Kirchen und Heiligtümer

PA195245

200 Jahre nach dem Tod Christi hatte sich das Christentum auch auf den Balearen ausgebreitet. Unter dem römischen Kaiser Theodosius I. wurde es im 4. Jahrhundert zur Staatsreligion. Ab 425 verfolgten die Vandalen die mallorquinischen Christen. Gut 100 Jahre später, unter byzantinischer Herrschaft, wurde die Insel eine eigenständige Diözese.

 

Romanische Sakralbauten findet man auf Mallorca keine – der Grund dafür ist die maurische Epoche (902 – 1229). Nach der Rückeroberung der Insel durch die Truppen Jaumes I. entstanden die ersten gotischen Kapellen, Kirchen und Klöster. Manche davon wurden später im Stil der Renaissance, des Barock oder des Klassizissmus umgestaltet oder neu erbaut.

 

Eine Besonderheit Mallorcas sind die 29 Einsiedeleien und viele Heiligtümer, die im Gebirge oder auf Hügeln über dem Flachland entstanden. Nach der christlichen Reconquista (1229) zogen sich Männer und Frauen alleine oder in kleinen Gemeinschaften zu Gebet und Buße in die Einsamkeit zurück. Als einer der Begründer dieser Tradition gilt der Theologe und Philospoh Ramon Llull, der selbst eine Zeitlang in einer Höhle auf dem Berg von Randa lebte. Heute ist nur noch ein Heiligtum von ermitans bewohnt: die Ermita de la Trinitat bei Valldemossa.

 

Fotos

Oben: die barock gestaltete Vierungskuppel der Wallfahrtskirche von Lluc in der Serra de Tramuntana

Rechts: naive Reliefs in der unterirdischern Steinbruch-Kapelle von Portals Vells bei Magaluf

P4249785
ZURÜCK