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Deià, das "Künstlerdorf"

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  • Deia Kirche
  • Deia Kirche Altar

Höhe: 220 m  
Einwohner: 718  
Lage: oberhalb der Nordwestküste zwischen Sóller und Valldemossa.

Die geschützte, seit Urzeiten besiedelte Mulde zwischen dem Meer und dem Massiv des Puig des Teix verfügt über viele Quellen, die intensiven Obst- und Gemüseanbau ermöglichten – deia bedeutet im arabischen soviel wie Feld. Im 13. Jahrhundert entstand das Dorf auf dem Hügel, auf dem sich später Zisterziensermönche ansiedelten. Noch heute gilt: Je dichter man neben der Kirche wohnt, desto vornehmer die Familie. Nach einer wechselhaften Geschichte wurde Deià zu Beginn des 20. Jahrhunderts von kreativen Menschen "entdeckt" – vor allem Engländern hat es das Bergdorf angetan. Schriftsteller wie Robert Graves oder Maler wie Ulrich Leman machten es zum Mittelpunkt ihres Lebens und Schaffens, viele (Lebens-)Künstler folgten – und damit entstand der unausrottbare Beiname "Künstlerdorf". Heute ist Deià die Gemeinde mit dem höchsten Ausländeranteil auf der Insel (37 %). Busausflüglern bietet sie eher wenig, betuchten Genießern dagegen sehr viel.

Sehenswert:
• die blumengeschmückten Gassen und Treppen des Dorfes
• Casa-Museu Robert Graves "Ca n’Alluny" (Erinnerungen an den englischen Schriftsteller): Di – Sa 10 – 17 Uhr

Tipp:
• Festival de Deià und in Son Marroig in den Monaten April, Mai, August und September

Fotos
Oben: der atemberaubende Tele-Blick von der Galera, einem knapp 1000 m hohen Berg, auf das Dorfzentrum
Rechts: die Bergkirche thront über dem "Künstlerdorf".