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Jugendstil in Palma

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Als Fanal der Erneuerung prägte der Jugendstil die europäische Kunst und Architektur an der Nahtstelle zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert. „Modernisme“ nannte sich diese Strömung, die geschwungene Formen, mythische Motive, bunte Farben und verspielte Kachel-Ornamente in den Vordergrund stellte, in Katalonien und auf den Balearen. Dort faszinierte sie vor allem Bürger, die durch Handel, Industrie oder im Ausland reich geworden waren. Sie beauftragten Künstler wie Antoni Gaudí i Cornet sowie Architekten wie Gaspar Bennàssar, Francesc Roca, Jaume Alenyar, Guillem Reynés usw. Ihre Bauten prägen auch Palma an vielen Punkten.

 

Das wohl bekannteste Jugendstilgebäude der Stadt ist das einstige Gran Hotel an der Plaça Weyler (zwischen La Rambla und Carrer de la Unió), das sogar in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Der 1901 von Lluís Domenec i Montaner geplante und mit einer üppig dekorierten Fassade ausgestattete Luxusbau zog bald internationale Prominenz an. Heute ist er Sitz der Stiftung der Bank La Caixa; er beherbergt Kunstausstellungen und ein gestyltes Café (Öffnungszeiten: Di – Sa 10 – 21.00 Uhr, So 10 – 14 Uhr). Gegenüber davon ziehen zwei weitere, deutlich von Gaudí inspirierte Modernisme-Bauten die Blicke auf sich: das einstige Hostal Menorquina und Can Casasayas.

 

Interessante Beispiele für Jugendstilhäuser finden Sie an vielen Stellen der Stadt – etwa an der Plaça Cort (Can Corbella mit neo-maurischen Einflüssen), an der Plaça Marquès de Palmer (Can Fortez Rey) oder an der Avinguda de Antoni Maura (Can Salas und Can Mulet mit Anklängen an die Wiener Sezession).

 

Auf der Homepage der Inselregierung finden Sie mehrere Routen auf den Spuren des Modernisme in Palma.

 

Fotos

Oben: Das Gran Hotel auf der Plaça Weyler ist einer der schönsten Modernisme-Bauten Mallorcas.

Rechts: gewellte Fassaden und verspielte Details – Kennzeichen des Jugendstils