picot). Von der Kurve unterhalb davon folgen wir wieder dem alten Pilgerweg hinab. Er quert bzw. berührt die Straße neunmal – u.a. bei km 0,9 neben einer Kapelle, von der man durch einen Graben absteigt. Bei der 10. Straßenberührung nicht auf die Zufahrt nach Can Pancuit einschwenken, sondern auf dem kurz danach links abzweigenden Schotterweg zum großen Parkplatz beim Steinkreuz am Fuße des Berges (207 m) hinunter.
Dort links auf die Schotterstraße abzweigen, gleich darauf rechts einschwenken und durch sanft gewelltes Waldgelände. Nach gut 500 m kommt man ins freie Kulturland. Achtung: Ca. 50 m nach dem ersten Gebäude wird links in einem flachen Graben eine weitere Schotterstraße sichtbar – zu dieser müssen wir kurz weglos hinübergehen, um ihr nach rechts zu folgen. Auch sie führt ins flache Kulturland, durch das wir gut 1 km – vorbei an einigen Anwesen – zur Finca Son Benassar marschieren. Kurz dahinter erreichen wir die Ma-14, neben der wir links nach etwa 300 m zum Ausgangspunkt zurückgehen.
1 h 15 min