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Die Mönchsrobbe

Es ist eine kleine Sensation: Der Taucher Alvari Gari fotografierte im Juli 2008 eine Mittelmeer-Mönchsrobbe in einer Unterwasserhöhle – keine 20 km von Palma entfernt. Die letzten Exemplare dieser hochintelligenten, aber weltweit vom Aussterben bedrohten Tierart verschwanden vor 50 Jahren aus den Gewässern um die Balearen – wegen der intensiven Fischerei und der Umweltverschmutzung. Die nun entdeckte Mittelmeer-Mönchsrobbe stammt möglicherweise von der norddafrikanischen Küste, wo noch einige kleine Kolonien mit insgesamt etwa 30 Exemplaren bestehen. Wissenschfter schätzen den Gesamtbestand der Mönchsrobbe an der griechischen und türkischen Mittelmeerküste sowie im Atlantik vor der Westsahara auf nur noch 400 Tiere. Ausgewachsene Tiere können bis zu 400 kg schwer werden; dann verspeisen sie etwa 10 kg Fisch pro Tag.

Ihren Namen bekam die Mönchsrobbe übrigens daher, weil sie allein oder höchstens im kleinen Familienverbund lebt – lateinisch heißt sie "phoca monachus", auf Mallorquí "vell marí" und spanisch "foca monje". Die balearische Umweltorganisation GOB, der Global Nature Fund (GNF) und die balearische Regierung führen die Rückkehr der Mönchsrobbe nicht zuletzt auch auf die Schaffung der Meeresschutzgebiete zurück – dort wurde die Fischerei stark eingeschränkt. Die Umweltorganisationen führen gemeinsam mit dem Nationalpark Cabrera und Seglerverbänden zur Zeit ein Projekt zur Bestimmung und Zählung von Walen und Delfinen durch – dabei wird nun verstärkt nach Mönchsrobben Ausschau gehalten. Die Regierung der Balearen will nun Schutzgebiete für diese Spezies schaffen. Mit Informationsblättern wird davor gewarnt, sich dem so bedrohten Tier auf mehr als hundert Meter zu nähern, um es nicht zu stören.  Info: Tel. 616/310458, Grup Balear d´Ornitologia i Defensa de la Naturalesa (GOB), Global Nature Found

Foto

Mönchsrobbe (© GOB Mallorca - moltes gràcies!)

 

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