mallorca
mallorca

Die Gipfel über dem "Goldenen Tal"

Die zentrale Serra de Tramuntana wird von den höchsten Gipfeln überragt (Puig de Massanella, 1365 m, Puig Major, 1436 m). Auch in diesem Gebiet, das durchaus ans Hochgebirge erinnert, leben nur wenige Menschen, und so findet man hier auch eine Gemeinde ganz ohne Dorf: Im Zentrum von Escorca verbirgt sich das fast 500 m hoch gelegene Monestir de Lluc, das bedeutendste Heiligtum der Insel. In seinem Umkreis finden Wanderer und Bergsteiger die imposantesten Ziele – nicht nur Berge, sondern auch die gefährliche Tour durch den berühmtesten Cañon Mallorcas: Der Torrent de Pareis bei Port de sa Calobra gilt als die zweitgrößte Schlucht im gesamten Mittelmeerraum.

Weiter im Südwesten umringt die Serra de Tramuntana ihr größtes Becken: das "goldene Tal" von Sóller liegt am Fuße des Penyal des Migdia, des burgartigen Vorgipfels des Puig Major, des Puig de l’Ofre, der Serra d’Alfàbia und dem Massiv des Puig des Teix. Es ist für seine Orangen berühmt und bietet mit den zauberhaften Dörfern Biniaraix und Fornalutx zwei weitere Anziehungspunkte. Allerdings war es jahrhundertelang sehr abgelegen: Wer von Sóller nach Palma wollte, musste den steilen Passweg über den Coll de Sòller nach Bunyola überwinden (heute geht das dank eines Bahn- und eines Straßentunnels unter der Serra d’Alfàbia viel schneller). Port de Sóller, der Hafen des Städtchens, schmiegt sich in die einzige große (und vor Wind geschützte) Bucht der Costa Nord. Von dort zieht die Ma-10 hoch über den Küstenklippen nach Südwesten – über Deià nach Valldemossa.

Fotos

Oben: Rast am Portell de sa Costa hoch über Fornalutx (im Hintergrund der Penyal des Migdia, ein Nebengipfel des Puig Major)

Rechts: Auch weiter unten an der Costa Nord, dem nordwestlichen Steilabfall der Serra de Tramuntana, findet man unglaublich spannende Pfade.