Sonne und Meer – das sind für viele Menschen die Hauptgründe für einen Besuch der Insel. Ihre 550 km lange Küstenlinie bietet etwa 340 Strände. Die Palette reicht dabei von der mehrere hundert Meter langen Sandbucht bis zur winzigen, nur auf schwindelerregenden Kletterrouten zugänglichen Felsnische, vom touristisch perfekt erschlossenen Badeparadies bis zum handtuchgroßen Kies- oder Sandfleck am Meer. Eine Strand-Übersicht erhalten Sie in den örtlichen Tourismusbüros.
Drei Begriffe werden Ihnen auf den Karten im Küstenbereich sofort auffallen: cala, badia und platja. Als cala bezeichnen die Mallorquiner eine kleine Bucht, egal ob mit Sand-, Fels- oder Kiesstrand (ist eine Bucht schmaler als etwa 30 m, heißt sie caló). Die kilometerlangen Buchten von Palma, Pollença und Alcúdia nennt man badia. Platja bedeutet im Katalanischien soviel wie Strand.
Zu den besonderen Schmuckstücken der Insel gehören ihre Felsküsten. Die wilde Landschaft der Costa Nord, die Küste der Serra de Tramuntana, erleben tausende Touristen aus dem Fenster ihres Mietautos oder Busses, denn die Küstenstraße Ma-10 windet sich zwischen Andratx und Port de Sóller zwischen den Meeresklippen und den Bergen dahin. Die Steilküsten im flachen Süden und Osten sind vielfach nur auf Stichstraßen zu einzelnen Urlaubsorten erreichbar.
Auffallend sind die herrlichen Farbabstufungen des Meerwassers an Mallorcas Küste. Da das Mittelmeer arm an Schwebstoffen und Plankton ist, erscheint es als besonders klar und transparent. Der helle Untergrund des Sandes steht im Gegensatz zu den dunklen Flächen von Poseidonsgras oder zum Felsboden.
Fotos
Oben: Der natürliche Felsbogen nahe der Cala Varques an der Ostküste

