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Es Pla – die große Inselebene

Das Herzstück der Insel bildet der Pla de Mallorca, die wegen ihrer roten Mergel- und Tonerde (terra rossa) sehr fruchtbare Ebene zwischen den beiden Gebirgsgebieten. Geologisch gesehen ist sie ein Mix unterschiedlichster Strukturen. Dies ist u. a. auch daran ersichtlich ist, dass sich einzelne, teils mit Steineichen oder Wildoliven bewachsene Höhenzüge und erstaunlich felsige Hügel über dem Flachland erheben.

Teile des Pla entstanden aus Meeresablagerungen aus dem Tertiär, aber auch aus dem Verwitterungsschutt der Berge – ebenso wie die anschließenden Schwemmebenen im Süden (um Palma und Campos), im Osten (um Manacor und Felanitx) und im Norden (an den Buchten von Pollença und Alcúdia). Wo die Ebene flach ins Meer ausläuft, entstanden die größten Feuchtgebiete der Insel – Sümpfe, die durch einen Dünengürtel vom Meer abgetrennt sind und nicht nur durch örtliche Quellen, sondern auch durch torrents mit Wasser aus dem Gebirge versorgt werden. So entstanden die Sümpfe der Albufera bei Alcúdia, der kleineren Albufereta bei Port de Pollença und auch der Salobrar bei Campos, dessen Wasserflächen hinter der Platja des Trenc bei Colònia de Sant Jordi liegen. Dort wird heute noch Salz aus eingeschleustem Meerwasser gewonnen. Nicht weit davon entfernt sprudelt Mallorcas einzige Thermalquelle (Banys de Sant Joan) – an der tiefsten Stelle einer geologischen Bruchlinie.

Fotos

Blick vom Pla zur Serra de Tramuntana – oben aus der Gegend um Sa Pobla, rechts im Gebiet um Santa Eugènia.

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