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Banyalbufar

  • Banyalbufar von oben
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Höhe: 100 m   
Einwohner: 591   
Lage: an der steilen Nordwestküste zwischen Andratx und Valldemossa, am Fuße des dicht bewaldeten Planicia-Massivs, 25 km von Palma entfernt.

Die arabischen Bewohner - vermutlich kamen sie aus Andalusien – dürften im 10. Jahrhundert mit Bahaia al-bujar ein Bauwerk in der Nähe des Meeres bezeichnet haben. Eine andere Auslegung des Ortsnamens weist auf einen "Weinberg am Meer" hin. Wie auch immer: Die Herren aus dem Orient perfektionierten den Obst- und Gemüseanbau, indem sie hohe Mauern aufschichteten und somit nutzbare Flächen gewannen. Die katalanischen Eroberer bauten darauf Getreide und Oliven, Flachs, Hanf und Safran an. Außerdem kelterten sie einen weitum geschätzten Wein aus der Malvasiertraube – eine Tradition, die heute mit neu angepflanzten Rebstöcken weitergeführt wird. Ab 1392 bis ins 15. Jahrhundert herrschte hier die Baronie von Banyalbufar über Leben und Tod, denn ihr oblag die gesamte Gerichtsbarkeit. Das Gebäude der Baronia gegenüber der Dorfkirche erinnert noch daran. 

Sehenswert:
• die berühmten Terrassen zwischen den obersten Häusern des Dorfes und dem winzigen Hafen, die heute noch bewässert und genutzt werden – und jeder Sonnenuntergang vor der Kulisse dieser "hängenden Gärten"
• Schöner Innenhof im Hostal Baronia
• Torre de ses Ànimes (renovierter und als Aussichtspunkt sehr bekannter Wachturm, 1 km Richtung Estellencs)

Tipp:
• Ortsfest zu Ehren der Mare de Déu im September.

Fotos
Oben: Die unzähligen Terrassen von Banaybufar ...
Rechts: ... ziehen sich von den Berghängen bis zum Meer hinab und verfügen bis heute über ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem.