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Castell de Santueri

Art
Wanderung
Region / Ort
Touren im Süden/am Pla / S'Horta
Schwierigkeit
leicht
Charakter der Tour
Einfache Bergwanderung auf Fahrwegen und einem kurzen Stück Asphaltstraße. Keine Beschilderung, die Orientierung ist mitunter nicht ganz einfach. Wenig Schatten. Das Castell de Santueri ist dzt. geschlossen (manchmal kann man sich allerdings durch einen Spalt des Eingangstors zwängen); Besichtigungsmöglichkeit geplant.
Ausgangsort
Die kleine Ortschaft S’Horta zwischen Felanitx und Cala d’Or bzw. Portocolom
Ausgangspunkt
Das versteckte Tal nördlich von S'Horta, das im Osten vom Castell de Santueri und im Westen vom Puig de sa Mortera begrenzt wird
Zufahrt
Von Felanitx auf der Ma-4010/PM 401 Richtung Portocolom und bei Km 8 an der Abzweigung nach Porto Cristo vorbei. Nach knapp 1 km rechts auf die Ma-4012/PMV 401-2 Richtung Santanyí abbiegen und am Golfplatz Es Turó vorbei. Vor dem Sportplatz der Ortschaft S’Horta (nahe Km 6) rechts auf eine schmale Asphaltstraße, die über einen Sattel ins Tal Clot des Pou führt. Bei der folgenden Abzweigung (Trafo) geradeaus, alle abzweigenden Schotterstraßen ignorieren und dann rechts nach der Beschilderung „Can Pau“. Wo die Asphaltstraße links zur Finca abbiegt, geradeaus auf der Schotterstraße weiter. Im Auf und Ab zwischen Wald und Kulturland bis zu einer spitzen Straßeneinmündung (ca. 3 km vom Sportplatz). Parkmöglichkeit nebe der Straße
Bus/Zug
Keine öffentliche Verkehrsverbindung zum Aisgangspunkt
Gehzeit
bis 2h
Höhenunterschied
300 m
Höchster Punkt
408 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
Unterwegs keine, Bars und Restaurant in S’Horta und Calonge
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein

Im Gebiet um Felanitx entfalten die bewaldeten Hügel der Serra de Llevant, des östlichen der beiden Gebirgszüge Mallorcas, einen ganz besonderen Reiz. Über beschaulichem Bauernland mit Schafweiden, Mandelplantagen und Johannisbrotbäumen erheben sich dort der Klosterberg Sant Salvador und ein 408 m hoher Tafelberg, der die Ruinen des Castell de Santueri trägt. Der Name dieser Burg stammt vom lateinischen Wort santuarium, was soviel wie „Tempel“ bedeutet und vermuten lässt, dass die Anlage auf römische Ursprünge zurückgeht. Jedenfalls fand man zwischen igren Mauern Reste von Keramik aus dem fernen Rom und Münzen mit dem Bildnis des Kaisers Caracalla. Möglichweise hatte der Ort auch kultische Bedeutung. Die Araber verschmolzen Berg und Burg zu einer uneinnehmbaren Festung, die ihnen König Jaume I. erst 1232 entreißen konnte – und auch das nur mit einer List: Er veranstaltete auf dem Dreschplatz unterhalb ein Tanzfest. Die Mauren betrachteten die hübschen Tänzerinnen mit Wohlgefallen, während die Angreifer auf der anderen Seite die Burg stürmten.
1316 entstand auf den alten Fundamenten eine neue Burg, um den Osten Mallorcas gut verteidigen zu können. Im Lauf kriegerischer Auseinandersetzungen und Aufstände verfiel die Anlage immer mehr. Seit 1811 ist das Castell de Santueri in privaten Händen. Mittlerweile führt eine 12 km lange, schmale und kurvige Ausflugsstraße von Felanitx bis zum Burgtor. Auf dem Gipfelplateau, von dem man eine großartige Rundsicht über weite Teile der Insel und zur Ostküste genießt, stehen nur mehr einige Außenmauern sowie Reste der Wohngebäude, einer Mühle und der Kapelle des heiligen Bernhards.

Wegbeschreibung:
Die Wanderung zum Castell de Santueri: Vom Ausgangspunkt bei der Straßeneinmündung geht man geradeaus zu einer zu einer Stromleitung. Genau darunter links abzweigen, gerade hinauf und am Haus Can Moniola vorbei. Bei der Einmündung in die Querstraße nach links und an einer weiteren Finca vorbei. Nach einem Strommast mit Trafo schwenken wir rechts auf den steilen und groben Schotterweg ein: Er führt an zwei alten Hütten und zwei größeren Häusern vorbei (Blick auf Portocolom) und auf den bewaldeten Rücken unterhalb des Berges, auf dem das Castell de Santueri steht. Dort gehen wir eben zur nahen Asphaltstraße und auf dieser nach links, die Kurve hinauf und durch den Waldhang zum Parkplatz vor dem Castell de Santueri. Durch die Burganlage gelangt man auf das Gipfelplateau (408 m).
1 h 15 min

Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route.
45 min