Dolmen

Dolmen

dolmen aigua dolca

Die ältesten Spuren menschlicher Baukunst findet man im Nordosten Mallorcas. Nahe der Bucht von Alcúdia liegen zwei der sieben Dolmen, die man bisher auf Mallorca und Menorca gefunden hat. Unter Dolmen – der Name kommt aus dem Bretonischen und bedeutet soviel wie "Steintisch" – versteht man Bauwerke aus aufgestellten Steinblöcken, die aus der der Jungstein- und Bronzezeit stammen. Meist handelt es sich dabei um Grabstätten.

 

Die Dolmen von Son Bauló (Can Picafort) und Aigua Dolça in der Nähe von Colònia de Sant Pere sind runde, aus Steinplatten erbaute Gräber aus der Zeit um 1700 v. Chr. Einst umgab sie ein Kreis von senkrecht in den Boden eingelassenen Steinen, über denen sich ein kleiner Hügel aus Erde wölbte. Dazwischen, im Gebiet von Son Real, verbirgt sich ein weiteres mit Steinen umstelltes Grab.

 

Zugang: am besten im Zuge einer Wanderung von Son Serra de Marina aus; man kann aber auch in Son Bauló oder beim Landgut Son Real starten.

 

Zufahrt/Zugang zum Dolmen von Aigua Dolça: Vom Ortszentrum von Colònia de Sant Pere neben dem Meer Richtung Betlem zum Ende der Asphaltstraße (ca. 2 km, Parkmöglichkeit). An einem Gatter vorbei und auf der Schotterstraße Richtung Caló des Cans. Danach nicht rechts weiter, sondern links zum Strand. Vor der ersten der Bootshütten (escars) nach rechts und auf einem Hohlweg durch schräg geschichteten Sandstein hinauf. Oben nach links und auf einem Pfad durch das Gebüsch, dann nochmals links abbiegen und wieder ins freie Gelände oberhalb der Küste. Auf den verzweigten Wegspuren neben dem Meer gelangt man schließlich zur umzäunten Ausgrabungsstätte (45 min hin und zurück). Man kann auch von Betlem herübergehen – oberhalb der flach geschichteten, in Schollen abbröckelnden Sandsteinküste und vorbei an einer auffallend rund ausgeschwemmten Felsbucht.

 

Fotos

Oben: das von aufgestellten Steinen gesäumte Grab im Küstengebiet von Son Real südöstlich von Son Bauló

Rechts: der Dolmen von Aigua Dolça unter der Talaia Freda de Morell