wandern mallorca

Santuari de Cura (540 m)

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren im Süden/am Pla
Schwierigkeit
mittel
Charakter der Tour
historisch interessante Wanderung auf einen der "heiligen Berge" Mallorcas. Der Aufstieg verläuft auf einem gut ausgetretenen Pfad, der die Ausflugsstraße auf den Gipfel mehrmals berührt. Die sehr steile Abstiegsroute ist stellenweise rutschig und nicht überall leicht zu finden, bietet aber etwas Schatten (wer nicht trittsicher ist, sollte besser auf der Aufstiegsroute zurückgehen).
Ausgangsort
Randa (276 m)
Ausgangspunkt
im Ortszentrum oder im Tal am Fuße den Berges von Randa.
Zufahrt
von der Ma-5010 zwischen Algaida und Llucmajor nach Randa; nach der Beschilderung "Cura" durch den Ort und auf der Ma-5018 ins Tal am Fuße des Berges. Parkmöglichkeit nach 300 m beim Müllplatz.
Bus/Zug
Bushaltestelle in Randa. Buslinien 456, 459
Gehzeit
bis 2h
Höhenunterschied
260 m
Höchster Punkt
540 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
Bar/Restaurant im Santuari de Cura (Mo geschlossen, Tel. 971/661183).
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
ja


Diese Bergwanderung folgt den Spuren des großen Theologen und Philosophen Ramon Llull auf den „heiligen Berg“ zwischen Algaida und Llucmajor. Seit dem 13. Jahrhundert entwickelte sich das Santuari de Cura zu einem wichtigen Wallfahrtsort, den auch wir zu Fuß besuchen. Teile des alten Pilgerweges sind zwar unter einer asphaltierten Ausflugsstraße verschwunden, doch auch auf dem heutigen Aufstiegspfad tilgt der vergossene Schweiß wohl so manche Sünde. Damals wie heute kommt man dabei an zwei weiteren Einsiedeleien vorbei, von denen die untere durch ihre Lage im Steilabfall des Berges bezaubert. Der direkte Abstieg fordert zwar Trittsicherheit und Orientierungssinn, führt aber dafür an jener versteckten Höhle vorbei, in der Ramon Llull nach der Überlieferung eine Vision des gekreuzigten Heilands hatte. Ein magischer Platz mit großer Bedeutung für die Kulturgeschichte der Insel!

Wegbeschreibung:

Wir gehen vom Ortszentrum zunächst nach der Beschilderung „Cura“ auf der Straße Ma-5018 nach Südosten in den Graben zwischen dem „heiligen Berg“ und seinem Südwestgipfel. Nach gut 500 m Anstieg erreichen wir die erste Linkskehre, von der rechts ein Pfad abzweigt. Wir passieren ein Tor mit dem Schild "Coto privada de Caza" (privates Jagdgebiet) und folgen ihm durch den Graben aufwärts. Durch das Buschgelände auf der Südseite des Tals erreichen wir eine Mauer mit Durchlass und gleich dahinter die Straße, von der wir sofort wieder rechts zum Tor des Santuari de Nostra Senyora de Gràcia abzweigen. Die Seitenstraße führt zur Einmündung eines von Süden heraufziehenden Fahrweges und zur nahen Ermita, die sich unter hohe, gelbe und durch Netze vor Steinschlag geschützte Felswände duckt. Rund um die Kirche finden wir ein großes Steinkreuz, blühende Gärten, Kakteen – und einen zauberhaften Picknickplatz mit Traumblick über die Ebene bis zum Meer.
30 min

Wir gehen zur Hauptstraße zurück und folgen ihr nach rechts, biegen aber gleich in der Linkskurve wieder rechts auf einen Pfad ab (Steinmännchen). Dies ist der alte Pilgerpfad, der – vorbei an einer höher gelegenen Straßenkehre, bei einem Steinmännchen rechts abbiegend, einer Mauer entlang und zuletzt über einige Stufen – zum Parkplatz vor dem Santuari de Sant Honorat hinauf. Die Einsiedelei wird noch von Brüdern bewohnt und kann nicht besichtigt werden – bitte verhalten Sie sich dort besonders ruhig.
Nun folgen wir der asphaltierten, sanft abfallenden Zufahrtsstraße bis zur Hauptstraße, auf der wir rechts ansteigen. In der Kehre nach Km 2,7 biegen wir links auf einen steilen Pfad ab, berühren bzw. kreuzen die Straße weiter oben noch zweimal und folgen ihr schließlich über das große Gipfelplateau – vorbei an den Sendeanlagen – zum Parkplatz vor dem Santuari de Nostra Senyora de Cura (540 m).
45 min

Abstieg: Vom Parkplatz vor dem Santuari de Cura führt eine asphaltierte Seitenstraße nach Süden hinab und unterhalb der Gebäude rechts zu einem versperrten Gitter. Links davon schwenken wir auf einen Pfad ein, der uns durch Gebüsch und neben einer Mauer zu einem Tor bringt. Gleich dahinter klafft die Höhle des Ramon Llull in der Felswand; davor steht eine zerstörte Statue. Noch ein paar Schritte weiter sieht man eine verfallene Mauer – dort folgen wir links Pfadspuren in den Busch- und Waldhang hinab. Die steile und anfangs etwas verwachsene Route führt neben einer Stromleitung abwärts und erreicht schließlich eine Geröllhalde, neben der wir zu einem breiten Weg absteigen. Auf diesem links zur ca. 200 m entfernten Asphaltstraße, die man bei einer Kehre bei km 0,6 erreicht. Die folgende Rechtskurve lässt sich rechts auf einem Pfad abkürzen; dann wandern wir neben der Fahrbahn – vorbei am Müllplatz – nach Randa hinunter.
45 min