Dia 07

Das Fischerdorf Cala Figuera

PA084172

Teil der Gemeinde Santanyí
Höhe: am Meer
Einwohne: 690
Lage: im Süden Mallorcas, ca. 4 km südöstlich von Santanyí

Cala Figuera ist das vielleicht bekannteste Fischerdorf der Insel (und wird doch manchmal verwechselt, da es auf Mallorca mehrere Buchten dieses Namens gibt – z. B. im Südwesten oder an der Halbinsel Formentor). Die Häuser und Bootsschuppen dieses Ortes säumen eine schmale, tief in die Felsen eingeschnittene und zweiteilige Bucht, die an ihrer Mündung von einem wuchtigen Wachturm (und einem kleinerem Leuchtturm) überragt wird. Es lohnt sich sehr, vom Hafen im Ortszentrum auf einem schmalen Weg dem Caló d’en Boira und dem Caló d’en Busques entlang zu spazieren; bei Flut muss man da und dort sogar ein wenig übers Wasser hüpfen. 

Der Name der "Feigenbucht" taucht anno 1306 zum ersten Mal in einer Urkunde auf. Die ersten Wohn- und Fereienhäuser entstanden jedoch erst im 19. Jahrhundert, und schließlich „entdeckten“ auch Künstler und Architekten den Ort. Massentourismus konnte sich jedoch – dem fehlenden Strand sei Dank – nie etablieren; heute entstehen hier Apartments und Eigentumswohnungen. Die Fischer des Ortes gehen nach wie vor ihrer Profession nach.

Tipp: Jedes Jahr findet am 16. Juli eine Messe zu Ehren der Virgen del Carme, der Schutzherrin der Fischer und Seeleute, mit anschließender Bootsprozession auf dem Meer statt.

Fotos
Oben: abendliche Ruhe im Fischerhafen
Rechts: der hintere Bereich des "Fjordes" von Cala Figuera