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S'Hort del Rei – der königliche Garten

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  • Schwarzer Schwan

Im Zentrum von Palma verbergen sich mehrere grüne Oasen – etwa der von Palmen beschattete Parc de la Mar unterhalb der Kathedrale oder der lauschige Garten vor den Banys àrabs.

 

Der vielleicht schönste Park der Stadt liegt westlich unterhalb des Almudaina-Palasts: S’Hort del Rei, der Garten des Königs. Die mediterrane Gartenanlage zeigt arabische Reminiszenzen: Unter Zypressen, Akazien, Zwergpalmen, Orangenbäumen und vier Cicas, die zu den ältesten Baumarten der Welt gehören, sprudelt eine Reihe von Springbrunnen. Die meisten Touristen nehmen die Statue des Steinschleuderers ins Kameravisier (obwohl sich Einheimische darüber mokieren, dass der gute Mann mit der hier dargestellten Technik kaum so erfolgreich gewesen wäre wie die Ureinwohner vor 3000 Jahren). Dahinter trennt ein Mauerbogen aus arabischer Zeit den einstigen Privathafen der Herrscher ab; statt kriegerischer Schiffe ziehen heute nur noch zwei schwarze Schwäne ihre Runden.

 

Im Park sind weitere Kunstwerke zu entdecken – etwa das „Mobile Nancy“ von Alexander Calder, einem Freund Joan Mirós (der an der Treppe zum Almudaina-Palast mit einer vielfotografierten Plastik vertreten ist). Der Katalane Josep Maria Subirachs hat seine im Park aufgestellte Skulptur „Jònica“ genannt und mit einem Spruch des Griechen Konstantinos Kavavis versehen: „Obgleich wir ihre Statuen zerstört haben, obwohl wir sie aus ihren Tempeln verbannt haben, sind die Götter nicht gestorben.“ Im dämmrigen Hintergrund des Parks sind sie tatsächlich noch zu sehen – als steinerne Brunnenköpfe, von Moos umrankt und Wasser speiend.

 

Fotos

Oben: Ein Ausflug in die Mythologie ...

Rechts: ... und zwei weitere "Bewohner" der schönsten Grünfläche der Stadt