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Das Cabrera-Zentrum

Rund 21 Millionen Euro hat es gekostet, sieben Jahre lang wurde daran gebaut: Die Rede ist vom Cabrera-Zentrum (Centre de Visitants Archipelago de Cabrera – Ses Salines) in Colònia de Sant Jordi im Süden Mallorcas. In dem spektakulären, einem Talaiot nachempfunden Rundbau erlebt man den Insel-Nationalpark im Süden Mallorcas, ohne mit einem Schiff hinüberfahren zu müssen. Im Gegensatz zum streng geschützten Archipel darf man hier sensible, wenn auch nachgebaute Biotope betreten und sieht daher viele Dinge, die bei einem Cabrera-Ausflug verborgen bleiben.

Da fast 90 % des Nationalparkgebiets unter Wasser liegen, spielt das nasse Element auch im Besucherzentrum die Hauptrolle. Durch einen Felsengang gelangt man ins Untergeschoss, wo Lautsprecher plätschern, Bildschirme Fischschwärme zeigen und ein packender 3D-Film bis in eine Tiefe von 1500 m führt. Man begegnet dabei Haien, Schildkröten und Tintenfischen, entdeckt versunkene phönizische Boote und staunt über die Vielfalt des Lebens im Wasser. Ein Aufzug, den man inmitten eines Aquariums betritt, führt zur Terrasse im obersten Stockwerk empor – von dort aus sieht man bei klarem Wetter die ferne Insel Cabrera. Bei der Rückkehr fasziniert ein Riesengemälde der Menschheitsgeschichte im Mittelmeerraum. Das Freigelände präsentiert Modelle der Tierwelt Cabreras, aber auch inseltypische Pflanzen wie Strandflieder oder Goldtaler.

Die fehlende Rentabilität hätte in den letzten Monaten fast das Aus der Attraktion gebracht. Nun scheint der Betrieb jedoch weiterhin gesichert.

 

Wo? am Carrer de Gabriel Rocca im Ortszentrum von Colònia de Sant Jordi, kurz hinter der Platja de es Port (Richtung Ses Salines/Santanyí)

 

Öffnungszeiten: derzeit nur nachmittags von 15 bis 19 Uhr